Gunning-Kruger-Effekt: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Gunning-Kruger-Effekt''' (zusammen gesetzt aus Gun und Dunning-Kruger-Effekt) ist ein Phänomen, welches das besonders häufige Auftreten des Dunning-Kruger-Effektes im Bereich der [[Waffenkunde]] bezeichnet.
 
Der '''Gunning-Kruger-Effekt''' (zusammen gesetzt aus Gun und Dunning-Kruger-Effekt) ist ein Phänomen, welches das besonders häufige Auftreten des Dunning-Kruger-Effektes im Bereich der [[Waffenkunde]] bezeichnet.
  
Eine Person, welche unter dem '''Gunning-Kruger-Effekt''' leidet, ist der Meinung, dass sie sehr viel Kenntnis im Bereich der [[Waffentechnik]] und [[Waffenhistorie]] besitzt, ob wohl sie realistisch betrachtet über nur sehr geringe Kenntnisse verfügt.
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Eine Person, welche unter dem '''Gunning-Kruger-Effekt''' leidet, ist der Meinung, dass sie umfassende Kenntnis im Bereich der [[Waffentechnik]] und [[Waffenhistorie]] besitzt, ob wohl sie realistisch betrachtet über nur sehr geringes Wissen verfügt. Dabei sorgt diese Selbstüberschätzung immer wieder für unangenehme Situationen, da Betroffene meist ein starkes Sendungsbewusstsein sowie Mitteilungsbedürfnis haben. In Folge dessen meinen Betroffene oft andere belehren zu müssen, auch wenn diese weitaus kompetenter sind als sie selbst.
  
 
===Ursachen===
 
===Ursachen===
  
Das der Dunning-Kruger-Effekt im Bereich der Waffenkunde besonders häufig auftritt hat unter anderem folgende Ursachen:
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Dass der Dunning-Kruger-Effekt im Bereich der Waffenkunde besonders häufig auftritt, hat unter anderem folgende Ursachen:
  
*'''Wissen der Durchschnittsbevölkerung''': In Deutschland gehört Waffenkunde nicht zum Allgemeinwissen. Jemand der sich auch nur wenig mit dem Thema beschäftigt, verfügt schnell über mehr Ahnung als der Durchschnitt. Dies führt oft zu der fälschlichen Annahme man sei besonders bewandert.
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*'''Wissen der Durchschnittsbevölkerung''': In Deutschland gehört Waffenkunde nicht zum Allgemeinwissen. Jemand der sich auch nur wenig mit dem Thema beschäftigt, verfügt schnell über mehr Wissen als der Durchschnitt. Dies führt bei Betroffenen oft zu der fälschlichen Annahme sie seien auf dem Gebiet besonders bewandert.
  
*'''Zu wenig ehrliches [[Fachpersonal]]''': In Deutschland gibt es nur wenig Fachpersonal wie [[Büchsenmacher]]. Zudem treten diese meist in der Form eines Dienstleister auf, welche dem Kunden gegenüber stets freundlich gegenüber auftreten. Dieser seltene Kontakt und die verzeihende Art erweckt in machen den Eindruck, sie hätten Ahnung vom Thema.  
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*'''Zu wenig ehrliches [[Fachpersonal]]''': In Deutschland gibt es nur wenig Fachpersonal wie [[Büchsenmacher]]. Zudem treten diese meist in der Form eines Dienstleisters auf, welche dem Kunden gegenüber stets freundlich gegenüber auftreten. Dieser seltene Kontakt und die verzeihende Art des Fachpersonals erwecken bei manchen Betroffenen den Eindruck, sie hätten sehr viel Ahnung vom Thema.  
  
*'''Zu wenige echte Experten''': Echte Experten im Bereich Waffenkunde sind leider rar gesägt. So gibt es nur eine Handvoll [[Militärhistoriker]] mit dem Schwerpunkt [[Handfeuerwaffen]] in Deutschland. Ein Kontakt kommt so gut wie nie zustande. Dies erweckt in vom Gunning-Kruger-Effekt Betroffenen den Eindruck sie seien die Experten.
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*'''Zu wenige echte Experten''': Echte Experten im Bereich Waffenkunde sind leider rar gesät. So gibt es nur eine Handvoll [[Militärhistoriker]] mit dem Schwerpunkt [[Handfeuerwaffen]] in Deutschland. Ein Kontakt kommt so gut wie nie zustande. Dies erweckt beim vom Gunning-Kruger-Effekt Betroffenen den Eindruck, Er sei der Experte.
  
*'''Hören Sagen''': Auch wenn Waffenkunde nicht zur hiesigen Allgemeinbildung gehört, so gibt es doch eine gewisse Masse an Binsenweisheiten, Gerüchten und Mythen im Bereich Waffenkunde. Diese werden zwar immer wieder wiederholt aber entsprechen nicht immer den Tatsachen. Oft werden vor allem die Mythen von Gunning-Kruger-Effekt Betroffenen regelrecht aufgesogen und bei jeder Gelegenheit noch mal wiederholt.
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*'''Offene Ohren für Hören Sagen''': Auch wenn Waffenkunde nicht zur hiesigen Allgemeinbildung gehört, so gibt es doch eine gewisse Masse an Binsenweisheiten, Gerüchten und Mythen zum Thema. Diese werden zwar immer wieder wiederholt aber entsprechen oft nicht den Tatsachen. Für gewöhnlich werden diese Mythen von Gunning-Kruger-Effekt Betroffenen regelrecht aufgesogen und bei jeder Gelegenheit wiedergegeben.
  
*'''Etwas schriftliches''': Leider herrscht, vor allem in deutschen Kulturraum, oft eine blindes Vertrauen in Schriftstücke. So halten sich Gunning-Kruger Betroffene nach einer bestandenen [[Waffensachkunde]] Prüfung oft für ausgebildete Experten. Das man in der WSK nur das nötigste lernt, um sich und andere nicht zu verletzen und keine Gesetzte zu übertraten, wird von Betroffenen meist zu einer Art Abschluss umgedeutet.
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*'''Etwas schriftliches''': Leider herrscht, vor allem im deutschem Kulturraum, oft ein blindes Vertrauen in Schriftstücke. So halten sich Gunning-Kruger Betroffene nach einer bestandenen [[Waffensachkunde|Waffensachkundeprüfung]] oft für ausgebildete Experten. Das man in der Waffensachkundevorbereitung nur das nötigste lernt, um sich und andere nicht zu verletzen, wird von Betroffenen meist weitläufig ausgelegt und eine bestandene Sachkundeprüfung zu einer Art Abschluss in Waffenkunde umgedeutet.
  
*'''Eigene Waffe''': Jeder Schütze sollte sich so gut wie möglich mit seiner Waffe vertraut machen. Jedoch kommt es bei Gunning-Kruger Betroffenen vor, dass diese alleine den Besitz und den Umgang mit der Waffe dafür als ausreichend betrachten. Sie unterliegen dem Irrglauben, dadurch automatisch alles über diese Waffe und auch ähnliche Modelle zu wissen.
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*'''Eigene Waffe''': Jeder Schütze sollte sich so gut wie möglich mit seiner Waffe vertraut machen. Jedoch kommt es bei Gunning-Kruger Betroffenen vor, dass diese alleine den Besitz und den Umgang mit dieser Waffe dafür als ausreichend betrachten. Betroffene unterliegen dem Irrglauben, dadurch automatisch alles über diese Waffe, dessen Geschichte, ähnliche Modelle oder sogar alle Waffen überhaupt zu wissen.
  
*'''Eingeschränkter Fachbereich''': Selbst Fachpersonal ist vor dem Gunning-Kruger-Effekt nicht sicher. Dies rührt vor allem daher, dass die meisten Fachleute nur in einem kleinen Bereich der Waffentechnik arbeiten. Oft werden  richtige Erkenntnisse aus dem eigenen Fachbereich in einen anderen fremden Fachbereich projiziert, welche dort aber nicht mehr der Realität entsprechen.  
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*'''Eingeschränkter Fachbereich''': Selbst Fachpersonal ist vor dem Gunning-Kruger-Effekt nicht sicher. Dies rührt vor allem daher, dass die meisten Fachleute nur in einem kleinen Bereich der Waffentechnik arbeiten. Oft werden  richtige Erkenntnisse aus dem eigenen Fachbereich, in einen anderen fremden Fachbereich projiziert, welche dort aber nicht mehr den Fakten entsprechen.
  
*'''Das Fachbüchersterben''': Leider ist das [[Fachbuch]] in Deutschland ein immer weiter an den Rand gerenktes Medium. In anderen Ländern ist zwar ähnliches zu beobachten, jedoch konnten im deutschsprachigen Raum keine zuverlässigen Online Angebote nachwachsen. Gunning-Kruger Betroffene besitzen meist kein einziges wirkliches Fachbuch zum Thema Waffenkunde.
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*'''Falsch übertragenes fremd Fachwissen''': Oft wird Fachwissen aus anderen Bereichen in das Fachgebiet Waffenkunde übertragen, welches dort nicht unbedingt sprachlich und faktisch richtig ist. Beispiele sind der Begriff [[Kugel]] welcher in der Waffentechnik von der geometrischen Definition abweicht und der Begriff [[Feuerwaffe]] welcher teilweise vom historischen Begriff abweicht.
  
*'''Schlechte Online Angebote''': Im deutschsprachigen Raum sind wirklich seriöse Online Angebote zum Thema Waffenkunde rar gesät und aus diesen Grund informieren sich Gunning-Kruger Betroffene oft auf dubiosen Internetseiten, welche nicht die nötiger Sorgfalt an den Tag legen. Eine besonders schlimme Ausprägung dieses Effektes, in Verbindung mit dem Fachbüchersterben, ist bei jungen Leuten zu beobachten. Da bei ihnen der naive Glaube Vorherrscht, das alle wichtigen Informationen Online verfügbar sein.
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*'''Das Fachbüchersterben''': Leider ist das [[Fachbuch]] in Deutschland ein immer weiter an den Rand gedrängtes Medium. In anderen Ländern ist zwar ähnliches zu beobachten, jedoch konnten im deutschsprachigen Raum keine zuverlässigen Online Angebote nachwachsen. Gunning-Kruger Betroffene besitzen meist kein einziges wirkliches Fachbuch zum Thema Waffenkunde.
  
*'''Englische Quellen trotz mangelnder Sprachkenntnisse''': Da es an deutschen Medien Angeboten zum Thema Waffenkunde mangelt, gehen viele her und konsumieren stattdessen anderssprachige Quellen, vor allem englische. Bei Gunning-Kruger Betroffenen sieht man dabei jedoch oft, dass ihre Kenntnisse der englischen Sprache nicht ausreicht, um ein hinreichendes Verständnis der Texte und Videos zu gewährleisten. Betroffene geben deswegen die aufgenommenen Informationen falsch wieder.
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*'''Schlechte Online Angebote''': Im deutschsprachigen Raum sind wirklich seriöse Online Angebote zum Thema Waffenkunde rar gesät. Aus diesem Grund informieren sich Gunning-Kruger Betroffene oft auf dubiosen Internetseiten, welche jedoch nicht die nötige Sorgfalt an den Tag legen. Eine besonders schlimme Ausprägung dieses Effektes, in Verbindung mit dem Fachbüchersterben, ist bei jungen Betroffenen zu beobachten. Da bei ihnen der naive Glaube Vorherrscht, das alle wichtigen Informationen Online verfügbar seien.
  
