SMLE: Unterschied zwischen den Versionen

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(kein Unterschied)

Aktuelle Version vom 4. Februar 2011, 20:17 Uhr

DATEN
Hersteller: RSAF Enfield u.a.
Modell: SMLE
Kaliber: .303 British
Länge: 1130 mm
Gewicht: 3900 g
Lauflänge: 25.2" 640 mm
Kapazität Magazin: 10 Schuss
Anzahl Züge: links,5
Drall: 1:10
Abzugswiderstand: ?
Visierung: Lochkimme, Korn
Produktion: ab 1902

SMLE steht für Short Magazine Lee-Enfield Dem Standardgewehr der Britischen Streitkräfte von 1902 bis 1956.

Geschichte

Als Nachfolger des MLE (Magazine Lee-Enfield) kam 1902 das SMLE heraus. Das S steht für "short" und gibt an das der Lauf auf 25,2 Zoll (640mm) gekürzt wurde. In den Buren-Kriegen hatte sich gezeigt das die MLE den Mauser-Gewehren im Kaliber 8x57 mit denen die Buren ausgerüstet waren unterlegen war. So wurde das MLE weiterentwickelt.

Satt wie bisher ein langes Gewehr für die Infanterie und einen kurzen Karabiner für Kavallerie und Artillerie herzustellen entwickelte man ein Gewehr mittlerer Länge welche universell für alle Waffengattungen einzusetzen war. So wurde 1902 die .303 caliber, Rifle, Short, Magazine, Lee-Enfield, Mark I eingeführt.

1907 wurde eine verbesserte Version die .303 caliber, Rifle, Short, Magazine, Lee-Enfield, Mark III eingeführt. In den folgenden Jahren gab es weiter- und Paralellentwickungen wie z.B. das P13 aus dem das P-14 welches 1914 als Rifle, Magazine, .303, Pattern 1914 eine an das Mauser System angelehte Entwickung die besser für die Massenfertigung geeignet war eingeführt wurde.

1917 Wurde in den USA welche ja P-14 für Großbritannien herstellten auf die Patrone .30-06 umgerüstet und als US Rifle M1917 eingeführt.

Im ersten Weltkrieg zeigte sich das die SMLE MK.III ein gutes Gewehr war. Es war robust, schmutzunempfindlich, genau genug für gezielte Einzelschüsse, schnell genug für Salvenfeuer usw.. In den Kriegsjahren wurden ein paar vereinfachungen an der MK.III vorgenommen. So fehlte dann z.b. die Magazinabschaltung (magazine cutoff). Nach dem Krieg gab es ein paar Verbesserungen wie z.b. Lochkimmen auf dem System.

1922-24 wurde ein neues Gewehr SMLE MK.V entwickelt das über eine neue Dioptervisierung und andere Verbesserungen verfügte. Diese wurde weiterentwickelt und es entstand das SMLE Mk.VI welches weiter erprobt wurde. 1926 dann wurde das Wirrwar aus den verschiedenen MK.I,II,III,III* usw. aufgeräumt und die Waffen erhielten neue Bezeichnungen als Rifle, No. 1 MK ... 1931 Wurde dann das verändete Rifle No.1 Mk.VI .303 (war SMLE Mk.VI) als Rifle No.4 Mk.I getestet.

1939 als der Ausbruch des zweiten Weltkrieges bevorstand entschied man sich die Rifle No. 4 Mk.I herzustellen.

Die Familie der SMLE wurde u.a. bei der RSAF (Royal small arms factory) Enfield, der Fa. BSA und Parker-Hale in GB, Lithgow in Australien bis 1956 und Ishapore in Indien bis 1975 gefertigt.

Die Familie der SMLE Gewehre wurde 1956 durch das L1A1 (die von RSAF Enfield gebaute Variante des FAL) abgelöst. Jedoch blieb mit dem L42A1 Scharfschützengewehr bis in die achziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts ein SMLE in Diensten der Britischen Streitkräfte bis dieses durch das L96A1 abgelöst wurde.

Ausführungen

  • .303 caliber, Rifle, Short, Magazine, Lee-Enfield, Mark I (nach 1927: SMLE Mk.I)
  • .303 caliber, Rifle, Short, Magazine, Lee-Enfield, Mark III (nach 1927: Rifle, No.1 Mk.III)
  • .303 caliber, Rifle, Short, Magazine, Lee-Enfield, Mark III*
  • .303 caliber, Rifle, Short, Magazine, Lee-Enfield, Mark III E.Y.

Weiterentwicklungen:

  • Rifle, No.2 (Auf dem SMLE Mk.III basierenede Version in .22LR)
  • Rifle, No.3 Mk.I, Mk.I* (Rifle, Magazine, .303, Pattern 1914 (P-14))
  • US Rifle M1917 eine auf dem P-14 basierende Ausführung im Kaliber .30-06
  • Rifle, No.4 Mk.I, Mk.I*, Mk.II usw.
  • Rifle, No.5, Mk.I (Jungle Carbine)

u.v.m.

SMLE No4 MKI


Literatur

  • ROLFF, BERND: Im Dienste Ihrer Majestät, Journalverlag Schwend GmbH, Schwäbisch Hall

Weblinks