Zündeinrichtung

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Die Zündeinrichtung - auch Zünder oder Zündhütchen genannt - von Patronen besteht aus einem Metallnäpfchen, das am unteren Teil der Patronenhülse in die Zündglocke eingepresst ist. Man unterscheidet zwischen Berdan- und Boxer-Zündung.

Bei der Berdan-Zündung ist der Amboss in der Zündglocke der Hülse untergebracht. Die Zünder der Boxerzündung haben den Amboss integriert. Schlägt der Schlagbolzen auf die Zündeinrichtung, werden chemische Stoffe (z.B. Bleiazid) zur Verbrennung angeregt und ein Zündstrahl erreicht über das Zündloch die Treibladung, welche ebenfalls verbrennt.

Zünder gibt es je nach Anwendungsgebiet in unterschiedlichen Größen und verschieden starker Zündung.

Beim Wiederladen werden die verbrauchten Zünder mittels eines Werkzeugs ausgestoßen, die Zündglocke wird gereinigt und ein neuer Zünder eingepresst. Zündeinrichtungen müssen mit äußester Vorsicht behandelt werden, weil sie trotz ihrer geringen Größe ein erhebliches Verletzungpotenzial bieten.


Weitere Zündeinrichtungen sind Lunte, Pyrit, Feuerstein und Zündhütchen. Eingesetzt wurden oder werden sie in Schloßsystemen von Vorderladerpistolen und Vorderladergewehren:

Eine Ausnahme zur Boxer- und Berdanzündung für Patronenhülsen, bildet die Randfeuerzündung, deren Zündsatz im Rand des Hülsenbodens eingelassen ist. Wenn die Patrone im Patronenlager steckt, kann der überstehende Rand vom Schlagbolzen getroffen werden, so das die Patrone gezündet wird. Die meistbenutzte Randfeuerpatrone neuerer Zeit ist die .22lfB.



Bitte beachten Sie: Alle Ladedaten ohne Gewähr. Jeder Wiederlader handelt nach dem Gesetz eigenverantwortlich!