*'''Filme und Videospiele''': Aus Gründen der Dramatik bei Spielfilmen und Serien sowie aus Gründen der Fairness bei Computer- und Videospielen, werden oft Waffentechnische Sachverhalte falsch dargestellt. Gunning-Kruger betroffene halten diese falsches Sachverhalte jedoch für wahr und geben diese als angeblich fundiertes Waffenkundewisse wieder.
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*'''Englische Quellen trotz mangelnder Sprachkenntnisse''': Da es an deutschen Medien zum Thema Waffenkunde mangelt, gehen viele Betroffene her und konsumieren stattdessen anderssprachige Quellen, vor allem englische. Bei Gunning-Kruger Betroffenen sieht man dabei jedoch oft, dass ihre Kenntnisse der englischen Sprache nicht ausreicht, um ein hinreichendes Verständnis der Texte und Videos zu gewährleisten. Betroffene geben deswegen die ungenügend aufgenommenen Informationen mangelhaft wieder.
  
*'''Schlecht übersetzte Dokus''': Seit den frühen 2000er Jahren schwappten immer mehr, vor allem US Amerikanische, Dokumentationen zum Thema Waffenkunde in den deutschsprachigen Raum. Bei diesen handelt es sich oft um eine Form der weichen Propaganda wo US [[Waffen]] entweder glorifiziert oder stark kritisiert werden, um die US Bevölkerung zur Befürwortung eines höheren Militär Budgets zu bewegen. Zudem werden diese Dokumentationen oft mit einem geringen Budget und von nicht Fachpersonal ins Deutsche übersetzt und enthalten aus diesem Grund oft Fehler. Gunning-Kruger Betroffene saugen diese Informationen jedoch unreflektiert auf und halten sie für fundiertes Wissen aus seriösen Quellen.  
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*'''Überschätzte Fremdsprachenkenntnisse''': Ein besondere Effekt ist bei Betroffenen zu beobachten, welche neben deutsch noch eine weitere Sprache sprechen, oft handelt es sich dabei um ihre Muttersprache. Betroffene gehen davon aus, dass diese Sprachkenntnisse ausreicht, um alles über Waffen zu wissen, welche im entsprechenden Sprachraum entwickelt und benutzt wurden. Dabei fehlt Betroffenen jedoch oft nötiges Fachvokabular sowie Hintergrundwissen, um eventuell sogar studierte fremdsprachige Quellen richtig einordnen zu können. Auch machen einen zb. russisch Kenntnisse nicht zum Experten für russische Waffen, wie einen Deutschkentnisse ja auch nicht zu Experten für deutsche Waffen machten.  
  
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*'''Blindes Vertrauen in englische Quellen''': Neben diesen Effekten tritt vor allem bei englischen Quellen eine weitere Ursache auf. Für viele sind heutzutage die USA das Maß aller Dinge in Sachen Waffentechnik. Was auch weitgehend gerechtfertigt ist, jedoch neigen einige dazu, ausnahmslos jeder englischsprachigen Internetseite zu vertrauen, egal wie unseriös ein privater Blog auch aufgemacht sein mag. Eine kritische Quellenanalyse findet bei einigen nicht mehr statt, sobald es sich um eine englische Quelle handelt.
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*'''Filme und Videospiele''': Aus Gründen der Dramatik bei Spielfilmen, sowie aus Gründen der Fairness bei Computer- und Videospielen, werden oft Waffentechnische Sachverhalte falsch dargestellt. Gunning-Kruger betroffene halten diese falsches Sachverhalte jedoch für wahr und geben diese als angeblich fundiertes Waffenkundewissen wieder.
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*'''Schlecht übersetzte Dokus''': Seit den frühen 2000er Jahren schwappten immer mehr, vor allem US amerikanische, Dokumentationen zum Thema Waffenkunde in den deutschsprachigen Raum. Bei diesen handelt es sich oft um eine Form der weichen Propaganda wo US [[Waffen]] entweder glorifiziert oder stark kritisiert werden. Letzteres um die US Bevölkerung zur Befürwortung eines höheren Militär Budgets zu bewegen. Zudem werden diese Dokumentationen oft mit einem geringen Budget und von nicht Fachpersonal ins Deutsche übersetzt und enthalten aus diesem Grund oft Fehler. Gunning-Kruger Betroffene saugen diese Informationen jedoch unreflektiert auf und halten sie für fundiertes Wissen aus seriösen Quellen.
  
 
===Typische Aussagen===
 
===Typische Aussagen===
  
*'''[[Revolver]] sind keine [[Pistolen]]''': Eine typische Behauptung verursacht durch einen Fehler in der [[Waffensachkundeprüfung]] wo nach dem Unterschied von Pistole und Revolver gefragt wird, wo eigentlich hätte [[Selbstladepistole]] stehen müssen. Oft bedeuten Gunning-Kruger Betroffene eine Pistole hätte immer ein Magazin und sprechen damit zb. der [[Steinschlosspistole]] ab eine Pistole zu sein.
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*'''[[Revolver]] sind keine [[Pistole|Pistolen]]''': Eine typische Behauptung, verursacht durch einen Fehler in der [[Waffensachkunde|Waffensachkundeprüfung]] wo nach dem Unterschied von Pistole und Revolver gefragt wird. Eigentlich hätte jedoch nach einer [[Selbstladepistole]] gefragt werden müssen. Oft behaupten Gunning-Kruger Betroffene eine Pistole hätte immer ein Magazin und sprechen damit zb. der [[Steinschlosspistole]] ab eine Pistole zu sein.
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*'''Pistolen sind [[Handfeuerwaffe|Handfeuerwaffen]]''': Die Aussage ist nicht ganz falsch, jedoch umfasst Handfeuerwaffe alle Waffen die von einem Schützen Transportiert und bedient werden können. Der richtige Oberbegriff für Pistolen lautet [[Fausfeuerwaffe]]. Dieser Fehler geht auf einen Übersetzungsfehler im Film Dirty Harry zurück, in welcher dieser seine [[M29]] als "stärkste Handfeuerwaffe der Welt" bezeichnet. Was faktisch falsch ist, da auch [[Panzerbüchse|Panzerbüchsen]] und [[Maschinengewehr|Maschinengewehre]] zu den Handfeuerwaffen zählen.
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*'''Es gibt keine [[Handfeuerwaffe|Handfeuerwaffen]]''': Auch Aussagen wie diese trifft man an. Diese kommen meist daher, dass nicht in jedem Fachbereich die gleichen Wörter benutzt werden. Dieser auch [[Büchsenmachers Babylon]] genannte Effekt kann bei Betroffenen den Irrglauben hervorrufen, dass es zb. Handfeuerwaffen nicht gibt, da sie den Begriff aus ihren Fachbereich nicht kennen.
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*'''Alle vollautomatischen Waffen sind [[Maschinengewehr|Maschinengewehre]]''': Oft werden durchweg alle Vollautomaten als Maschinengewehre bezeichnet, obwohl zb. [[Maschinenpistole|Maschinenpistolen]] und [[Sturmgewehr|Sturmgewehre]] ganz klar keine Maschinengewehre sind. Dies kommt zum einen daher, dass die Medien oft die von der Polizei getragenen [[MP5]] als Maschinengewehre bezeichnen und zum anderen aus englischen Videos, da der [[US Mashinegun Ban]] alle vollautomatischen Waffen betrifft.
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*'''[[Mündungsbremse]] und [[Kompensator]] ist das Gleiche''': Sehr häufig kommt es bei Gunning-Kruger Betroffenen zu Verwechslungen von [[Mündungsaufsatz|Mündungsaufsätzen]], da diese für den Unkundigen meist schwierig auseinander zu halten sind. Auch werden die Begrifft oft in dem Medien, Videospielen und schlecht übersetzten Dokumentationen falsch verwendet und so von Betroffenen so falsch auf genommen und wieder gegeben.
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*'''Mündungsbrecher mindern den Rückstoß''': Oft kommt es bei Betroffenen zu Verwechslungen zwischen [[Rückstoß]], [[Rückschlag]] und [[Hochschlag]] auf welchem sie vehement beharren. Dies kommt vor allem daher, dass in der Umgangssprache oft Rückstoß als Synonym für Rückstoß, Rückschlag und Hochschlag in Summe verwendet wird.
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*'''Die Waffe streut''': Sehr häufig kommt es bei Betroffenen zur Verwechslung von [[Präzision]], [[Genauigkeit]], [[Dauerfeuerstabilität]] und [[Streuung]].
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*'''Es heißt nicht [[Lauf]] sondern [[Rohr]]''': In extremer Häufung treten Probleme mit [[Büchsenmachers Babylon]] auf. Betroffene wissen oft nicht, dass es in verschiedenen Bereichen der Waffentechnik verschiedene Begriffe für gleiche oder ähnliche Bauteile und Sachverhalte gibt. So halten viele Betroffene zum Beispiel das Wort [[Rohr]] für falsch, andere das Wort [[Lauf]].
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*'''Es heißt nicht [[Kammerverschluss]]''': Ein sich ebenfalls ständig wiederholendes Phänomen bei Betroffenen ist, dass Gunning-Kruger Betroffenen ein starkes Problem mit älteren Begriffen der Waffenkunde haben. So werden zb. Nomenklaturen wie [[Kammer]] (für den [[Verschluss]] von [[Zylinderverschluss|Zylinderverschlussgewehren]]) oder [[Mündungsbrecher]] (für [[Mündungsbremse]]) von ihnen als falsch gedeutet und ungerechtfertigt bemängelt.
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*'''Es heißt nicht [[Kugel]]''': Sehr oft wird der Begriff Kugel von Betroffenen fälschlicherweise angekreidet. Dies kommt daher, das sie sich an der Definition aus der Geometrie orientieren. Jedoch verhält es sich in der Waffentechnik, historisch bedingt, anders. Hier wird Kugel verwendet für: [[Büchsenpatrone|Büchsenpatronen]], [[Büchsengeschoss|Büchsengeschosse]], [[Büchsenprojektil|Büchsenprojektile]] jedoch nicht für [[Schrot]]-Körner obwohl es sich dabei um geometrische Kugeln handelt.
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*'''Es heißt [[Geschoss]] und nicht [[Projektil]]''': Betroffene verwechseln oft beide Begriffe, da sie sich bei modernen [[Büchsenpatronen]] auf das gleiche Element beziehen.
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*'''[[Flinte|Schrotflinten]] haben keine Reichweite''': Ein Mythos welcher vor allem durch Spielfilme und Videospiele begründet wurde. In der Realität kann man mit entsprechender [[Würgebohrung]], [[Sauposten]] oder einem [[Flintelaufgeschoss]] eine beachtliche Reichweite erzielen.
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*'''Ein K98 muss nach jedem Schuss [[Nachladen]]''': Eine weitere typische Verwechslung von Betroffenen geschieht zwischen den Begriffen [[Nachladen]], [[Fertigladen]], [[Umladen]] und [[Durchladen]].
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*'''[[K98]] war die Standardwaffe der [[Wehrmacht]]''': Eine typische Verwechslung von deutschen [[Kar98k]] und dem polnischen [[K98]]. Dieser kommt zustande da viele Hersteller von [[Dekowaffen]], [[Softairwaffen]] sowie Programmierer von Videospielen den Mauser Karabiner 98 kurz mit [[K98]] abkürzen um Lizenzforderungen von Seiten [[Mauser]] vorzubeugen.
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*'''Der [[Kar98k]] ist die kurze Version vom [[K98]]''': Bereits unter [[Militärhistoriker|Militärhistorikern]] eine Art Scherzfrage. Diese These wird von vielen Gunning-Kruger Betroffenen immer wieder vertreten. Sie Übersehen dabei jedoch, dass es sich beim K98 um ein polnisches [[Karabiner]] Modell handelt und beim Kar98k um ein deutsches. Dessen Längen sich nicht aufeinander beziehen. Der Kar98k ist zudem weder kurz noch ein [[Karabiner]] sondern ein [[Universalgewehr]] und damit länger als der K98, bei welchem es sich wirklich um einen Karabiner handelt.
  
