Gewehr

Aus WaffenWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Büchse der Firma Mauser

Der Begriff Gewehr ist eine alte, aber in der Umgangssprache immer noch geläufige Bezeichnung für Langwaffen.

Das Gewehr ist eine Handfeuerwaffe die von einer Person getragen und bedient werden kann. Die meisten Gewehre sind über einem Meter lang. Ein Gewehr besteht mindestens aus einem Metallrohr als Lauf durch den das Geschoss beim Schuss austritt, einem Schaft der es ermöglicht das Gewehr von der Schulter aus abzufeuern, und einer Zündvorrichtung.

Das Gewehr entwickelte sich als tragbare Feuerwaffe mit der Entwicklung und Verbreitung von Schwarzpulver. Aus den Kanonen entwickelten sich kleinere tragbare Waffen die jedoch bis auf die Abmessungen insbesondere in der Funktionsweise diesen gleich waren.

Statt Lafetten erhielten die ersten Gewehre einen Schaft aus Holz. Dieser war zunächst mit einem Haken versehen, der beim Abfeueren der aufgelegten Waffe den Rückstoß abfing. Diese Arkebusen (Hakenbüchsen) hatten noch große Laufdurchmesser, waren aber von einer Person bedienbar.

Die Treibladung aus Schwarzpulver wurde von vorne in den Lauf eingebracht. Danach wurde das Geschoss auf die Treibladung gesetzt. Die Zündung erfolgte über eine Bohrung am hinteren Ende des Laufes mittels einem Luntenschloss. Dabei wurde eine in einer Halterung befindliche glimmenede Lunte duch betätigen des Abzuges an dieses Zündloch bewegt, was dann das Schwarzpulver im Lauf entzündetete.

Später verbesserte sich die Zündeinrichtung über das Radschloss zum Steinschloss. Auch der Schaft wurde weiter verbessert und der Durchmesser des Laufes wurde kleiner.

Um die Treffgenauigkeit zu erhöhen war es notwendig den Geschossen einen Drall um Ihre Längsachse zu geben. Dazu wurden die Gewehre mit Läufen ausgestattet welche in Ihrem inneren spiralförmige Vertiefungen enthielten.