Waffensachkunde

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Der Umfang der erforderlichen Waffensachkunde ist in § 1 AWaffV wie folgt definiert:

(1) Die in der Prüfung nach § 7 Abs. 1 des Waffengesetzes nachzuweisende Sachkunde umfasst ausreichende Kenntnisse

1. über die beim Umgang mit Waffen und Munition zu beachtenden Rechtsvorschriften des Waffenrechts, des Beschussrechts sowie der Notwehr und des Notstands,

2. auf waffentechnischem Gebiet über Schusswaffen (Langwaffen, Kurzwaffen und Munition) hinsichtlich Funktionsweise, sowie Innen- und Außenballistik, Reichweite und Wirkungsweise des Geschosses, bei verbotenen Gegenständen, die keine Schusswaffen sind, über die Funktions- und Wirkungsweise sowie die Reichweite,

3. über die sichere Handhabung von Waffen oder Munition einschließlich ausreichender Fertigkeiten im Schießen mit Schusswaffen.

(2) Die nach Absatz 1 nachzuweisenden Kenntnisse über Waffen und Munition brauchen nur für die beantragte Waffen- und Munitionsart und nur für den mit dem Bedürfnis geltend gemachten und den damit im Zusammenhang stehenden Zweck nachgewiesen werden.

(3) Wird eine Erlaubnis nach § 26 des Waffengesetzes beantragt, so umfasst die nachzuweisende Sachkunde außer waffentechnischen Kenntnissen auch Werkstoff-, Fertigungs- und Ballistikkenntnisse.



Die Waffensachkunde wird durch Ablegen und Bestehen einer Prüfung vor einem dazu gebildeten Prüfungsausschuss erreicht. Diese Prüfungsausschüsse werden (je nach Bundesland) von Landratsämtern bzw. Kreispolzeibehörden oder von Vertretern des zuständigen Regierungspräsidiums gebildet. Die Prüfung setzt sich aus einem theoretischen (schriftlichen) und einem fachpraktischen Teil zusammen. Das Bestehen der Prüfung wird mit einer Bescheinigung bestätigt.


vergleiche: Fachkunde nach § 9 SprengG

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