*'''Pistolen sind [[Handfeuerwaffe|Handfeuerwaffen]]''': Die Aussage ist nicht ganz falsch, jedoch umfasst Handfeuerwaffe alle Waffen die von einem Schützen Transportiert und bedient werden können. Der richtige Begriff für Pistolen lautet [[Fausfeuerwaffe]]. Dieser Fehler geht auf einen Übersetzungsfehler im Film Dirty Harry zurück, in welcher dieser seine [[.44 Magnum]] als 'stärkste Handfeuerwaffe der Welt' bezeichnet. Was faktisch falsch ist, da auch [[Panzerbüchse|Panzerbüchsen]] und [[Maschinengewehr|Maschinengewehre]] zu den Handfeuerwaffen zählen.
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*'''Das [[MG42]] ist das am schnellsten schießende Maschinengewehr''': Diese Aussage hört man immer wieder, obwohl diese nicht zutrifft. Bezieht man sie sich auf alle Mahschinengewehre, dann besitzt das M134 eine sehr viel höhere Kadenz. Auch im Bezug auf einläufige Waffen trifft diese Behauptung nicht zu, da das ShAKS eine höhere Kadenz besitzt und auch unter den universal Maschinengewehren war das MG45 mit einer höheren Kadenz ausgestattet.
  
*'''[[Schrotflinte|Schrotflinten]] haben keine Reichweite''': Ein Mythos welcher vor allem durch Spielfilme und Videospiele begründet wurde. In der Realität kann man mit entsprechender [[Würgebohrung]], [[Sauposten]] oder einem [[Flintelaufgeschoss]] eine beachtliche Reichweite erzielen.
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*'''Das [[MG42]] war zuverlässig:''' Auch diese Aussage stimmt nicht, da das MG42 sehr schnell entwickelt wurde und vor allem frühe Modelle oft mit [[Hülsenklemmer]]n und [[Hitzezündung]]en zu kämpfen hatten. Spätere Modelle litten vor allem unter [[Auszugsfehler]]n in Verbindung mit Stahlhülsen.
  
*'''[[K98]] war die Standardwaffe der [[Wehrmacht]]''': Eine typische Verwechslung von deutschen [[Ka98k]] und dem polnischen [[K98]]. Zustand kommt diese Verwechslung das viele Hersteller von [[Dekowaffen]], [[Softairwaffen]] sowie Programmierer von Videospielen den Mauser Karabiner 98 kurz mit K98 abkürzen um Lizenzforderungen von Seiten [[Mauser]] vorzubeugen.
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*'''Die [[MP40]] ist von [[Hugo Schmeisser|Schmeisser]]''': Dieses Gerücht hält sich hartnäckig und kommt daher, dass US Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg erbeutete MP40 anhand ihrer [[Magazin|Magazine]] als Schmeisser MP40 bezeichneten. Die in der MP40 benutzen Magazine stammten jedoch noch von der [[MP28]] und trugen den Namen Schmeisser. Die MP40 selber stammt jedoch von [[Heinrich Vollmer]].
  
*'''Der [[Kar98k]] ist die kurze Version vom [[K98]]''': Bereits unter [[Militärhistoriker|Militärhistorikern]] eine Art Scherzfrage. Wird diese These von vielen Gunning-Kruger Betroffenen immer noch vertreten. Sie Übersehen dabei jedoch, dass es sich beim K98 um ein polnisches [[Karabiner]] Modell handelt und beim Kar98k um ein deutsches. Dessen Längen sich nicht aufeinander beziehen. Der Kar98k ist zudem weder kurz noch ein Karabiner sondern ein [[Universalgewehr]] und damit länger als der K98.
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*'''[[MP44]] und [[Stg.44]] sind unterschiedlich''': Nein, beide Waffen sind per Dienstvorschrift gleich. Oft wird zwar behauptet, die MP44 sei eine [[Maschinenpistole]] aber dies entspricht nicht den technischen Tatsachen. Vielmehr war MP44 eine Tarnbezeichnung, um den neune Waffentyp vor alliierten Spionen zu verschleiern. Später wurde die MP44 in Stg.44 umbenannt, ohne das Änderungen vorgenommen wurden. Die Behauptung kommt oft von einer Verwechslung mit der MP40 oder von dem blinden Glauben an die Richtigkeit der Abkürzung MP.
  
*'''[[MP44]] und [[Stg.44]] sind unterschiedlich''': Nein, beide Waffen sind per Definition gleich. Oft wird zwar behauptet, die MP44 sei eine [[Maschinenpistole]] aber dies entspricht nicht den technischen Tatsachen. Vielmehr war MP44 einen Tarnbezeichnung, um das weiterbestehen des [[Maschinenkarabiner]] Projektes vor Hitler zu verschleiern. Später wurde die MP44 in Stg.44 umbenannt, ohne das verbriefte Änderungen vorgenommen wurden. Die Behauptung kommt oft von einer Verwechslung mit der MP40 oder von dem blinden glauben an die Abkürzung MP.
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*'''[[AK-47]] ist die Standardwaffe der Russen''': Damit folgen Gunning-Kruger Betroffene einer typische [[Feindmaterialbezeichnung]] der US Streitkräfte in welcher [[AK-47]], [[AKM]] und weitere [[Kalaschnikow]] Modelle in [[7,62x39]]mm M43 als AK-47 zusammengefasst werden. Aber auch in diesem Sprachgebrauch ist die Aussage falsch, da die russischen Streitkräfte seit 1991 das [[AK-74M]] in [[5,45x39mm]] M74 als [[Hauptordonanzwaffe]] verwenden.
  
*'''[[AK-47]] ist die Standardwaffe der Russen''': Damit folgen Gunning-Kruger Betroffene einer typische Vereinfachung der US Streitkräfte in welcher [[AK-47]], [[AKM]] und weitere [[Kalaschnikow]] Modelle in [[7,62x39mm]] M43 zusammen als AK-47 bezeichnet werden. Aber auch in diesem Sprachgebrauch ist die Aussage falsch, da die russischen Streitkräfte seit 1991 das [[AK-74M]] in [[5,45x39mm]] M74 als Hauptordonanzwaffe tragen.
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*'''Das [[AK-47]] ist eine Kopie des [[Stg.44]]''': Eine vor allem deswegen weit verbreitete Aussage, weil für den Unkundigen beide Modelle von außen ähnlich aussehen. Jedoch existieren kaum technische Ähnlichkeiten. Zudem wird verbreitet, dass das Stg.44 den Anstoß zur Entwicklung des AK-47 gegeben haben soll, dies war jedoch nachweislich der [[MKb.42 (h)]] in der Schlacht um Chlom. Zudem existierte mit dem [[Fjederov Avtomat]] bereits das dem deutsch Sturmgewehr ähnlich Konzept des [[Avtomat]].
  
*'''Das [[AK-47]] ist eine Kopie des [[Stg.44]]''': Eine vor allem deswegen weit verbreitete Aussage, weil für den Unkundigen beide Modelle von außen ähnlich aussehen. Jedoch existieren kaum technische Ähnlichkeiten. Zudem wird verbreitet, dass das Stg.44 den Anstoß zur Entwicklung des AK-47 gegeben haben soll, dies war jedoch nachweislich der [[MKb.42 (h)]] in der Schlacht um Chlom.
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*'''Die [[AK-47]] ist eine [[Maschinenpistole]]''': Nein, die AK-47 feuert keine Pistolenpatronen und ist daher auch keine Maschinenpistole. Der Fehler kommt daher, dass die DDR die der AK-47 ähnliche [[MPi-K]] als Maschinenpistole bezeichnete, da das Wort 'Sturmgewehr' im Sprachgebrauch der DDR nicht vorkam.
  
*'''Die [[AK-47]] ist eine [[Maschinenpistole]]''': Nein, die AK-47 feuert keine Pistolenpatronen und ist daher ein Sturmgewehr. Der Fehler kommt daher, dass die DDR die der AK-47 ähnliche [[MPi-K]] als Maschinenpistole bezeichnete, da das Wort 'Sturmgewehr' im Sprachgebrauch der DDR nicht vorkam.
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*'''Die [[AK-47]] ist die meist gebaute Waffe der Welt''': Nein, die AK-47 wurde in keinen so großen Stückzahlen gefertigt. Auch wenn man die Nomenklatur [[AK-47]], wie im Sprachgebrauch der US Armee, auf alle Modelle mit Kalaschnikow System ausweitet, so wurden weltweit mehr Waffen mit dem [[Mauser 98]] System gefertigt.
  
*'''Die [[AK-47]] ist die meist gebaute Waffe der Welt''': Nein, die AK-47 wurde in keinen besonders großen Stückzahlen gefertigt. Auch wenn man die Nomenklatur [[AK-47]], wie im Sprachgebrauch der US Armee, auf alle Modelle mit Kalaschnikov System ausweitet, so wurden weltweit mehr Waffen mit dem [[Mauser 98]] System gefertigt.
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*'''Die [[AK-47]] ist unempfindlich gegenüber Schlamm''': Nein, aktuelle Tests haben bewiesen, dass vor allem zementartiger Schlamm bereits bei einem der ersten Schüsse vom [[Verschlussträger]] direkt in die Aussparungen des [[Schildzapfen]] fallen kann, was ein [[verriegeln]] der Waffe verhindert und die Schussabgabe unmöglich macht.
  
*'''Die [[AK-47]] ist unempfindlich gegenüber Schlamm''': Nein, aktuelle Test haben bewiesen, dass vor allem zementartiger Schlamm bereits bei einem der ersten Schüsse vom [[Verschlussträger]] direkt in die Aussparungen des [[Schildzapfen]] fallen kann, was ein verriegeln der Waffe verhindert.
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*'''Die [[AK-47]] ist billig''': Auch das ich nur eingeschränkt richtig. Denn auf die eigentliche AK-47 trifft dies in keinster Weise zu. Erst die [[AKM]] konnte günstig produziert werden und dies auch nur, wenn Produktionsanlagen von ausreichender Größe errichtet und eine gewisse Mindestanzahl an Modellen produziert wurde. In geringen Stückzahlen ist die AKM sehr teuer. Das Gerücht kommt daher, da nach dem Zusammenbruch des Ostblocks große Mengen von AKM und AK-47 den Markt überschwemmten und zu günstigen Preisen zu haben waren. Dies hat jedoch nichts mit den ursprünglichen Produktionskosten zu tun.
  
*'''Die [[AK-47]] ist billig''': Auch das ich nur eingeschränkt richtig. Denn auf die eigentliche AK-47 trifft dies in keinster Weise zu. Erst die [[AKM]] konnte günstig produziert werden und das auch nur wenn Produktionsanlagen von ausreichender Größe errichtet und eine gewisse Mindestanzahl an Modellen produziert wurde. In geringen Stückzahlen ist die AKM sehr teuer. Das Gerückt kommt daher, dass nach dem Zusammenbruch des Ostblocks große Mengen von AKM und AK.47 den Markt überschwemmten und zu günstigen Preisen zu haben waren. Dies hat jedoch nichts mit den ursprünglichen Produktionskosten zu tun.
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*'''Die [[AK-47]] ist unpräzise''': Auch das ist nur teilweise richtig und rührt daher, da [[AK-47]] und [[AKM]] nicht Fabrikmäßig [[Einschießen|eingeschossen]] werden. Dies wird erst vom Soldaten selber oder von speziell ausgebildetem Personal nach Erhalt der Waffen vorgenommen. Der erste direkte Kontakt des Westens mit der AK-47 fand jedoch in Form von Guerillakämpfen mit nichtstaatlichen Akteuren statt. Diese waren oft nicht in der Lage die Waffen entsprechen einzuschießen. Dem entsprechend viel der erste Eindruck der AK-47 im Westen aus. Auch waren die ersten [[Kalaschnikow]] Modelle, welche den westlichen Zivilmarkt erreichten von minderer Qualität.  
  
