Feder-Masse-Verschluss

Aus WaffenWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Feder-Masse-Verschluss wird bei rückstoßschwacher Munition verwendet. Lauf und Schlitten sind nicht miteinander verriegelt, sondern nur mit Federkraft aneinandergepresst.

Aufbau und Funktion (typisch):

Um den oder unter dem Lauf ist eine Vorholfeder angeordnet, die den Schlitten mit dem Stoßboden gegen den hinteren Teil der Patronenkammer drückt. Nach Schussauslösung drückt die Patronenhülse gegen den Stoßboden und damit den Schlitten zurück. Die Patronenkammer wird nach hinten freigegeben, die abgeschossene Hülse ausgezogen und ausgeworfen.

Nimmt die Federkraft gegenüber der Rückstoßenergie wieder überhand, drückt sie den Schlitten nach vorne. Der transportiert eine neue Patrone in die Kammer und schließt sie rückseitig. Die Waffe ist für einen weiteren Schuss bereit.

Für eine einwandfreie Funktion des Verschlusses muss die Schlittenmasse und die Federkraft auf der einen und die Rückstoßenergie auf der anderen Seite aufeinander abgestimmt sein. Dies erklärt auch, warum i. d. R. dieses Verschluss-System nur bei schwacher Munition verwendet wird. Zum einen müsste bei stärkeren Munitionssorten entweder die Feder sehr stark oder die Masse des Verschlusses sehr groß oder beides sein. Da die Waffe zum Durchladen oder Entladen von Hand repetiert werden muss, ist die aufzuwendende Kraft bei entsprechend starker Feder zu groß.

Munitionssorten (typisch):

  • .22 kurz
  • .22 lr
  • 6,35 mm
  • 7,65 Br.
  • 9 mm kurz
  • 9 x 18 Makarov


Waffen (typisch):

Walther PP/PPK, alle KK-Selbstladepistolen, Beretta 8x Cheetah, Makarov (PM), Ingram mac10/11, UZI

Waffen (Sonderfälle):

In 9 mm Para: Astra 600