Verschlussträgerrücklauf-Rückstoß

Aus WaffenWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Verschlussrücklaufrückstoß ist neben dem Geschoss-Rückstoß eine wichtige Größe in der Berechnung der Waffenstabilität und ein einigen Fällen mit verantwortlich für Laufschwingungen.

Wird der Verschluss oder der Verschlussträger von einer automatischen Feuerwaffe durch den Gasdruck oder den Geschossrückstoß nach hinten getrieben, so entsteht nach dem dritten newtonschen Gesetzt eine nach vorne gerichteter Gegenimpuls. Dieser Gegenimpuls wird meist auf ein oder mehrere Bauteile der Waffe übertragen. Meist wird diese Kraft von den Rückschlagkräften, welche das Waffengehäuse nach hinten zwingen aufgebogen. In einigen Fällen, wird diese Kraft jedoch auf den Schützen übertragen, worauf dieser ein nach vorne reißen der Waffen wahrnimmt.

Besondere Bedeutung hat der Verschlussrücklaufrückstoß für Waffen welchen als Gasdrucklader ausgeführt sind und eine Form des Langhub Kolbens verwenden. Wird der Kolben nach hinten beschleunigt, also vom Gasdruck in der Gaskammer angetrieben, so entsteht ein Rückstoßimpuls. Dieser Impuls überträgt sich über das Gas in der Gaskammer, welches als fluidmechanischer Körper wirkt, auf den Gasentnahmeblock und von diesem auf den Lauf. Das Resultat ist eine unnatürliche Laufschwingung, verursacht durch beschriebene Kräfte von außen, welche die Eigenpräzision der Waffe negativ beeinflusst. Besonders Modelle der AK Familie leiden unter dieser Erscheinung.

Der Verschlussrücklaufrückstoß zählt zu den echten Rückstoßkräften, da tatsächlich ein Impuls vorliegt und kein Gasdruck, zudem handelt es sich beim Verschlussrücklaufrückstoß um den Impuls welcher der größeren Masse (Waffengehäuse) erteilt wird.