*'''Die [[AK-47]] ist unpräzise''': Auch das ist nur teilweise richtig und rührt daher, da [[AK-47]] und [[AKM]] nicht Fabrikmäßig [[Einschießen|eingeschossen]] werden. Dies wird erst vom Soldaten selber oder von speziell ausgebildetem Personal nach Erhalt der Waffen vorgenommen. Der erste Kontakt des Westens mit der AK-47 fand jedoch in Form von Guerillakämpfen mit nichtstaatlichen Akteuren statt. Diese waren oft nicht in der Lage die Waffen entsprechen einzuschießen. Dem entsprechend war der erste Eindruck der AK-47 im Westen.  
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*'''Die NVA hatte das [[AK-47]] und [[AKM]]''': Nein, die NVA hatte die [[MPi-K]] und [[MPi-KM]]. Diese Moddele sind Ak-47 und AKM ähnlich, jedoch nicht identisch.
  
*'''Die NVA hatte das [[AK-47]] und [[AKM]]''': Nein, die NVA hatte die [[MPi-K]] und [[MPi-KM]]. Diese sind AK-47 und AKM zwar ähnlich jedoch nicht identisch.
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*'''[[AK-47]] und [[AK-74]] sind gleich''': Nein, die AK-74 verwendet eine andere Patrone ([[5,45x39]]mm M74) und weist weitere entscheidende Merkmale auf. Zum Beispiel eine [[Mündungsbremse]] beim [[AK-74]].
  
*''[[AK-47]] und [[AK-74]] sind gleich''': Nein, die AK-74 verwendet eine andere Patrone ([[5,45x39mm]] M74) und weist weitere entscheidende Merkmale auf.
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*'''Es gibt eine AK-74U''': Nein, es gibt zwar eine [[AKS-74U]] die AK-74U ist eine Erfindung des [[Softair]] Herstellers [[Tokyo Marui]] dieser vertreib ein Modell welches eine Mischung aus [[AKS-74U]] und [[AK-47]] darstellt, welche in der Realität nicht existiert. Da viele Videospielprogrammierer als Anschauungsobjekte zu Softairmodellen greifen, hat es diese fiktive Waffe in einige prominente Videospiele geschafft.  
  
*''Die [[AK-74]] hat einen [[Mündungsfeuerdämpfer]]''': Nein, der [[Mündungsaufsatz]] der AK-74 verteilt die Gase zu den Seiten hin, es handelt sich also um einen [[Mündungsbremse]].
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*'''Die [[Kalaschnikow]] hat das Kaliber [[7,62x39]]mm''': Oft sind Betroffene nicht in der Lage, eine Waffen Familie von den jeweils einzelnen Modellen zu unterscheiden. Denn die [[Kalaschnikow]] gibt es nicht, da man nicht weiß, ob man von der ersten Kalaschnikow also der [[Kalaschnikow MP 1942]], dem ersten Kalaschnikow [[Avtomat|Avtomaten]] der [[AK-46]], der ersten Kalaschnikow in Massenproduktion der [[AK-47]] oder der meist produzierten Kalaschnikow der [[AKM]], ausgehen soll. Betroffene vom Gunning-Kruger-Effekt, sind also in dieser Hinsicht schwer zu verstehen und verursachen laufend Missverständnisse. Zudem werden auch oft Einzelne Modelle vertauscht, zusammen gezogen oder deren Eigenschaften verwechselt. Besonders betroffen sind neben der Kalaschnikow Familie auch die [[AR-15]] Modelle, die Gewehre der [[Artic Warfare]] Gruppe sowie das [[Sturmgewehr 44]] und seine Vorgänger.
  
*''Es gibt eine AK-74U''': Nein, es gibt zwar eine [[AKS-74U]] die AK-74U ist eine Erfindung des [[Softair]] Herstellers [[Tokyo Marui]] dieser vertreib ein Modell welches eine Mischung aus [[AKS-74U]] und [[AK-47]] darstellt, welche in der Realität nicht existiert. Da viele Videospielprogrammierer was Anschauungsobjekte angeht, lieber zu Softairmodellen greifen, hat es diese fiktive Waffe in einige Videospiele geschafft.  
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*'''Die AK-47 wurde für [[7,62x39|7,62x39mm]] M43 entwickelt''': Nein, entwickelt wurde die [[AK-47]], wie die [[AK-46]] vor ihr, für die Patrone [[7,62x41mm]] M43. Erst als Die Waffe so gut wie fertig war, wurde die Patrone um 2mm gekürzt und die AK-47 entsprechend für [[7,62x39|7,62x39mm]] angepasst, welche ebenfalls die Bezeichnung M43 trägt.
  
*'''Die AK-47 würde für [[7,62x39mm]] M43 entwickelt''': Nein, die Entwicklung der AK-47 begann für die Patrone [[7,62x41mm]], verwirrender Weise auch M43 genannt. Erst als Die Waffe so gut wie fertig war, wurde die Patrone um 2mm gekürzt und die AK-47 entsprechend für [[7,62x39mm]] M43 angepasst.
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*'''Es gibt verschiedene [[Kaliber]] .50''': Nein, "Kaliber .50" ist eine Maßangabe genau wie "1 cm". Es gibt keine verschieden lange 1 Zentimeter. Es gibt nur verschiedene Patronen mit einem [[Geschoss]] im Kaliber 0,5 Inch aber das Kaliber an sich bleibt gleich.
  
*'''Es gibt verschiedene [[Kaliber]] .50''': Nein, Kaliber .50 ist eine Maßangabe wie 1 Zentimeter. Es gibt keine verschieden lange 1 Zentimeter. Es gibt nur verschiedene Patronen mit einem .50 Kaliber [[Geschoss]] aber das Kaliber bleibt gleich.
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*'''[[7,62x39|7,62x39mm]] M43 hat mehr [[Durchschlagkraft]] als [[5,45x39]]mm M74''': Nein, hier wird [[Durchschlagkraft]] mit [[Stoppwirkung]] verwechselt. 5,45x39mm hat ein kleineres schnelleres [[Geschoss]] und damit eine bessere Chance ein Ziel oder dessen Panzerung zu durchschlagen. 7,62x39mm M43 hat hingegen durch das langsamere schwere Geschoss eine größere Chance das Ziel zu stoppen. Oft wird Durchschlagkraft als Synonym für die allgemeine Leistung benutzt und von Gunning-Kruger Betroffenen sogar als Synonym für Stoppwirkung, obwohl es sich dabei um das Gegenteil von Durchschlagkraft handelt.
  
*'''[[7,62x39mm]] M43 hat mehr [[Druchschlagkraft]] als [[5,45x39mm]] M74''': Nein, hier wird [[Durchschlagkraft]] mit [[Stoppwirkung]] verwechselt. 5,45x39mm hat ein kleineres schnelleres [[Geschoss]] und damit eine bessere Chance ein Ziel oder dessen Panzerung zu durchschlagen. 7,62x39mm M43 hat hingegen durch das langsamere schwere Geschoss eine größere Chance das Ziel zu stoppen. Oft wird Druchschlagkraft als Synonym für die allgemeien Leistung benutzt und von Gunning-Kruger Betriffenen sogar als Synonym für Stoppwirkung, obwohl es sich um das Gegenteil von Durchschlagkraft handelt.
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*'''[[5,56x45|5,56x45mm NATO]] und [[.223 Remington]] sind identisch''': Eine weitere Falschaussage, welche sich vor allem darauf stützt, dass beide Patronen auf dem deutschen [[Munitionserwerbsschein]] gleichgesetzte werden. In der Realität jedoch handelt es sich um zwei unterschiedliche Patronen und das verschießen von .223 Remington aus einer 5,56x45mm NATO Büchse, kann zu Problemen führen sowie umgekehrt.
  
*'''[[5,56x45mm NATO]] und [[.223 Remington]] sind identisch''': Eine weitere Falschaussage, welche sich vor allem darauf stützt, dass beide Patronen auf dem deutschen [[Munitionserwerbsschein]] gleich gesetzte werden. In der Realität jedoch handelt es sich um zwei unterschiedliche Patronen und das verschießen von .223 Remington aus einer 5,56x45mm NATO Büchse kann zu Problemen führen und umgekehrt.
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*'''[[7,62x51|7,62x51mm NATO]] und [[.308 Winchester]] sind identisch''': Ähnlich wie auch bei 5,56x45mm NATO und .223 Remington kommt der Mythos vom [[Munitionserwerbsschein]]. In der Realität sind beide Patronen unterschiedlich und das verschießen von .308 Winchester aus einer 7,62x51mm NATO Büchse kann zu Problemen führen sowie umgekehrt.
  
*'''[[7,62x51mm NATO]] und [[.308 Winchester]] sind identisch''': Ähnlich wie auch bei 5,56x45mm NATO und .223 Remington kommt der Mythos vom MES. In der Realität sind beide Patronen unterschiedlich und das verschießen von .308 Winchster aus einer 7,62x51mm NATO Büchse kann zu Problemen führen und umgekehrt.
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*'''Das [[G3]] kann im Notfall [[AK-47]] Munition verschießen''': Ein altes Soldaten Gerücht aus den Tagen des kalten Krieges. beide Waffen besitzen zwar das [[Kaliber]] 7,62mm jedoch unterschiedliche [[Patrone|Patronen]]. Beim G3 [[7,62x51]]mm NATO und beim AK-47 [[7,62x39]]mm M43. Die Patronenlager der beiden Waffen sind jedoch zu unterschiedlich geformt, als dass ein gefahrloser Abschuss der jeweils anderen Patrone möglich wäre.
  
*'''Das [[G3]] kann im Notfall [[AK-47]] Munition verschießen''': Ein altes Soldaten Gerücht aus den Tagen des kalten Krieges. beide Waffen besitzen zwar das [[Kaliber]] 7,62mm jedoch unterschiedliche [[Patrone|Patronen]]. Beim G3 [[7,62x51mm NATO]] und beim AK-47 [[7,62x39mm]] M43. Die Patronenlager der beiden Waffen sind zu unterschiedlich geformt, dass ein Abschuss der jeweils anderen Patrone möglich wäre.
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*'''Es gibt keine [[Dum-Dum-Geschoss]]e oder Dum-Dum-Geschosse sind [[Hohlspitzgeschoss]]e''': Bei Betroffenen kommt es unwahrscheinlich oft zu Missverständnissen rund um das Dum-Dum-Geschoss. Dies reicht von der Leugnung der Existenz bis hin zur falschen Verbindung zu Hohlspitz- oder [[Zerlegegeschoss]]en. Dabei handelt es sich beim Dum-Dum-Geschoss lediglich um ein [[Teilmantelgeschoss]] mit [[Kegelstumpfgeschoss|Kegelstumpf]]nase.
  
*'''Das AR in [[AR-15]] steht für Automatic Rifle''': Nein, es steht für [[ArmaLite]] Rifle. Das fünfzehnte [[Gewehr]] der Firma [[ArmaLite]].
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*'''Das AR in [[AR-15]] steht für Automatic Rifle''': Nein, es steht für ArmaLite Rifle. Das fünfzehnte [[Gewehr]] der Firma [[ArmaLite]].
  
