Maschinenkarabiner: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Maschinenkarabiner''' (kurz MKb) ist eine heute kaum noch übliche [[Waffentechnik|waffentechnische]] Bezeichnung mit mehreren Bedeutungen.
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'''Maschinenkarabiner''' (kurz MK später MKb) ist eine heute kaum noch übliche [[Waffentechnik|waffentechnische]] Bezeichnung mit mehreren Bedeutungen.
  
Ursprünglich bezeichnete '''Maschinenkarabiner''' eine Langwaffe eingerichtet zum verschießen von [[Pistolenmunition]]. Also eine Art halbautomatische [[Maschinenpistole]], meist für den Gebrauch bei Behörden.
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Ursprünglich bezeichnete '''Maschinenkarabiner''' eine [[Selbstlader|selbstladende]] [[Langwaffe]] eingerichtet zum verschießen von [[Pistolenmunition]]. Quasi halbautomatische [[Maschinenpistole]]n, meist für den Gebrauch bei Behörden.
  
Das wohl bekannteste Beispiel für einen echten Maschinenkarabiner ist der schweizerische [[SIG]] Maschinen-Karabiner Polizei Oben ([[MKPO]]). Dieser feuerst die Patrone 9x25mm Mauser im halbautomatischen Feuer.
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Später wurde der Begriff vor allem von schweizerischen Waffenentwicklern verwendet, da die Schweizer Armee keine Maschinenpistolen einführen wollte und man hoffe, durch die Verwendung eines anderen Namen diese täuschen zu können. Das wohl bekannteste Beispiel ist der [[SIG]] '''M'''aschinen-'''K'''arabiner '''M'''ilitär Hülsenauswurf '''O'''ben ([[MKMO]]). Dieser feuerst die Patrone 9x25mm Mauser.
  
Der Begriff wurde aber auch benutzt, um die in der Weimarer Republik neu entwickelten Maschinenpistolen und [[Proto-Sturmgewehr|Proto-Sturmgewehre]] zu tarnen. Da es Deutschland durch den Versailler Vertrag verboten war, an Maschinenpistolen zu arbeiten. Heinrich Vollmer nannte ursprüngliche seine neu entwickelte Waffe die [[Vollmer 1935/2|Vollmer 1935/2]] eine [[Schwere Maschinenpistole]]. Wegen der Beschränkungen des Versailler Vertrag welcher der Weimarer Republik die Entwicklung von Maschinenpistolen untersagte, wurde die Waffe in Maschinenkarabiner umbenannt, obwohl die voll automatisches Feuer abgeben konnte und für eine [[Mittelpatrone]] eingerichtet war.
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Eine zusätzliche Bedeutung bekam das Wort '''Maschinenkarabiner''' in Verbindung mit den deutschen [[Proto-Sturmgewehr]]en. Die zunächst als [[Schwere Maschinenpistole|Schwere Maschinenpistolen]] bezeichneten neuen Waffen wurden in '''Maschinenkarabiner''' umbenannt, da das Wort Maschinenpistole als zu irreführen empfunden wurde. Die bekanntesten Modelle sind der Maschinenkarabiner 42 Haenel ([[MKb.42 (h)]]) und der Maschinenkarabiner 42 Walther ([[MKb.42 (w)]]). Während der Erprobung an der Front wurden die Maschinenkarabiner jedoch wieder in MP42A und MP42B umbenannt, um den neuen Waffentyp vor den Alliierten zu verbergen.
 
 
Auch als die Beschränkungen zunehmen ignoriert wurden behielt man den Namen Maschinenkarabiner für die frühen Sturmgewehre bei. So auch bei Maschinenkarabiner 42 von Walter ([[MKb.42(w)]]) und Haenel ([[MKb.42(h)]]), bevor diese aus politischen Gründen in MP.43A und MP.43B umbenannt wurden.
 
  
 
Zwischenzeitlich war das Wort in den 1970er Jahren in Gebrauch um sehr kurze [[Sturmgewehr|Strumgewehre]], wie die [[AKS-74U]] oder das [[CAR-15 SMG]] zu beschreiben.
 
Zwischenzeitlich war das Wort in den 1970er Jahren in Gebrauch um sehr kurze [[Sturmgewehr|Strumgewehre]], wie die [[AKS-74U]] oder das [[CAR-15 SMG]] zu beschreiben.
  
 
Aktuell wird das Wort nur noch als Teil der [[Antimaterial Maschinenkarabiner]] verwendet.
 
Aktuell wird das Wort nur noch als Teil der [[Antimaterial Maschinenkarabiner]] verwendet.
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[[Kategorie:Begriffserklärung]]

Version vom 25. Mai 2020, 01:39 Uhr

Maschinenkarabiner (kurz MK später MKb) ist eine heute kaum noch übliche waffentechnische Bezeichnung mit mehreren Bedeutungen.

Ursprünglich bezeichnete Maschinenkarabiner eine selbstladende Langwaffe eingerichtet zum verschießen von Pistolenmunition. Quasi halbautomatische Maschinenpistolen, meist für den Gebrauch bei Behörden.

Später wurde der Begriff vor allem von schweizerischen Waffenentwicklern verwendet, da die Schweizer Armee keine Maschinenpistolen einführen wollte und man hoffe, durch die Verwendung eines anderen Namen diese täuschen zu können. Das wohl bekannteste Beispiel ist der SIG Maschinen-Karabiner Militär Hülsenauswurf Oben (MKMO). Dieser feuerst die Patrone 9x25mm Mauser.

Eine zusätzliche Bedeutung bekam das Wort Maschinenkarabiner in Verbindung mit den deutschen Proto-Sturmgewehren. Die zunächst als Schwere Maschinenpistolen bezeichneten neuen Waffen wurden in Maschinenkarabiner umbenannt, da das Wort Maschinenpistole als zu irreführen empfunden wurde. Die bekanntesten Modelle sind der Maschinenkarabiner 42 Haenel (MKb.42 (h)) und der Maschinenkarabiner 42 Walther (MKb.42 (w)). Während der Erprobung an der Front wurden die Maschinenkarabiner jedoch wieder in MP42A und MP42B umbenannt, um den neuen Waffentyp vor den Alliierten zu verbergen.

Zwischenzeitlich war das Wort in den 1970er Jahren in Gebrauch um sehr kurze Strumgewehre, wie die AKS-74U oder das CAR-15 SMG zu beschreiben.

Aktuell wird das Wort nur noch als Teil der Antimaterial Maschinenkarabiner verwendet.