Maschinenkarabiner

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Maschinenkarabiner (kurz MK später MKb) ist eine heute kaum noch übliche waffentechnische Bezeichnung mit mehreren Bedeutungen.

Ursprünglich bezeichnete Maschinenkarabiner eine selbstladende Langwaffe eingerichtet zum verschießen von Pistolenmunition. Quasi halbautomatische Maschinenpistolen, meist für den Gebrauch bei Behörden.

Später wurde der Begriff vor allem von schweizerischen Waffenentwicklern verwendet, da die Schweizer Armee keine Maschinenpistolen einführen wollte und man hoffe, durch die Verwendung eines anderen Namen diese täuschen zu können. Das wohl bekannteste Beispiel ist der SIG Maschinen-Karabiner Militär Hülsenauswurf Oben (MKMO). Dieser feuerst die Patrone 9x25mm Mauser.

Eine zusätzliche Bedeutung bekam das Wort Maschinenkarabiner in Verbindung mit den deutschen Proto-Sturmgewehren. Die zunächst als Schwere Maschinenpistolen bezeichneten neuen Waffen wurden in Maschinenkarabiner umbenannt, da das Wort Maschinenpistole als zu irreführen empfunden wurde. Die bekanntesten Modelle sind der Maschinenkarabiner 42 Haenel (MKb.42 (h)) und der Maschinenkarabiner 42 Walther (MKb.42 (w)). Während der Erprobung an der Front wurden die Maschinenkarabiner jedoch wieder in MP42A und MP42B umbenannt, um den neuen Waffentyp vor den Alliierten zu verbergen.

Zwischenzeitlich war das Wort in den 1970er Jahren in Gebrauch um sehr kurze Strumgewehre, wie die AKS-74U oder das CAR-15 SMG zu beschreiben.

Aktuell wird das Wort nur noch als Teil der Antimaterial Maschinenkarabiner verwendet.

Quellen