Leuchtpunktvisier: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 27. Mai 2011, 12:58 Uhr

Das Leuchtpunktvisier, auch Rotpunktvisier oder Red Dot Sight ist eine optoelektrische Zielhilfe sowohl für Kurz- als auch für Langwaffen. Das Rotpunktvisier hat die Visiertechnik revolutioniert, da nicht mehr 4 Elemente (Auge – Kimme – Korn – Ziel) in eine optisch Achse gebracht werden müssen, sondern nur noch Auge – Rotpunkt – Ziel. Weiterhin ist ein Vorteil, dass man den roten Punkt und das Ziel gleichzeitig scharf sehen kann (Achtung: Beim Benutzen das Auge stets auf das Ziel fokussieren, sonst ist der Leuchtpunkt unscharf!) – beim System Kimme/Korn kann man nur entweder Ziel, Kimme oder Korn scharf sehen. Beim Zielen können beide Augen geöffnet bleiben , wodurch die Zielaufnahme beschleunigt wird , zugleich der Umgebungsbereich rund um das Ziel beobachtet werden kann > sehr grosses Gesichtsfeld und der Schütze einen dreidimensionalen Wahrnehmungseindruck hat.

Technik

Der Leuchtpunkt wird durch eine batteriegespeiste Lichtquelle (Leuchtdiode) innerhalb des Visiers erzeugt und auf eine halbdurchlässige Linse eingespiegelt. So entsteht der Eindruck, dass der rote Punkt direkt auf das Zielbild projiziert wird. Da dies aber nur virtuell der Fall ist, sind Leuchtpunktvisiere im Gegensatz zu Ziellasern in Deutschland frei erhältlich. Die Leuchtstärke ist regelbar , um je nach Lichtverhältnissen von Umgebung und dem Ziel selbst einen optimalen Kontrast sicher zu stellen , z.B. im hellen Sonnenschein (leuchtstarker Zielpunkt) <=> in der Dämmerung (leuchtschwacher Zielpunkt , damit das Ziel nicht überstrahlt wird). Da Leuchtpunktvisiere in der Regel nicht vergrössern, sind diese parallaxenfrei. Die Grösse des projizierten Leuchtpunktes ist fix , also nicht verstellbar. Für Kurzwaffen oder Büchsen bei Bewegungsjagden auf nahe Distanzen ist der Leuchtpunkt rel. gross, für eine schnelle Zielannahme und einen schnellen Schuß. Für grössere Entfernungen und präzisere Schüsse ist der Leuchtpunkt deutlich kleiner.

Anwendungen

  • Sicherheitskräfte und Armeen – für den schnellen, sicheren Schuss
  • Jäger – z.B. für die Drückjagd
  • Sportschützen – z.B. beim IPSC
  • Scharfschützen für die US-Army
  • Softairwaffen