Pistole

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Beretta 92 FS Selbstladepistole

Eine Pistole ist eine Kurzwaffe bei welcher der einzigen Griff mit der Schusshand umschlossen wird. Die Heute am weitesten verbreiteten Varianten der Pistole sind die Selbstladepistole und der Revolver.


Varianten nach Zündsysteme

Luntenschlosspistole, waren die ersten Pistolen, da man nun die Lunte über den Abzug ans Zündloch bringen konnte und nicht mehr mit einer Hand die Waffe und mit der anderen die Lunte halten musste.

Radschlosspistole, diese seltenen aber für damalige Verhältnismäßig praktischen Waffen zündeten über eine vorgespanntes Rad, welches bei Schussabgabe über einen Pyritstein rieb und mit den so entstandenen Funkten zündete. Die kompliziert zu fertigenden Radschlösser machten die Waffen jedoch sehr teuer und störanfällig.

Steinschlosspistole, mit Waffen dieser Art fand die Pistole an sich das erste Mal weite Verbreitung. Die Verwendung von robusterem Feuerstein machte einen einfacheren und robusteren Mechanismus möglich.

Perkussionspistole, diese Waffen zünden nicht mehr, indem ein Feuerstein auf einem Eisen reibt, sondern mit fertigen Perkussionskapsen, welche durch einen Zündkanal mit der Hauptladung verbunden, hinten auf die Waffe gesetzt werden. Dies erlaubte schnelleres Nachladen und wetterunabhängige Zündung.

Papierpatronen Pistole, als die Zeit der Hinterlader anbrach, verstand man sich schnell auf die Verwendung von einem Verbund aus Treibsatz und Zündmittel. Die ersten dieser neuen Patronen bestanden aus Papier.

Radpatronen Pistole, da Papierpatronen in der Regel unverbranntes Papier in den Patronenkammer hinterließ, wechselte man recht schnell zu Metalhülsen, welche sich einfach aus dem Patronenkammern der Pistolen entfernen konnte. Dabei wird bei einer Randpatrone der Zündsatz im Rand der Patrone untergebracht.

Zentralfeuerpatronen Pistole, wie auch die Randfeuerpatronen Pistole verwendet diese Pistole Hülsen die ganz oder zum Teil aus Metall bestehen. Nur ist bei diesen der Zündsatz in Form eines Zündhürchens in der Mitte des Patronenbodens angebracht.


Varinaten nach Ladesystem

Hinterlader, diese Pistolen wurde noch mit einem Ladestock hin vorne beladen. Dies war so Zeitaufwändig, dass man oft mehrere Pistolen bei sich tragen musste, wenn man sich effektiv verteidigen wollte.

Steinschlosspistolen mit Wechselkammer, da die meisten Waffen dieser Zeit nur einschüssige und langsam zuladende Vorderlader waren, suchte man schon früh nach Alternative und fand diese vorerst in Steinschosspistolen mit wechselbaren Kammern. So konnte nach einem Schuss eine bereits vorgeladene Kammer, fertig mit Pulver und Kugel, gegen eine verschossene ausgetauscht werden. Jedoch waren diese Wechselkammern schwer und nicht Gasdicht.

Perkussionspistolen mit abschraubbaren Läufen, um den Ladevorgang zu vereinfachen, konnte man bei einigen Prekussionspistolen den Lauf abschrauben. So konnte man das Patronenlager direkt befüllen und den Lauf anschließen wieder aufschrauben. Die meisten Modelle hatten Ketten oder bewegliche Stangen an den Läufen, damit diese nicht verloren gingen.

Mehrläufige Pistolen, auf der Suche nach mehr Feuerkraft, wurden recht früh Pistolen mit mehreren Läufen gefertigt. Dabei zündeten diese, wie bei der Entenfußpistole, jedoch meist simultan. Abgesehen von wenigen Kleinstpistolen und Modellen für spezielle Anwendungen gelt Mehrläufige Pistolen heute als veraltet.

Pistolen mit rotierenden Läufen, eine frühe Form des Revolvers entstand, als mehrläufige Pistolen aufkamen, welche diese meist um eine Achse rotieren konnten, um eine gleichbleibende Abschussposition und damit eine bessere Präzision zu gewährleisten. Leider sorgten die bis zu sechs Läufe für zusätzliches Gewicht.

Revolver, diese Pistolen besitzen nicht mehrere komplette Läufe, sondern meist nur einen Lauf und bringen die zusätzlichen Ladungen in einer Trommel, Scheibe oder Kette unter. Damit war die erste richtige Mehrladepistole geschaffen, welche aus einem Lauf mehrere Schüsse abgeben konnte, ohne nachladen zu müssen. Frühe Revolver mussten nach jedem Schuss neu per Hand gespannt werden, moderne Modelle werden per Automatik oder Spannabzug schussbereit gemacht. Dieser Waffentyp gilt auch heute noch in machen Bereichen als die beste Wahl. Wegen seiner einfachen Bedienung und hohen Sicherheit wird er oft als Verteidigungswaffe empfohlen.

Repetierpistole, diese Pistolen erschienen kurz nach den Revolvern und benutzen ein Magazin als Mehrladeeinrichtung. Aus diesem werden per Feder nach und nach Patronen an einen Repetiermechanismus zugefgührt, welcher diesen in die Patronenkammer einführt und dort verriegelt. Repetierpistolen, müssen nach jedem Schuss von Hand fertiggeladen werden.

Selbstladepistole, diese Waffen benutzen Rückdruck, Rückstoß oder Gasdruck um den Ladevorgang durchzuführen. Dabei wird automatisch die verschossene Patrone entfernt und eine neue aus einer Mehrladeinrichtung, meist einem Magazin, zugeführt. Dieser Typ ist zusammen mit dem Revolver die Heute am weitesten verbreitete Art der Pistole. Allgemein bietet diese Waffe mit ihrer oft hohen Munitionskapazität zusammen mit der Komfortablen Bedienung die beste Lösung für die Verteidigung.

Reihenfeuerpistole, diese Waffen haben den gleichen Funktionsumfang wie die Selbstladepistole nur sind sie zudem in der Lade Dauerfeuer abzugeben. Um dies zu tun benötigen sie lediglich einen Unterbrecher, welcher der Abzungsgruppe mechanisch mitteilt, dass der Verschluss oder Schlitten, in der vordersten Position sicher verriegelt hat. Diese Pistolen werden meist nur vom Militär und Sondereinheiten getragen, ihr Wert für die persönliche Verteidigung wird wegen der schlechter Stabilität bei Dauerfeuer und des hohen Munitionsverbrauchs stark in Zweifel gezogen.