John Moses Browning

Aus WaffenWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Baustelle Achtung: Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung. Eine inhaltliche Begründung befindet sich auf der Diskussionsseite. Wenn du Lust hast, verbessere den Artikel und entferne anschließend diesen Baustein.

John Moses Browning (* 21. Januar 1855 in Ogden, Utah, USA, † 26. November 1926 in Liege, Belgien) erlangte im Laufe seines Lebens 128 Patente zur Waffentechnik. Er war seit dem 10. April 1879 mit Rachel Theresa Child verheiratet. 1880 gründete Browning mit Hilfe seiner Brüder eine Waffenfabrik. Ab dem 28. März 1887 ging Browning für zwei Jahre als Missionar für die Mormonen nach Georgia.

Vater Jonathan Browning hatte eine Büchsenmacherei bzw. ein Waffengeschäft in Ogden. Er war einer der tausenden mormonischen Pioniere die um ihr Leben 1846/47 aus Nauvoo/Illinois ins Salzseetal in Utah flohen. Er war ein begeistertes Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die heute noch ihren Hauptsitz im heutigen SaltLakeCity haben.

John Moses Browning baute im Oktober 1869 aus Ersatzteilen eine Büchse für den Geburtstag seines Bruders. Im Frühjahr 1878 begann er mit der Arbeit an seiner ersten Einzelladerbüchse. Die Anmeldung zum Patent der Einzelladerbüchse wurde am 12. Mai registriert, am 7. Oktober 1879 wurde es als U.S. Patent 220.271 erteilt.

Patente

Die Anmeldung für das Patent einer Kammerstengelrepetierbüchse mit Röhrenmagazin wurde am 20. März 1882 registriert; das U.S. Patent 261.667 wurde ihm am 25. Juli 1882 für die Repetierbüchse erteilt. Am 13. September 1882 meldete er das Patent für Unterhebelrepetierer mit Röhrenmagazin und außenliegendem Hammer an.

Im Frühjahr 1883 schloss Browning eine Allianz mit T. G. Bennet, Vize Präsident und Geschäftsführer von Winchester. Die Rechte am Einzellader gingen dadurch an Winchester. Diese Büchse wurde unter dem Namen Winchester 1885 bekannt. Am 26. Mai 1884 meldete Browning ein Patent für einen weiteren Unterhebelrepetierers an, das ihm im Oktober 1884 mit der Patent Nummer. 306,577 für den neuen Repetierer erteilt wurde. John und sein Bruder Matt reisten nach New Haven um die Waffe auszuliefern. Die Waffe wurde als Winchester 1886 legendär.

Am 16. Februar 1886 wurde Browning das Patent 336.287 für eine als Unterhebelrepetierer ausgelegte Schrotflinte erteilt. Diese wurde als Winchester Modell 1887 bekannt und war die erste funktionierende Repetierflinte.

Am 13. Dezember 1887 meldete er einen Vorderschaftrepetierers im Kaliber .22 zum Patent, das ihm am 26. Juni 1888 als Patent 385.238 erteilt wurde. Die Waffe kommt unter dem Namen Modell 1890 auf den Markt und wurde ein sehr großer Erfolg.

Im Herbst 1889 begann Browning mit der Entwicklung erster Modelle, die expandierende Gase für den Repetiervorgang der Waffe nutzten. Die Entwicklung brachte er am 6. Januar 1890 zur Patentanmeldung für das Prinzip der Gasdrucklader.

Am 30. Juni 1890 meldete er ein Patent für einen Vorderschaftrepetierer an. Die Vermarktung erfolgte unter den Namen Winchester Modell 1897 und Modell 1898. Am 3. August 1891 folgten Patentanmeldung von zwei verschiedenen Gasdruckladern.

Am 7. November 1892 meldete Browning ein vollautomatisches Maschinengewehr zum Patent an. Das Colt Modell 1895 bekam im Spanisch-Amerikanischen Krieg den Namen „Peacemaker“ (dt: Friedensbringer).

Mit seiner Patentanmeldung vom 19. Januar 1894 für eine Waffe, die unter dem Namen Winchester Modell 1894 die erste Sport-Repetierwaffe mit rauchschwachen Pulver wurde, gelingt einer der größten Erfolge von Winchester.