*'''Das AR-15 ist halbautomatisch''': Nein, das ursprüngliche AR-15 wurde von der Firma [[ArmaLite]] aus der [[AR-10]] entwickelt. Erst später wurde von Colt mit der [[AR-15 Sporter]] eine zivile [[Selbstladebüchse]] auf den Markt gebracht. Heute befinden sich jedoch so viele Waffen mit AR-15 System auf dem Markt, dass man diese vereinfacht AR-15 nennt, obwohl man Waffen mit AR-15 System sagen müsste.
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*'''Das AR-15 ist halbautomatisch''': Nein, das ursprüngliche AR-15 wurde von der Firma [[ArmaLite]] aus der [[AR-10]] entwickelt. Erst später wurde von Colt mit der [[AR-15 Sporter]] eine [[Selbstladebüchse]] für den zivilen Markt geschaffen. Heute befinden sich jedoch so viele Waffen mit AR-15 System auf dem Markt, dass man diese oft vereinfacht AR-15 nennt, obwohl man Waffen mit AR-15 System sagen müsste. Oft wird durch den Artikel unterschieden was man meint. 'Das AR-15' (bestimmter Artikel), meint das erste AR-15 von ArmaLIte. 'Ein AR-15' (unbestimmter Artikel) meint ein Modell mit AR-15 System.
  
*''''Das AR-15 wurde für [[.223 Remington]] entwickelt''': Nein, die erste AR-15 war für die [[.222 Remington]] eingerichtet, diese Patrone wurde jedoch von ArmaLite angespannt und als .222 Special bezeichnet. Erst eine noch weiter geänderte Version der Patrone erhielt den Namen [[.223 Remington]].
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*'''Das AR-15 wurde für [[.223 Remington]] entwickelt''': Nein, die erste AR-15 war für die Patrone [[.222 Remington]] eingerichtet, diese Patrone wurde jedoch von ArmaLite angepasst und als [[.222 Special]] bezeichnet. Erst eine noch weiter geänderte Version der Patrone erhielt den Namen [[.223 Remington]].
  
*'''Das [[M16]] war schlecht in Vietnam''': Die Probleme des M16 lassen sich eher auf unpassendes [[Treibmittel]], fehlendes Putzzeug und eine mangelnde Kommunikation zwischen Solat, Führung und [[Colt]] zurückführen. Trotzdem halten sich die Gerüchte von damals bis heute und werden von Gunning-Kruger Betroffenen bei jeder Gelegenheit wiederholt.
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*'''Das [[M16]] war schlecht in Vietnam''': Die Probleme des M16 lassen sich eher auf unpassendes [[Treibmittel]], fehlendes Putzzeug und eine mangelnde Kommunikation zwischen Soldat, Führung, [[Colt]] und [[ArmaLite]] zurückführen. Trotzdem halten sich die Gerüchte von damals bis heute und werden von Gunning-Kruger Betroffenen bei jeder Gelegenheit aufgewärmt.
  
*'''Das [[M16]] wurde von der US Armee in Vietnam eingeführt''': Eigentlich wurde das M16 nur von der US Luftwaffe offiziell eingeführt. Die Armee folge erst später mit dem XM16E1. Auch stimmt das Gerücht nicht, dass die US Amree mit dem [[M14]] nach Vietnam kam und dieses, wegen den schlechten Erfahrungen austauschte. Nur die US Marines waren zu Beginn noch mit M14 ausgerüstst, das Groß der US Armee hatte bereits das XM16E1. Erst als immer mehr US Truppen nach Vietnam kamen und die Produktion vom M16A1 nicht mithielt, wurden erneut M14 ausgegeben.
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*'''Das [[M16]] wurde von der US Armee in Vietnam eingeführt''': Eigentlich wurde das M16 nur von der US Luftwaffe offiziell eingeführt. Die Armee folget erst später mit dem [[XM16E1]]. Auch stimmt das Gerücht nicht, dass die US Armee mit dem [[M14]] in den Vietnamkrieg eintrat und dieses, wegen den schlechten Erfahrungen, austauschte. Nur die US Marines waren zu Beginn noch mit M14 ausgerüstet, das Groß der US Armee hatte bereits das XM16E1, als die US Armee Vietnam erreichte. Erst als immer mehr US Truppen nach Vietnam kamen und die Produktion vom M16A1 nicht mithielt, wurden erneut M14 ausgegeben.
  
 
*'''Das [[M16]] hatte einen 3-Schuss-Feuerstoß''': Nein, [[M16]], [[XM16E1]] sowie [[M16A1]] besitzen die Einstellungen Sicher, Einzelfeuer und Dauerfeuer. Erst das [[M16A2]] bekam den [[Mechanisierterfeuerstoß|mechanisierten Feuerstoß]]. Das Gerücht stammt vor allem aus Videospielen.
 
*'''Das [[M16]] hatte einen 3-Schuss-Feuerstoß''': Nein, [[M16]], [[XM16E1]] sowie [[M16A1]] besitzen die Einstellungen Sicher, Einzelfeuer und Dauerfeuer. Erst das [[M16A2]] bekam den [[Mechanisierterfeuerstoß|mechanisierten Feuerstoß]]. Das Gerücht stammt vor allem aus Videospielen.
  
*'''Alle kurzen [[AR-15]] sind [[M4]]''':Nein, US [[M4]] Carbine eine eine Spezifikation mit einem genau 14,5 Zoll langem Lauf mit Einschlitt für das [[M203]] Granatgerät und anderen fest gesetzten Eigenschaften. Ein wechsel des Laufes oder einer anderen wichtigen Komponenten verletzten die Spezifikation und es handelt sich nicht mehr um einen M4 Carbine. Die Benutzung der Nomenklatur M4 für alle möglichen kurzen Waffen mit [[AR-15]] System kommt vor allem aus der Videospielkultur.
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*'''Alle kurzen [[AR-15]] sind [[M4]]''': Nein, "Colt M4 Carbine 5.56mm" ist eine Spezifikation mit einem genau 14,5 Zoll langem [[Lauf]] mit Einschnitt für das [[M203]] [[Granatgerät]] und anderen festgesetzten Eigenschaften. Ein wechsel des Laufes oder einer anderen wichtigen Komponenten, verletzten diese Spezifikation und es handelt sich nicht mehr um einen 'Colt M4 Carbine 5.56mm'. Die Benutzung der Nomenklatur M4 für alle möglichen kurzen Waffen mit [[AR-15]] System kommt vor allem aus der Videospielkultur.
  
*'''Es gibt [[M4]], [[M4A1]], M4A2, M4A3 und M4A4''': Nein, es gibt neben den M4 nur den M4A1. Dieser kann vollautomatisches Feuer abgeben anstelle des mechanisierten Feuerstoßes. M4A2, M4A3 und M4A4 sind Erfindungen des Videospiels Counterstrike.
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*'''Es gibt [[M4]], [[M4A1]], M4A2, M4A3 und [[M4A4]]''': Nein, es gibt neben den M4 nur den M4A1. Dieser kann vollautomatisches Feuer abgeben anstelle des [[Mechanisierterfeuerstoß|mechanisierten Feuerstoßes]]. M4A2, M4A3 und M4A4 sind Erfindungen des Videospiels Counterstrike. Es existiert jedoch ein Panzer Namens [[M4A4]], dieser ist eine Weiterentwicklung des [[M4 Sherman]].
  
*'''Der [[M4]] Karabiner wurde im Vietnamkrieg erfunden''': Nein, der M4 Stammt von 1991. Es gab keine Karabiner auf Ar-15 Basis in Vietnam. Nur die SMG und Commando Versionen wie [[XM177E1]],oder [[GAU-5A/A]]. Oft halten Gunning-Kruger Betroffene alle kurzen AR-15 Modelle für M4 Karabiner.
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*'''Der [[M4]] Karabiner wurde im Vietnamkrieg erfunden''': Nein, der M4 Stammt von 1991. Es gab keine offiziellen Karabiner auf AR-15 Basis in Vietnam. Nur die SMG und [[Commando]] [[CAR-15]] Versionen wie [[XM177E1]],oder [[GAU-5A/A]]. Oft halten Gunning-Kruger Betroffene alle kurzen AR-15 Modelle für M4 Karabiner.
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*'''Der [[M4]] ist nur eine Version vom [[M16]]''': Häufig sind vom Gunning-Kruger-Effekt Betroffene nicht in der Lage, die einzelnen Modelle einer Familie auseinander zu halten und werfen aus diesem Grund alle Modelle in einen Topf. Diesen Topf benennen sie dann jeweils nach dem bekanntesten Modell. So wird zum Beispiel der eigenständige M4 Karabiner oder der [[GAU5-A/A]] in den M16 Topf geworfen. Besonders schlimm betroffen sind unter anderem auch die [[Kalaschnikow]] Familie, die [[AI AW]] Familie sowie die [[AR-15]] Gruppe und die deutschen [[Maschinenkarabiner]] welche zu Unterarten des [[Sturmgewehr 44]] werden.
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*'''Es gibt den [[M4]] aber auch mit kurzem Lauf''': Eine Aussage wie diese bezeugt eindeutig, dass viele Gunning-Kruger-Effekt Betroffene oft keine Idee davon haben, was eine militärische [[Designation]] ist. Denn eine solche bezieht sich eindeutig auf die Eigenschaften einer Waffe, wird eine dieser eindeutig definierten Eigenschaften verändert, verliert die Waffe ihre Designation. Es gibt eindeutig keinen M4 mit kurzem Lauf, da die Designation von einem 14,5 Zoll langen Lauf spricht. Betroffenen ist oft nicht bewusst, wie Waffennamen funktionieren.
  
 
*'''Die [[MP5]] war die erste [[zuschießend|zuschießende]] [[Maschinenpistole]]''': Nein, unter anderem die [[vz.61 Skorpion]] war 3 Jahre früher dran.
 
*'''Die [[MP5]] war die erste [[zuschießend|zuschießende]] [[Maschinenpistole]]''': Nein, unter anderem die [[vz.61 Skorpion]] war 3 Jahre früher dran.
  
*'''Die [[MP5]] war die erste [[Teilverriegelung|teilverrigelte]] [[Maschinenpistole]]''': Nein, bereits die [[Villa Perosa]] war quasi teilverriegelt und die ungarische [[43M]] gilt als die erste wirklich teilverriegelte Maschinenpistole.
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*'''Die [[MP5]] war die erste [[Teilverriegelung|teilverrigelte]] [[Maschinenpistole]]''': Nein, bereits die [[Villa Perosa]] war quasi teilverriegelt und die ungarische [[43M]] gilt als die erste vollständig teilverriegelte Maschinenpistole.
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*'''Das [[MG3]] besitze eine [[Natobremse]]''': Eine weit verbreitete Behauptung ist, dass sich irgendwo im MG3 eine sogenannte Natobremse befindet, nach dessen Entfernung das MG3 die Kadenz des MG42 erhalten soll. Dieses stimmt jedoch nicht, [[Verschluss]] und [[Verschlussfeder]] sind anders ausgeführt und ergeben so die Kadenz des MG3.
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*'''[[Rotpunktvisier|Rotpunktvisiere]] gehören zu den [[Reflexvisier|Reflexvisieren]]''': Nein, Rotpunktvisiere teilen sich auf in Reflexvisiere, [[Holovisier|Holovisiere]] und [[Kollominatorvisiere]].
  
*'''[[Rotpunktvisier|Rotpunktvisiere]] gehören zu den [[Refelxvisier|Reflexvisieren]]''': Nein, Rotpunktvisiere teilen sich auch in Refelxvisieren, [[Holovisier|Holovisiere]] und Kollimatorvisiere.
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*'''Es gab [[Reflexvisier|Reflexvisiere]] im zweiten Weltkrieg''': Es gab erste Reflexvisiere zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Jedoch wurden sie nicht im Krieg benutzt, da diese das Sonnenlicht als Quelle nutzen und bereits bei Bewölkung unbrauchbar wurden. Benutzt wurde zum Beispiel das [[Nydar-Visier]] von [[Sportschützen]] zum [[Tontaubenschießen]]. Gestreut wurde das Gerücht durch unhistorische Videospiele.
  
