Lademethode

Aus WaffenWiki
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Die Lademethode bestimmt, wie und wann eine Waffe geladen wird. Die Lademethode sollte nicht mit dem Ladeprinzip verwechselt werden, dieses bestimmt, wer oder was die Waffe lädt.

Bei Handfeuerwaffen ohne Magazin handelt es sich in der Regel um:

  • Einzellader mit Ausrücker, die leere Patronenhülse wird beim manuellen öffnen der Waffe ein Stück aus dem Patronenlager heraus gerückt, damit der Schütze dieser besser greifen und entfernen kann.
  • Einzellader mit Auswerfer, die leere Patronenhülse wird beim manuellen öffnen der Waffen komplett aus dem Patronenlager ausgeworfen, so muss der Schütze nur noch eine neue Patrone nachladen.
  • Halbautomat, nach dem Schuss wird die leere Patronenhülse automatisch ausgeworfen aber keine neue Patrone in das Patronenlager zugeführt. Die Waffe bewerkstelligt die Hälfte Nachladevorganges selbstständig.

Bei Handfeuerwaffen mit Magazin handelt es sich in der Regel um:

  • Mehrlader, beim Öffnen des Verschlusses durch den Schützen werden leere Patronenhülsen ausgezogen und ausgeworfen, durch das schließen werden frische Patronen aus dem Magazin in das Patronenlager eingeführt.
  • Mehrlader mit Öffnungsfeder, das Öffnen des Verschlusses und das aufwerfen der Patronenhülse geschieht durch eine, beim schließen durch den Schützen gespannte, Feder.
  • Mehrlader mit Schließfeder, das Schließen des Verschlusses und das zuführen der Patrone geschieht durch eine, beim öffnen durch den Schützen gespannte, Feder.
  • Selbstlader, bei dieser Form des Automaten, muss der Schütze den Abzug nach einem abgegebenen Schuss freigeben, bevor erneut ein Schuss abgegeben werden kann.
  • Schnellfeuerwaffe, bei dieser Form des Automaten kann der Schütze den Abzug abgekrümmt lassen und die Waffe wird solange Schüsse abgeben, bis der Schütze den Abzug freigibt oder das Magazin leer ist.
  • Wahlfeuerwaffe, dieser Typ kombiniert Selbstlader und Schnellfeuerwaffe. Durch einen Schalter kann man zwischen den Feuermodi Einzelfeuer, Stoßfeuer und Dauerfeuer wählen.

Für Handfeuerwaffen, bei denen die Patronenzufuhr nicht durch ein Magazin, sondern durch einen Patronengurt gelöst wurde, gelten die gleichen Bezeichnungen.

Äquivalenten

Auch mehrschüssige Feuerwaffen, die nicht zu den Ladern zählen, können verschiedene Systeme aufweisen, mit welchen die wieder feuerbereit werden können. Die häufigste Form Form stellen Waffen dar, welche über vorgeladene Patronenkammer verfügen. Dabei kann es sich um Patronenblöcke wie bei Trommel-Revolvern handeln oder um Bewegliche Laufblöcke. Hier gilt die so genannte Transportmethode. Bei dieser gibt es starke Überschneidungen mit dem Ladeprinzip.

  • Handtransport, der Schütze muss die beweglicher Kammer per direkter Berührung in Abschussposition drehen oder schieben.
  • Hahntransport, der Schütze bringt die bewegliche Kammer indirekt in Abschussposition, durch das Spannen des Hahns.
    Einfacher Abzug, der Schütze spannt den Hahn direkt, indem er diesen berührt.
    Spannabzug, der Schütze spannt den Hahn indirekt, indem er den Abzug abkrümmt (eng. Double action). Spannabzüge können oft optional auch am Hahn gespannt werden.
  • Pumptransport, der Schütze bringt die bewegliche Kammer in Abschussposition durch eine Pumpbewegung zb. am Vorderschaft.
  • Unterhebeltransport, der Schütze bringt die bewegliche Kammer in Abschussposition durch ein Ausschwenken einen Hebels.
  • Automatiktransport, die Waffe ist in der Lage die Patronenkammer selbstständig in Abschussposition zu bringen. Dazu nutzt sie Gasdruck oder den Rückstoß. zb. Automatik Revolver wie der Webley Fosbery
  • Selbsttransport, der Schütze muss den Abzug der Waffe nach jedem abgegebenen Schuss freigeben, bevor ein weiterer Schuss abgegeben werden kann.
  • Schnellfeuertransport, die Waffe gibt so lange Schüssen ab, bis der Schütze den Abzug freigibt oder alle Patronenkammern oder Läufe keine frischen Patronen mehr enthalten.
  • Fremdtransport, die bewegliche Kammer wird von einer dritten Kraft bewegt, welche nicht die Muskelkraft des Schützen ist oder aus der Treibladung resultiert.
  • Federtransport, die bewegliche Kammer wurde gegen eine Feder aufgezogen, welche vor oder nach dem Schuss die Kammer in Abschuss position bringt.
  • Motortransport, die bewegliche Kammer wird von einem Motor bewegt, welcher vor oder nach dem Schuss die Kammer in Abschuss position bringt.

Zusätzlich existiert bei Patronenblock- und Laufblock-Waffen ein Äquivalent zu halbautomatischen Magazinwaffen. Dabei wird ein Teil der Pulvergase des Schusses benutzt, um eine Patronenhülse auszuwerfen. Dies kann sowohl die Hülse des aktuell abgegebenen Schusses sein, als auch die Hülse aus der zuvor verschossenen Kammer.

Quellen