Munitionsanmeldung

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Mit dem neuen Waffengesetz in Deutschland wurde neben dem Erwerb auch der Besitz von Munition erlaubnispflichtig. Für die bis dahin legal besessene Munition wurde eine Munitionsanmeldung nach § 58 Abs.1 WaffG gefordert.

Die Frist für die Anmeldung der vor dem Inkrafttreten des Gesetzes legal besessenen Munition endete am 31. August 2003. In den vorläufigen Vollzugshinweisen des Bundesministeriums für Inneres wird unter Ziffer 10 dargelegt, das eine Anzeigepflicht nur für Munition gelte, die bisher ohne Erlaubnis erworben wurde, oder für Fälle des Munitionserwerbs vor dem 1. Januar 1973. Weiter ist das BMI der Auffassung, dass auch die Stückzahl und das Kaliber gemeldet werden musste. Das Forum Waffenrecht war der Auffassung, dass wie im Gesetz gefordert nur die Munitionsart gemeldet werden müsse, also Patronenmunition, Kartuschenmunition, hülsenlose Munition und pyrotechnische Munition. Eine Meldung des Kalibers oder der Stückzahl widerspräche dem Gesetzestext und auch in Bayern wäre vom Staatsministerium für Inneres in einem Rundschreiben die Meldung ohne Stückzahlen oder Kaliberangabe gefordert worden.

Für die Munitionsanmeldung wurden z. B. vom Forum Waffenrecht und vom Verband für Waffentechnik und -geschichte Musterformulare für die Munitionsanmeldung verfasst.

Eine Munitionsanmeldung war dann notwendig, wenn man Munition berechtigt erworben hatte, mit dem Inkrafttreten des neuen Waffengesetzes aber keine Erwerbsberechtigung mehr besaß (diese gilt nach neuem Recht als Erlaubnis für den Besitz fort). Möglich ist dies wenn man Munition für eine Waffe erworben hat, diese zwischenzeitlich verkauft und somit auch die Erwerbserlaubnis für die zugehörige Munition nicht mehr besitzt. Aber auch wenn man Munition schon vor dem 1. Januar 1973 erworben hatte oder für durch eine Erbschaft erworbene Munition. Auch die nach alten Waffengesetz frei ab 18 Jahren erwerbbare Munition 4mm M20 musste gemeldet werden wenn man sich keine Erlaubnis ausstellen ließ. Auch in anderen Fällen konnte eine Munitionsanmeldung sinnvoll sein, da sie unbefristet den weiteren Besitz der gemeldeten Munition gestattet.


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