*'''Es gab [[Reflexvisier|Reflexvisiere]] im zweiten Weltkrieg''': Es gab erste Reflexvisiere zur Zeit des zeiten Weltkrieges. Jedoch wurden sie nicht benutzt, da diese das Sonnenlicht als Qualle nutzen und bereits bei Bewölkung unbrauchbar wurden. Gestreut wurde das Gerücht durch unhistorische Videospiele.
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*'''Es gab [[Holovisier|Holovisiere]] im zweiten Weltkrieg''': Das ist unmöglich, da die Holografie erst nach dem zweiten Weltkrieg erfunden wird. Ebenfalls ein Produkt von ahistorischen Videospielen.
  
*'''Es gab [[Holovisier|Holovisiere]] im zweiten Weltkrieg''': Das ist unmöglich da die Holografie erst nach dem zweiten Weltkrieg erfunden wird. Ebenfalls ein Produkt von ahistorischen Videospielen.
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*'''Alle Visiere mit mittlere Vergrößerung sind [[ACOG|ACOGs]]''': Nein, ACOGs sind Visiere einer bestimmten Produktlinie der Firma [[Trijicon]]. Dieser Fehler kommt ebenfalls aus Videospielen, wo alle Optiken dieser und ähnlicher Art oft einfach ACOG, ohne weitere Modellbezeichnung, genannt werden.
  
*'''Alle Visiere mit mittlere Vergrößerung sind [[ACOG|ACOGs]]'': Nein, die ACOGs sind Visiere einer bestimmten Produktlinie der Firma [[Trijicon]]. Dieser Fehler kommt ebenfalls aus Videospielen, wo alle Optiken dieser und ähnlicher Art oft einfach ACOG, ohne weitere Modellbezeichnung, genannt werden.
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*'''Automatische Waffen schießen Dauerfeuer''': Eine unter Betroffenen weit verbreitete Aussage. Dabei wird [[Automatik]] stumpf mit [[Vollautomatik]] gleichgesetzt, obwohl sich Automatik nur auf die Automatisierung des internen Nachladevorgangs bezieht und nicht auf den [[Feuermodus]]. Automatik umfasst so [[Halbautomaten]] und [[Vollautomaten]].
  
*'''[[Halbautomat|Halbautomaten]] sind immer umgebaute [[Vollautomat|Vollautomaten]]''': Nein, komplett falsch. [[Hlabautomat|Halbautomaten]] sind solange nicht Automatisch, bis man eine spezielle [[Abzungsgruppe]] konstruiert, zu welcher auch ein sogenannter [[Vollautomatikunterbrecher]] gehört. Die meisten in Deutschland erhältlichen [[Selbstladebüchsen]] sind extra so konstruiert, das ein Umbau nicht mehr möglich ist.
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*'''[[Halbautomat|Halbautomaten]] sind immer umgebaute [[Vollautomat|Vollautomaten]]''': Nein, dies ist komplett falsch. [[Halbautomat|Halbautomaten]] sind solange nicht Automatisch, bis man eine spezielle [[Abzugsgruppe]] konstruiert, zu welcher auch ein sogenannter [[Vollautomatikunterbrecher]] gehört. Die meisten in Deutschland erhältlichen [[Selbstladebüchsen]] sind extra so konstruiert, das ein Umbau nicht mehr möglich ist.
  
 
*'''Es gibt halbautomatische [[Sturmgewehr|Sturmgewehre]]''': Ein faktischer Fehler, da Sturmgewehre per Definition [[Dauerfeuer]] fähig sein müssen. Diese Fehleinschätzung kommt aus den US Medien, wo Waffengegner [[Selbstladebüchse|Selbstladebüchsen]] polemisch als Assault Rilfes (dt. Sturmgewehre) bezeichnen, um einen vermeintlich militärischen Charakter zu implizieren.
 
*'''Es gibt halbautomatische [[Sturmgewehr|Sturmgewehre]]''': Ein faktischer Fehler, da Sturmgewehre per Definition [[Dauerfeuer]] fähig sein müssen. Diese Fehleinschätzung kommt aus den US Medien, wo Waffengegner [[Selbstladebüchse|Selbstladebüchsen]] polemisch als Assault Rilfes (dt. Sturmgewehre) bezeichnen, um einen vermeintlich militärischen Charakter zu implizieren.

Version vom 7. April 2020, 19:20 Uhr

Der Gunning-Kruger-Effekt (zusammen gesetzt aus Gun und Dunning-Kruger-Effekt) ist ein Phänomen, welches das besonders häufige Auftreten des Dunning-Kruger-Effektes im Bereich der Waffenkunde bezeichnet.

Eine Person, welche unter dem Gunning-Kruger-Effekt leidet, ist der Meinung, dass sie umfassende Kenntnis im Bereich der Waffentechnik und Waffenhistorie besitzt, ob wohl sie realistisch betrachtet über nur sehr geringes Wissen verfügt. Dabei sorgt diese Selbstüberschätzung immer wieder für unangenehme Situationen, da Betroffene meist ein starkes Sendungsbewusstsein sowie Mitteilungsbedürfnis haben. In Folge dessen meinen Betroffene oft andere belehren zu müssen, auch wenn diese weitaus kompetenter sind als sie selbst.

Ursachen

Dass der Dunning-Kruger-Effekt im Bereich der Waffenkunde besonders häufig auftritt, hat unter anderem folgende Ursachen:

  • Wissen der Durchschnittsbevölkerung: In Deutschland gehört Waffenkunde nicht zum Allgemeinwissen. Jemand der sich auch nur wenig mit dem Thema beschäftigt, verfügt schnell über mehr Wissen als der Durchschnitt. Dies führt bei Betroffenen oft zu der fälschlichen Annahme sie seien auf dem Gebiet besonders bewandert.
  • Zu wenig ehrliches Fachpersonal: In Deutschland gibt es nur wenig Fachpersonal wie Büchsenmacher. Zudem treten diese meist in der Form eines Dienstleisters auf, welche dem Kunden gegenüber stets freundlich gegenüber auftreten. Dieser seltene Kontakt und die verzeihende Art des Fachpersonals erwecken bei manchen Betroffenen den Eindruck, sie hätten sehr viel Ahnung vom Thema.
  • Zu wenige echte Experten: Echte Experten im Bereich Waffenkunde sind leider rar gesät. So gibt es nur eine Handvoll Militärhistoriker mit dem Schwerpunkt Handfeuerwaffen in Deutschland. Ein Kontakt kommt so gut wie nie zustande. Dies erweckt beim vom Gunning-Kruger-Effekt Betroffenen den Eindruck, Er sei der Experte.
  • Offene Ohren für Hören Sagen: Auch wenn Waffenkunde nicht zur hiesigen Allgemeinbildung gehört, so gibt es doch eine gewisse Masse an Binsenweisheiten, Gerüchten und Mythen zum Thema. Diese werden zwar immer wieder wiederholt aber entsprechen oft nicht den Tatsachen. Für gewöhnlich werden diese Mythen von Gunning-Kruger-Effekt Betroffenen regelrecht aufgesogen und bei jeder Gelegenheit wiedergegeben.
  • Etwas schriftliches: Leider herrscht, vor allem im deutschem Kulturraum, oft ein blindes Vertrauen in Schriftstücke. So halten sich Gunning-Kruger Betroffene nach einer bestandenen Waffensachkundeprüfung oft für ausgebildete Experten. Das man in der Waffensachkundevorbereitung nur das nötigste lernt, um sich und andere nicht zu verletzen, wird von Betroffenen meist weitläufig ausgelegt und eine bestandene Sachkundeprüfung zu einer Art Abschluss in Waffenkunde umgedeutet.
  • Eigene Waffe: Jeder Schütze sollte sich so gut wie möglich mit seiner Waffe vertraut machen. Jedoch kommt es bei Gunning-Kruger Betroffenen vor, dass diese alleine den Besitz und den Umgang mit dieser Waffe dafür als ausreichend betrachten. Betroffene unterliegen dem Irrglauben, dadurch automatisch alles über diese Waffe, dessen Geschichte, ähnliche Modelle oder sogar alle Waffen überhaupt zu wissen.
  • Eingeschränkter Fachbereich: Selbst Fachpersonal ist vor dem Gunning-Kruger-Effekt nicht sicher. Dies rührt vor allem daher, dass die meisten Fachleute nur in einem kleinen Bereich der Waffentechnik arbeiten. Oft werden richtige Erkenntnisse aus dem eigenen Fachbereich, in einen anderen fremden Fachbereich projiziert, welche dort aber nicht mehr den Fakten entsprechen.
  • Falsch übertragenes fremd Fachwissen: Oft wird Fachwissen aus anderen Bereichen in das Fachgebiet Waffenkunde übertragen, welches dort nicht unbedingt sprachlich und faktisch richtig ist. Beispiele sind der Begriff Kugel welcher in der Waffentechnik von der geometrischen Definition abweicht und der Begriff Feuerwaffe welcher teilweise vom historischen Begriff abweicht.
  • Das Fachbüchersterben: Leider ist das Fachbuch in Deutschland ein immer weiter an den Rand gedrängtes Medium. In anderen Ländern ist zwar ähnliches zu beobachten, jedoch konnten im deutschsprachigen Raum keine zuverlässigen Online Angebote nachwachsen. Gunning-Kruger Betroffene besitzen meist kein einziges wirkliches Fachbuch zum Thema Waffenkunde.
  • Schlechte Online Angebote: Im deutschsprachigen Raum sind wirklich seriöse Online Angebote zum Thema Waffenkunde rar gesät. Aus diesem Grund informieren sich Gunning-Kruger Betroffene oft auf dubiosen Internetseiten, welche jedoch nicht die nötige Sorgfalt an den Tag legen. Eine besonders schlimme Ausprägung dieses Effektes, in Verbindung mit dem Fachbüchersterben, ist bei jungen Betroffenen zu beobachten. Da bei ihnen der naive Glaube Vorherrscht, das alle wichtigen Informationen Online verfügbar seien.
  • Englische Quellen trotz mangelnder Sprachkenntnisse: Da es an deutschen Medien zum Thema Waffenkunde mangelt, gehen viele Betroffene her und konsumieren stattdessen anderssprachige Quellen, vor allem englische. Bei Gunning-Kruger Betroffenen sieht man dabei jedoch oft, dass ihre Kenntnisse der englischen Sprache nicht ausreicht, um ein hinreichendes Verständnis der Texte und Videos zu gewährleisten. Betroffene geben deswegen die ungenügend aufgenommenen Informationen mangelhaft wieder.
  • Überschätzte Fremdsprachenkenntnisse: Ein besondere Effekt ist bei Betroffenen zu beobachten, welche neben deutsch noch eine weitere Sprache sprechen, oft handelt es sich dabei um ihre Muttersprache. Betroffene gehen davon aus, dass diese Sprachkenntnisse ausreicht, um alles über Waffen zu wissen, welche im entsprechenden Sprachraum entwickelt und benutzt wurden. Dabei fehlt Betroffenen jedoch oft nötiges Fachvokabular sowie Hintergrundwissen, um eventuell sogar studierte fremdsprachige Quellen richtig einordnen zu können. Auch machen einen zb. russisch Kenntnisse nicht zum Experten für russische Waffen, wie einen Deutschkentnisse ja auch nicht zu Experten für deutsche Waffen machten.
  • Blindes Vertrauen in englische Quellen: Neben diesen Effekten tritt vor allem bei englischen Quellen eine weitere Ursache auf. Für viele sind heutzutage die USA das Maß aller Dinge in Sachen Waffentechnik. Was auch weitgehend gerechtfertigt ist, jedoch neigen einige dazu, ausnahmslos jeder englischsprachigen Internetseite zu vertrauen, egal wie unseriös ein privater Blog auch aufgemacht sein mag. Eine kritische Quellenanalyse findet bei einigen nicht mehr statt, sobald es sich um eine englische Quelle handelt.
  • Filme und Videospiele: Aus Gründen der Dramatik bei Spielfilmen, sowie aus Gründen der Fairness bei Computer- und Videospielen, werden oft Waffentechnische Sachverhalte falsch dargestellt. Gunning-Kruger betroffene halten diese falsches Sachverhalte jedoch für wahr und geben diese als angeblich fundiertes Waffenkundewissen wieder.
  • Schlecht übersetzte Dokus: Seit den frühen 2000er Jahren schwappten immer mehr, vor allem US amerikanische, Dokumentationen zum Thema Waffenkunde in den deutschsprachigen Raum. Bei diesen handelt es sich oft um eine Form der weichen Propaganda wo US Waffen entweder glorifiziert oder stark kritisiert werden. Letzteres um die US Bevölkerung zur Befürwortung eines höheren Militär Budgets zu bewegen. Zudem werden diese Dokumentationen oft mit einem geringen Budget und von nicht Fachpersonal ins Deutsche übersetzt und enthalten aus diesem Grund oft Fehler. Gunning-Kruger Betroffene saugen diese Informationen jedoch unreflektiert auf und halten sie für fundiertes Wissen aus seriösen Quellen.

