Gasdrucklader

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Das Prinzip des Gasdruckladers ist das bei Selbstladegewehren verbreitetste Verschluss-System.

Es wird die beim Schuss auftretende Energie (Gasdruck) bei Verbrennung des in einer Patrone enthaltenen Treibmittels über eine Bohrung im Lauf abgezapft und entweder direkt oder über einen Gaskolben auf den Verschlussträger geleitet und so der Nachladevorgang eingeleitet.

Das bekannteste Beispiel für direkte Gaseinwirkung auf den Verschlussträger ist das deutsche Sturmgewehr 44 Mpi43 bzw. StG44, welche als "Vater" aller späteren Sturmgewehre gelten kann. Die bekanntesten Gasdrucklader nach dem 2. WK waren das amerikanische M16 nach Stoner sowie das mittels eines Umwegs über einen Gaskolben arbeitende russische AK-47 (Awtomat Kalaschnikow - Michail Timofejewitsch Kalaschnikow (russisch: Михаил Тимофеевич Калашников)).

Bei den Systemen mit Gaskolben unterscheidet man zwischen zwei Konstruktionsmechanismen:

Bei dem einen, dem sog. long stroke System legt der Gaskolben den selben Weg wie der Verschluss zurück.

Bei dem anderen, bekannt als short stroke Mechanismus, legt der Gaskolben nur eine vergleichsweise kurze Strecke zurück. Der Verschluss erhält nur einen kurzen Bewegungsimpuls.