Maschinenkarabiner

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Maschinenkarabiner (kurz MKb) ist eine heute kaum noch übliche waffentechnische Bezeichnung mit mehreren Bedeutungen.

Ursprünglich bezeichnete Maschinenkarabiner eine Langwaffe eingerichtet zum verschießen von Pistolenmunition. Also eine Art halbautomatische Maschinenpistole, meist für den Gebrauch bei Behörden.

Das wohl bekannteste Beispiel für einen echten Maschinenkarabiner ist der schweizerische SIG Maschinen-Karabiner Polizei Oben (MKPO). Dieser feuerst die Patrone 9x25mm Mauser im halbautomatischen Feuer.

Der Begriff wurde aber auch benutzt, um die in der Weimarer Republik neu entwickelten Maschinenpistolen und Proto-Sturmgewehre zu tarnen. Da es Deutschland durch den Versailler Vertrag verboten war, an Maschinenpistolen zu arbeiten. Heinrich Vollmer nannte ursprüngliche seine neu entwickelte Waffe die Vollmer 1935/2 eine Schwere Maschinenpistole. Wegen der Beschränkungen des Versailler Vertrag welcher der Weimarer Republik die Entwicklung von Maschinenpistolen untersagte, wurde die Waffe in Maschinenkarabiner umbenannt, obwohl die voll automatisches Feuer abgeben konnte und für eine Mittelpatrone eingerichtet war.

Auch als die Beschränkungen zunehmen ignoriert wurden behielt man den Namen Maschinenkarabiner für die frühen Sturmgewehre bei. So auch bei Maschinenkarabiner 42 von Walter (MKb.42(w)) und Haenel (MKb.42(h)), bevor diese aus politischen Gründen in MP.43A und MP.43B umbenannt wurden.

Zwischenzeitlich war das Wort in den 1970er Jahren in Gebrauch um sehr kurze Strumgewehre, wie die AKS-74U oder das CAR-15 SMG zu beschreiben.

Aktuell wird das Wort nur noch als Teil der Antimaterial Maschinenkarabiner verwendet.