Typische Aussagen

  • Revolver sind keine Pistolen: Eine typische Behauptung, verursacht durch einen Fehler in der Waffensachkundeprüfung wo nach dem Unterschied von Pistole und Revolver gefragt wird. Eigentlich hätte jedoch nach einer Selbstladepistole gefragt werden müssen. Oft behaupten Gunning-Kruger Betroffene eine Pistole hätte immer ein Magazin und sprechen damit zb. der Steinschlosspistole ab eine Pistole zu sein.
  • Pistolen sind Handfeuerwaffen: Die Aussage ist nicht ganz falsch, jedoch umfasst Handfeuerwaffe alle Waffen die von einem Schützen Transportiert und bedient werden können. Der richtige Oberbegriff für Pistolen lautet Fausfeuerwaffe. Dieser Fehler geht auf einen Übersetzungsfehler im Film Dirty Harry zurück, in welcher dieser seine M29 als "stärkste Handfeuerwaffe der Welt" bezeichnet. Was faktisch falsch ist, da auch Panzerbüchsen und Maschinengewehre zu den Handfeuerwaffen zählen.
  • Es gibt keine Handfeuerwaffen: Auch Aussagen wie diese trifft man an. Diese kommen meist daher, dass nicht in jedem Fachbereich die gleichen Wörter benutzt werden. Dieser auch Büchsenmachers Babylon genannte Effekt kann bei Betroffenen den Irrglauben hervorrufen, dass es zb. Handfeuerwaffen nicht gibt, da sie den Begriff aus ihren Fachbereich nicht kennen.
  • Alle vollautomatischen Waffen sind Maschinengewehre: Oft werden durchweg alle Vollautomaten als Maschinengewehre bezeichnet, obwohl zb. Maschinenpistolen und Sturmgewehre ganz klar keine Maschinengewehre sind. Dies kommt zum einen daher, dass die Medien oft die von der Polizei getragenen MP5 als Maschinengewehre bezeichnen und zum anderen aus englischen Videos, da der US Mashinegun Ban alle vollautomatischen Waffen betrifft.
  • Mündungsbremse und Kompensator ist das Gleiche: Sehr häufig kommt es bei Gunning-Kruger Betroffenen zu Verwechslungen von Mündungsaufsätzen, da diese für den Unkundigen meist schwierig auseinander zu halten sind. Auch werden die Begrifft oft in dem Medien, Videospielen und schlecht übersetzten Dokumentationen falsch verwendet und so von Betroffenen so falsch auf genommen und wieder gegeben.
  • Mündungsbrecher mindern den Rückstoß: Oft kommt es bei Betroffenen zu Verwechslungen zwischen Rückstoß, Rückschlag und Hochschlag auf welchem sie vehement beharren. Dies kommt vor allem daher, dass in der Umgangssprache oft Rückstoß als Synonym für Rückstoß, Rückschlag und Hochschlag in Summe verwendet wird.
  • Es heißt nicht Lauf sondern Rohr: In extremer Häufung treten Probleme mit Büchsenmachers Babylon auf. Betroffene wissen oft nicht, dass es in verschiedenen Bereichen der Waffentechnik verschiedene Begriffe für gleiche oder ähnliche Bauteile und Sachverhalte gibt. So halten viele Betroffene zum Beispiel das Wort Rohr für falsch, andere das Wort Lauf.
  • Es heißt nicht Kugel: Sehr oft wird der Begriff Kugel von Betroffenen fälschlicherweise angekreidet. Dies kommt daher, das sie sich an der Definition aus der Geometrie orientieren. Jedoch verhält es sich in der Waffentechnik, historisch bedingt, anders. Hier wird Kugel verwendet für: Büchsenpatronen, Büchsengeschosse, Büchsenprojektile jedoch nicht für Schrot-Körner obwohl es sich dabei um geometrische Kugeln handelt.
  • K98 war die Standardwaffe der Wehrmacht: Eine typische Verwechslung von deutschen Kar98k und dem polnischen K98. Dieser kommt zustande da viele Hersteller von Dekowaffen, Softairwaffen sowie Programmierer von Videospielen den Mauser Karabiner 98 kurz mit K98 abkürzen um Lizenzforderungen von Seiten Mauser vorzubeugen.
  • Der Kar98k ist die kurze Version vom K98: Bereits unter Militärhistorikern eine Art Scherzfrage. Diese These wird von vielen Gunning-Kruger Betroffenen immer wieder vertreten. Sie Übersehen dabei jedoch, dass es sich beim K98 um ein polnisches Karabiner Modell handelt und beim Kar98k um ein deutsches. Dessen Längen sich nicht aufeinander beziehen. Der Kar98k ist zudem weder kurz noch ein Karabiner sondern ein Universalgewehr und damit länger als der K98, bei welchem es sich wirklich um einen Karabiner handelt.
  • Das MG42 ist das am schnellsten schießende Maschinengewehr: Diese Aussage hört man immer wieder, obwohl diese nicht zutrifft. Bezieht man sie sich auf alle Mahschinengewehre, dann besitzt das M134 eine sehr viel höhere Kadenz. Auch im Bezug auf einläufige Waffen trifft diese Behauptung nicht zu, da das ShAKS eine höhere Kadenz besitzt und auch unter den universal Maschinengewehren war das MG45 mit einer höheren Kadenz ausgestattet.
  • Das MG42 war zuverlässig: Auch diese Aussage stimmt nicht, da das MG42 sehr schnell entwickelt wurde und vor allem frühe Modelle oft mit Hülsenklemmern und Hitzezündungen zu kämpfen hatten. Spätere Modelle litten vor allem unter Auszugsfehlern in Verbindung mit Stahlhülsen.
  • Die MP40 ist von Schmeisser: Dieses Gerücht hält sich hartnäckig und kommt daher, dass US Soldaten nach dem zweiten Weltkrieg erbeutete MP40 anhand ihrer Magazine als Schmeisser MP40 bezeichneten. Die in der MP40 benutzen Magazine stammten jedoch noch von der MP28 und trugen den Namen Schmeisser. Die MP40 selber stammt jedoch von Heinrich Vollmer.
  • MP44 und Stg.44 sind unterschiedlich: Nein, beide Waffen sind per Dienstvorschrift gleich. Oft wird zwar behauptet, die MP44 sei eine Maschinenpistole aber dies entspricht nicht den technischen Tatsachen. Vielmehr war MP44 eine Tarnbezeichnung, um den neune Waffentyp vor alliierten Spionen zu verschleiern. Später wurde die MP44 in Stg.44 umbenannt, ohne das Änderungen vorgenommen wurden. Die Behauptung kommt oft von einer Verwechslung mit der MP40 oder von dem blinden Glauben an die Richtigkeit der Abkürzung MP.
  • Das AK-47 ist eine Kopie des Stg.44: Eine vor allem deswegen weit verbreitete Aussage, weil für den Unkundigen beide Modelle von außen ähnlich aussehen. Jedoch existieren kaum technische Ähnlichkeiten. Zudem wird verbreitet, dass das Stg.44 den Anstoß zur Entwicklung des AK-47 gegeben haben soll, dies war jedoch nachweislich der MKb.42 (h) in der Schlacht um Chlom. Zudem existierte mit dem Fjederov Avtomat bereits das dem deutsch Sturmgewehr ähnlich Konzept des Avtomat.
  • Die AK-47 ist eine Maschinenpistole: Nein, die AK-47 feuert keine Pistolenpatronen und ist daher auch keine Maschinenpistole. Der Fehler kommt daher, dass die DDR die der AK-47 ähnliche MPi-K als Maschinenpistole bezeichnete, da das Wort 'Sturmgewehr' im Sprachgebrauch der DDR nicht vorkam.
  • Die AK-47 ist die meist gebaute Waffe der Welt: Nein, die AK-47 wurde in keinen so großen Stückzahlen gefertigt. Auch wenn man die Nomenklatur AK-47, wie im Sprachgebrauch der US Armee, auf alle Modelle mit Kalaschnikow System ausweitet, so wurden weltweit mehr Waffen mit dem Mauser 98 System gefertigt.
  • Die AK-47 ist unempfindlich gegenüber Schlamm: Nein, aktuelle Tests haben bewiesen, dass vor allem zementartiger Schlamm bereits bei einem der ersten Schüsse vom Verschlussträger direkt in die Aussparungen des Schildzapfen fallen kann, was ein verriegeln der Waffe verhindert und die Schussabgabe unmöglich macht.
  • Die AK-47 ist billig: Auch das ich nur eingeschränkt richtig. Denn auf die eigentliche AK-47 trifft dies in keinster Weise zu. Erst die AKM konnte günstig produziert werden und dies auch nur, wenn Produktionsanlagen von ausreichender Größe errichtet und eine gewisse Mindestanzahl an Modellen produziert wurde. In geringen Stückzahlen ist die AKM sehr teuer. Das Gerücht kommt daher, da nach dem Zusammenbruch des Ostblocks große Mengen von AKM und AK-47 den Markt überschwemmten und zu günstigen Preisen zu haben waren. Dies hat jedoch nichts mit den ursprünglichen Produktionskosten zu tun.
  • Die AK-47 ist unpräzise: Auch das ist nur teilweise richtig und rührt daher, da AK-47 und AKM nicht Fabrikmäßig eingeschossen werden. Dies wird erst vom Soldaten selber oder von speziell ausgebildetem Personal nach Erhalt der Waffen vorgenommen. Der erste direkte Kontakt des Westens mit der AK-47 fand jedoch in Form von Guerillakämpfen mit nichtstaatlichen Akteuren statt. Diese waren oft nicht in der Lage die Waffen entsprechen einzuschießen. Dem entsprechend viel der erste Eindruck der AK-47 im Westen aus. Auch waren die ersten Kalaschnikow Modelle, welche den westlichen Zivilmarkt erreichten von minderer Qualität.
  • Die NVA hatte das AK-47 und AKM: Nein, die NVA hatte die MPi-K und MPi-KM. Diese Moddele sind Ak-47 und AKM ähnlich, jedoch nicht identisch.
  • Es gibt eine AK-74U: Nein, es gibt zwar eine AKS-74U die AK-74U ist eine Erfindung des Softair Herstellers Tokyo Marui dieser vertreib ein Modell welches eine Mischung aus AKS-74U und AK-47 darstellt, welche in der Realität nicht existiert. Da viele Videospielprogrammierer als Anschauungsobjekte zu Softairmodellen greifen, hat es diese fiktive Waffe in einige prominente Videospiele geschafft.
