Typ-56

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Das Typ 56 Sturmgewehr (56式 自動步槍) ist eine chinesische Waffe, welche in der geprägten Version einen Zwischenschritt zwischen AK und AKM darstellt. Es ist eine der am weitesten verbreiteten Waffen der Welt.

Geschichte

1956 übergab die Sowjetunion der Chinesischen Volksrepublik die Pläne zur Produktion von AK, SKS und RPD. Alle drei Waffen wurden nach dem Jahr des Produktionsbeginns als Typ 56 bezeichnet, was bis Heute für Verwirrung sorgen kann.

Typ 56 früh

Die ersten in China produzierten Exemplare der Typ 56 unterscheiden sich nicht von der russischen AK (AK-53).

Typ 56 gefräst

Später wurde jedoch ein abklappbares Nagelbajonett nach Art des Mosin M44 hinzugefügt und ein neuer Kornträger entwickelt. Dieser besitzt keine Kornschutzbacken wie bei der AK, sondern einen runden Korntunnel.

Typ 56 geprägt

Als 1959 die Russen die AKM einführten waren auch die Chinesen sehr interessiert an dem günstigeren Blechferformungsverfahren. Da es jedoch in der Zwischenzeit zum Chinesisch-Sowjetischen Bruch gekommen war, erhielten die Chinesen nicht die Pläne für die Produktion der AKM.

Auf sich alleine gestellt rückentwickelten die Chinesen die Blechverformungstechnik. Dabei verwendeten sie allerdings kein Stahlblech von 1 mm Stärke wie die Sowjets mit einem leichten Schildzapfen nach Vorbild des AKM, sondern setzten auf 1,5 mm starkes Stahlblech mit dem massiveren Schildzapfen des RPK. Die so entstandene Waffe behielt die Bezeichnung Typ 56 bei.

Unterschied zur AKM

Zudem wurde auf die meisten Änderungen, welche die Sowjets beim AKM eingeführt hatten, nicht übernommen. So bleibt die Typ 56, wie die AK auch, für das Abgeben von präzisen Einzelschüssen, sowie für Feuerstöße aus dem Hüftanschlag optimiert. Die Typ 56 erfuhr keine der Änderungen, welche die AKM für das Abgeben von gezielten Feuerstößen aus dem Schulteranschlag heraus verbessern sollte.

  • Die Typ 56 behält den schweren Lauf der AK.
  • Die Typ 56 hat keine Hammerbremse.
  • Die Typ 56 hat Gasentlüftungslöcher im Gaskolbenführungsrohr.
  • Die Typ 56 hat einen nach unten abgewinkelten Kolben.
  • Die Typ 56 besitzt meist einen Holzpistolengriff mit Übergangsschelle.
  • Die Typ 56 behält die leicht bläuliche Brünierung.
  • Typ 56 ohne Klappbajonett nehmen Seitengewehre von Typ 6H2 auf und keine 6H4.
  • Das Visier der Typ 56 reicht von 100 bis 800 Meter.
  • Die Mündung der Typ 56 weißt entweder eine Gewindeschutzmutter oder gar kein Gewinde auf. Erst Modelle nach 1970 tragen vereinzelt Kompensatoren nach AKM Muster.

Durch diese Umstände stellt die Typ 56 einen Zwischenschritt zwischen AK und AKM dar. Leicht zu identifizieren ist eine Typ 56 an der Anordnung der Nieten über dem Magazinschloss. Unten, Oben, Oben bei der AKM. Unten, Oben, Mitte bei der Typ 56. Auch wird der Klappschaftblock bei der Typ 56-1 mit zwei Nieten im Gehäuse gehalten, beim AKM ist es nur eine.

Varianten

Von der Typ 58 gibt es in allen drei Stadien der Entwicklung eine Typ 56-1 genannte Variante mit Klappschaft nach Muster der AKS. Bei diesen fehlt oft das Klappbajonett. Von der Typ 56 geprägt gibt es zudem eine Variante mit auf die Seite klappbarer Schulterstütze die Type 56-2.

Ausländische Versionen

Der Iran fertigt mit der KL Serie Versionen der Typ 56 bei der Defense Industries Organization.

  • KLT (Typ 56)
  • KLS (Typ 56-1)
  • KLF (Typ 56-2)

Die iranischen Waffen lassen sich oft an der schwarzen Schäftung erkennen.

Albanien fertig mit der ASh-78 eine Version der Typ 56 in der staatlichen Waffenfabrik Uzina Mekanike.

Die albanischen Waffen lassen sich leicht an der fehlenden Delle über dem Magazinschloss erkennen.

Quellen