Platzpatrone

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Unter dem Begriff Platzpatrone versteht man eine Patrone ohne Geschoss. Die anderen Komponenten Hülse, Zündhütchen und Treibladung sind vorhanden. Die Platzpatrone ist am vorderen Ende üblicherweise so ausgestaltet, daß sie die Form einer vollständigen Patrone erhält, um Zuführstörungen zu vermeiden. Beim Abschuß platzt die Platzpatrone am vorderen Ende, aber es fliegen keine Teile davon. Somit kann relativ gefahrlos die Waffenhandhabung geübt werden.

Platzpatronen gibt es aus Metall (meist Messing, aber auch Aluminium) und aus Kunststoff.

Platzpatronen werden vor allem beim Militär eingesetzt, zivil ist es eher unüblich. Ausnahmen sind hier Schreckschusswaffen, die aktuell die Kaliber .22 short, .38 (Revolver) und 9mm Parabellum (Pistolen) verwenden während 8mm, .22lfB und .45 short praktisch ausgestorben sind. Man sagt, daß der Hauptgrund, warum das Militär so gerne mit Platzpatronen schießt, der Dreck ist, den die Rekruten danach wieder aus den Waffen putzen müssen.

Walther P22 mit Schreckschusspatronen

Dennoch dürfen Platzpatronen niemals unterschätz werden, der unter hohem Druck stehende Strahl aus heißen Gasen und verbrennenden Pulverteilchen kann auch aus mehreren Metern Entfernung vor allem an den Augen zu schweren Verletzungen führen, der laute Knall verursacht selbst auf freiem Feld Gehörschäden wenn kein Gehörschutz verwendet wird.