  • Die Kalaschnikow hat das Kaliber 7,62x39mm: Oft sind Betroffene nicht in der Lage, eine Waffen Familie von den jeweils einzelnen Modellen zu unterscheiden. Denn die Kalaschnikow gibt es nicht, da man nicht weiß, ob man von der ersten Kalaschnikow also der Kalaschnikow MP 1942, dem ersten Kalaschnikow Avtomaten der AK-46, der ersten Kalaschnikow in Massenproduktion der AK-47 oder der meist produzierten Kalaschnikow der AKM, ausgehen soll. Betroffene vom Gunning-Kruger-Effekt, sind also in dieser Hinsicht schwer zu verstehen und verursachen laufend Missverständnisse. Zudem werden auch oft Einzelne Modelle vertauscht, zusammen gezogen oder deren Eigenschaften verwechselt. Besonders betroffen sind neben der Kalaschnikow Familie auch die AR-15 Modelle, die Gewehre der Artic Warfare Gruppe sowie das Sturmgewehr 44 und seine Vorgänger.
  • Die AK-47 wurde für 7,62x39mm M43 entwickelt: Nein, entwickelt wurde die AK-47, wie die AK-46 vor ihr, für die Patrone 7,62x41mm M43. Erst als Die Waffe so gut wie fertig war, wurde die Patrone um 2mm gekürzt und die AK-47 entsprechend für 7,62x39mm angepasst, welche ebenfalls die Bezeichnung M43 trägt.
  • Es gibt verschiedene Kaliber .50: Nein, "Kaliber .50" ist eine Maßangabe genau wie "1 cm". Es gibt keine verschieden lange 1 Zentimeter. Es gibt nur verschiedene Patronen mit einem Geschoss im Kaliber 0,5 Inch aber das Kaliber an sich bleibt gleich.
  • 7,62x39mm M43 hat mehr Durchschlagkraft als 5,45x39mm M74: Nein, hier wird Durchschlagkraft mit Stoppwirkung verwechselt. 5,45x39mm hat ein kleineres schnelleres Geschoss und damit eine bessere Chance ein Ziel oder dessen Panzerung zu durchschlagen. 7,62x39mm M43 hat hingegen durch das langsamere schwere Geschoss eine größere Chance das Ziel zu stoppen. Oft wird Durchschlagkraft als Synonym für die allgemeine Leistung benutzt und von Gunning-Kruger Betroffenen sogar als Synonym für Stoppwirkung, obwohl es sich dabei um das Gegenteil von Durchschlagkraft handelt.
  • 5,56x45mm NATO und .223 Remington sind identisch: Eine weitere Falschaussage, welche sich vor allem darauf stützt, dass beide Patronen auf dem deutschen Munitionserwerbsschein gleichgesetzte werden. In der Realität jedoch handelt es sich um zwei unterschiedliche Patronen und das verschießen von .223 Remington aus einer 5,56x45mm NATO Büchse, kann zu Problemen führen sowie umgekehrt.
  • 7,62x51mm NATO und .308 Winchester sind identisch: Ähnlich wie auch bei 5,56x45mm NATO und .223 Remington kommt der Mythos vom Munitionserwerbsschein. In der Realität sind beide Patronen unterschiedlich und das verschießen von .308 Winchester aus einer 7,62x51mm NATO Büchse kann zu Problemen führen sowie umgekehrt.
  • Das G3 kann im Notfall AK-47 Munition verschießen: Ein altes Soldaten Gerücht aus den Tagen des kalten Krieges. beide Waffen besitzen zwar das Kaliber 7,62mm jedoch unterschiedliche Patronen. Beim G3 7,62x51mm NATO und beim AK-47 7,62x39mm M43. Die Patronenlager der beiden Waffen sind jedoch zu unterschiedlich geformt, als dass ein gefahrloser Abschuss der jeweils anderen Patrone möglich wäre.
  • Das AR in AR-15 steht für Automatic Rifle: Nein, es steht für ArmaLite Rifle. Das fünfzehnte Gewehr der Firma ArmaLite.
  • Das AR-15 ist halbautomatisch: Nein, das ursprüngliche AR-15 wurde von der Firma ArmaLite aus der AR-10 entwickelt. Erst später wurde von Colt mit der AR-15 Sporter eine Selbstladebüchse für den zivilen Markt geschaffen. Heute befinden sich jedoch so viele Waffen mit AR-15 System auf dem Markt, dass man diese oft vereinfacht AR-15 nennt, obwohl man Waffen mit AR-15 System sagen müsste. Oft wird durch den Artikel unterschieden was man meint. 'Das AR-15' (bestimmter Artikel), meint das erste AR-15 von ArmaLIte. 'Ein AR-15' (unbestimmter Artikel) meint ein Modell mit AR-15 System.
  • Das AR-15 wurde für .223 Remington entwickelt: Nein, die erste AR-15 war für die Patrone .222 Remington eingerichtet, diese Patrone wurde jedoch von ArmaLite angepasst und als .222 Special bezeichnet. Erst eine noch weiter geänderte Version der Patrone erhielt den Namen .223 Remington.
  • Das M16 war schlecht in Vietnam: Die Probleme des M16 lassen sich eher auf unpassendes Treibmittel, fehlendes Putzzeug und eine mangelnde Kommunikation zwischen Soldat, Führung, Colt und ArmaLite zurückführen. Trotzdem halten sich die Gerüchte von damals bis heute und werden von Gunning-Kruger Betroffenen bei jeder Gelegenheit aufgewärmt.
  • Das M16 wurde von der US Armee in Vietnam eingeführt: Eigentlich wurde das M16 nur von der US Luftwaffe offiziell eingeführt. Die Armee folget erst später mit dem XM16E1. Auch stimmt das Gerücht nicht, dass die US Armee mit dem M14 in den Vietnamkrieg eintrat und dieses, wegen den schlechten Erfahrungen, austauschte. Nur die US Marines waren zu Beginn noch mit M14 ausgerüstet, das Groß der US Armee hatte bereits das XM16E1, als die US Armee Vietnam erreichte. Erst als immer mehr US Truppen nach Vietnam kamen und die Produktion vom M16A1 nicht mithielt, wurden erneut M14 ausgegeben.
  • Alle kurzen AR-15 sind M4: Nein, "Colt M4 Carbine 5.56mm" ist eine Spezifikation mit einem genau 14,5 Zoll langem Lauf mit Einschnitt für das M203 Granatgerät und anderen festgesetzten Eigenschaften. Ein wechsel des Laufes oder einer anderen wichtigen Komponenten, verletzten diese Spezifikation und es handelt sich nicht mehr um einen 'Colt M4 Carbine 5.56mm'. Die Benutzung der Nomenklatur M4 für alle möglichen kurzen Waffen mit AR-15 System kommt vor allem aus der Videospielkultur.
  • Es gibt M4, M4A1, M4A2, M4A3 und M4A4: Nein, es gibt neben den M4 nur den M4A1. Dieser kann vollautomatisches Feuer abgeben anstelle des mechanisierten Feuerstoßes. M4A2, M4A3 und M4A4 sind Erfindungen des Videospiels Counterstrike. Es existiert jedoch ein Panzer Namens M4A4, dieser ist eine Weiterentwicklung des M4 Sherman.
  • Der M4 Karabiner wurde im Vietnamkrieg erfunden: Nein, der M4 Stammt von 1991. Es gab keine offiziellen Karabiner auf AR-15 Basis in Vietnam. Nur die SMG und Commando CAR-15 Versionen wie XM177E1,oder GAU-5A/A. Oft halten Gunning-Kruger Betroffene alle kurzen AR-15 Modelle für M4 Karabiner.
  • Der M4 ist nur eine Version vom M16: Häufig sind vom Gunning-Kruger-Effekt Betroffene nicht in der Lage, die einzelnen Modelle einer Familie auseinander zu halten und werfen aus diesem Grund alle Modelle in einen Topf. Diesen Topf benennen sie dann jeweils nach dem bekanntesten Modell. So wird zum Beispiel der eigenständige M4 Karabiner oder der GAU5-A/A in den M16 Topf geworfen. Besonders schlimm betroffen sind unter anderem auch die Kalaschnikow Familie, die AI AW Familie sowie die AR-15 Gruppe und die deutschen Maschinenkarabiner welche zu Unterarten des Sturmgewehr 44 werden.
  • Es gibt den M4 aber auch mit kurzem Lauf: Eine Aussage wie diese bezeugt eindeutig, dass viele Gunning-Kruger-Effekt Betroffene oft keine Idee davon haben, was eine militärische Designation ist. Denn eine solche bezieht sich eindeutig auf die Eigenschaften einer Waffe, wird eine dieser eindeutig definierten Eigenschaften verändert, verliert die Waffe ihre Designation. Es gibt eindeutig keinen M4 mit kurzem Lauf, da die Designation von einem 14,5 Zoll langen Lauf spricht. Betroffenen ist oft nicht bewusst, wie Waffennamen funktionieren.
  • Das MG3 besitze eine Natobremse: Eine weit verbreitete Behauptung ist, dass sich irgendwo im MG3 eine sogenannte Natobremse befindet, nach dessen Entfernung das MG3 die Kadenz des MG42 erhalten soll. Dieses stimmt jedoch nicht, Verschluss und Verschlussfeder sind anders ausgeführt und ergeben so die Kadenz des MG3.
  • Es gab Reflexvisiere im zweiten Weltkrieg: Es gab erste Reflexvisiere zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Jedoch wurden sie nicht im Krieg benutzt, da diese das Sonnenlicht als Quelle nutzen und bereits bei Bewölkung unbrauchbar wurden. Benutzt wurde zum Beispiel das Nydar-Visier von Sportschützen zum Tontaubenschießen. Gestreut wurde das Gerücht durch unhistorische Videospiele.
  • Es gab Holovisiere im zweiten Weltkrieg: Das ist unmöglich, da die Holografie erst nach dem zweiten Weltkrieg erfunden wird. Ebenfalls ein Produkt von ahistorischen Videospielen.
  • Alle Visiere mit mittlere Vergrößerung sind ACOGs: Nein, ACOGs sind Visiere einer bestimmten Produktlinie der Firma Trijicon. Dieser Fehler kommt ebenfalls aus Videospielen, wo alle Optiken dieser und ähnlicher Art oft einfach ACOG, ohne weitere Modellbezeichnung, genannt werden.
  • Automatische Waffen schießen Dauerfeuer: Eine unter Betroffenen weit verbreitete Aussage. Dabei wird Automatik stumpf mit Vollautomatik gleichgesetzt, obwohl sich Automatik nur auf die Automatisierung des internen Nachladevorgangs bezieht und nicht auf den Feuermodus. Automatik umfasst so Halbautomaten und Vollautomaten.
  • Es gibt halbautomatische Sturmgewehre: Ein faktischer Fehler, da Sturmgewehre per Definition Dauerfeuer fähig sein müssen. Diese Fehleinschätzung kommt aus den US Medien, wo Waffengegner Selbstladebüchsen polemisch als Assault Rilfes (dt. Sturmgewehre) bezeichnen, um einen vermeintlich militärischen Charakter zu implizieren.


Viele dieser typischen Aussagen kommen oft in Büchsenmacherbullshitbingos vor.