Am 19. November 1894 meldete Browning einen Unterhebelrepetierer mit festem Kastenmagazin zum Patent an. Diese Entwicklung war speziell für Munition mit spitzen Geschossen gedacht, die im Röhrenmagazin wegen einer möglichen Selbstzündung zu gefährlich waren. Produktbezeichnung Winchester Modell 1895. Am 14. September 1895 meldete er das Patent einer halbautomatischen Pistole an. Am 31. Oktober 1896 folgete die Anmeldung von drei Pistolen mit beweglichem Schlitten.

Ein Vertrag zwischen Browning und der Fabric Nationale vom 17. Juli 1897 sichert dieser das Recht, eine Pistole mit beweglichem Schlitten im Kaliber .32 für den Markt außerhalb der USA zu bauen. Die Produktion beginnt 1899.

Colt brachte im Februar 1900 eine von Browning entworfene halbautomatische Pistole auf den Markt. Dies war die erste halbautomatische Pistole in den USA.

Am 8. Februar 1900 meldete Browning die ersten vier Patente der Selbstladeflinte an. Der Produktionsstart bei FN: 1903, bei Remington Arms: 1905.

Die erste Großkaliber Selbstladebüchse erhielt am 6. Oktober 1900 das Patent 659.786. Die Produktionsrechte für die USA erhielt Remington und 1906 erscheint die Büchse als das Modell 8.

Seine Chronologie im Einzelnen:

16. Juli 1901 Browning übergibt Colt eine halbautomatische Pistole, welche von Colt sofort akzeptiert wird. Erstmals kann eine Pistole in preislicher Hinsicht mit den Revolvern dieser Zeit konkurrieren.

Januar 1902 Die Meinungsverschiedenheiten über die mögliche öffentliche Akzeptanz der Selbstladeflinte führen zum Bruch zwischen T.G. Bennet und J.M. Browning, welcher die neunzehnjährige Zusammenarbeit beendete.

8. Januar 1902 Eine Verabredung mit Mr. Marcellus Hartley von Remington wird getroffen. Diesem soll die neue Selbstladeflinte vorgestellt werden. Die Verabredung muss aber abgesagt werden, da Hartley noch an diesem Nachmittag verstirbt.

Februar 1902 Mit seiner Selbstladeflinte im Gepäck tritt Browning seine erste Reise über den Atlantik an. Er möchte die Flinte der FN anbieten.

24. März 1902 Browning und FN unterzeichnen einen Vertrag, der FN die weltweiten Exklusivrechte an der Produktion und der Vermarktung der Selbstladeflinte sichert.

10. Juli 1902 Patentanmeldung einer Vorderschaftrepetierflinte, die als Stevens Model 520 heraus kommt.

Sommer 1903 Auf Forderung von FN entwickelt Browning eine 9 Millimeter Pistole für den militärischen Bereich.

1904 Angesichts der hohen Einfuhrzölle in die USA tritt FN die Produktions und Vermarktungsrechte der Selbstladeflinte an Remington ab.

21. Juni 1909 Patentanmeldung für eine halbautomatische Pistole im Kaliber .25. Diese wird sowohl von FN und Colt produziert als auch verkauft. Von 1955 bis 1969 wird diese Pistole Teil der Browning Arms Produktfamilie.

17. Februar 1910 Patentanmeldung einer halbautomatischen Pistole im Kaliber .45. Diese wird für fast 75 Jahre die offizielle Seitenwaffen der US-Streitkräfte.

26. November 1910 Patentanmeldung einer Vorderschaftrepetierflinte, die später als Remington Modell 17 verkauft wird. Dies war Browning letzte Repetierflinte.

6. Januar 1914 Patente für eine halbautomatische Büchse im Kaliber .22 werden erteilt. Remington produziert diese unter dem Namen Model 24.

27. Februar 1917 Erste öffentliche Vorführung eines schweren Maschinengewehrs im Kaliber .30 auf dem Kongresshügel in Washington, D.C.

Juli 1917 Erste Entwicklungsarbeiten an einem Maschinengewehr im Kaliber .50. Zum ersten Weltkrieg wird diese Waffe nicht fertig, spielt aber im zweiten Weltkrieg und im Korea Krieg eine große Rolle.

1. August 1917 Patentanmeldung für die Browning Automatic Rifle. Die B.A.R wurde erstmalig 1918 zu Kamfeinsätzen geführt.

26. July 1919 Patentanmeldung für eine .22er Vorderschaftrepetierbüchse, welche exklusiv bei FN produziert wurde.

Frühjahr 1921 Erste Arbeiten an einer 37 Millimeter Flugzeugkanone.