Schwarzpulver

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Zu Anfang der Feuerwaffenverbreitung war Schwarzpulver das einzige Treibladungspulver, welches zur Verfügung stand. Hierbei handelt es sich um ein einfaches Gemisch aus 75% Kaliumnitrat (Kalisalpeter), 10% Schwefel und 15% Holzkohlenstaub, wobei der Salpeter den Sauerstoffträger darstellt. Die Mischungen variieren geringfügig je nach Einsatzzweck.

Schwarzpulver ist ein leichtentzündliches, massenexplosionsgefährliches Pulver mit einer Abbrandgeschwindigkeit von 600 – 800 m/s. Heute nutzt man es fast nur noch in wenigen Platzpatronensorten. Aber auch einige Traditions- und Reenactmentvereine verwenden schwarzpulvergeladene Waffen für die Brauchtumspflege. Bei der Jagd wird es kaum genutzt, in den USA wird jedoch mit modernen Vorderladern gejagt. Doch auch heute werden manchmal alte Waffen die nur auf Schwarzpulverpatronen ausgelegt waren mit Originalladungen geführt. Militärisch kommt es nicht mehr zum Einsatz, da die Verwendung von Schwarzpulver starke Verschmutzungen von Waffe und indirekt des Schützen hervorruft. Ein hoher Rückstandsanteil von bis zu 54%, der sich zum Teil im Lauf absetzt, macht eine Waffe zudem unpräzise und unzuverlässig. Ferner kann aus militärischer Sicht die extreme Rauchentwicklung auch von Nachteil sein. Die Leistung unterschreitet auch die von Nitrozellulosepulver.


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