Schwenkriegelverschluss

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Ein Schwenkriegelverschluß wird nur von wenigen Waffen verwendet. Die bekanntesten Waffen, die über dieses Verschlusssystem verfügen sind die P38/P1, die P4, P5, die Beretta 92 und ihre Klone. Unter dem Lauf hinten befindet sich ein keilförmiger Riegel, welcher über zwei Riegelblöcke verfügt. Diese beiden Blöcke ragen links und rechts neben dem Lauf nach oben und greifen so im verriegelten Zustand in zwei Aussparungen im Schlitten.

Der Schwenkriegel hat innen eine rampenförmige Bohrung, in der ein Steuerstift steckt. Im Ruhezustand sind Lauf und Schlitten durch den Schwenkriegel formschlüssig miteinander verbunden. Durch den Rückstoß im Schuß bewegen sich Lauf und Schlitten gemeinsam zurück, bis der Steuerstift nach ca. 8mm auf den Rahmen trifft. Im Gegensatz zum Browningsystem mit abkippendem Lauf geschieht dies geradlinig. Durch die rampenförmig angelegte Bohrung wird der Schwenkriegel nun durch die Bewegung des Steuerstifts nach unten bewegt. Das hat zur Folge, dass die Riegelblöcke aus den Aussparungen am Schlitten gezogen werden und somit die Verriegelung aufheben. Der Lauf bleibt an seiner Position stehen, während der Verschluß sich weiter nach hinten bewegt und dabei mit seiner Auszieherkralle die Patronenhülse aus dem Patronenlager zieht und auswirft.

Das Verriegeln läuft genau umgekehrt ab: Der unter Federdruck aus seiner hintersten Position wieder vorlaufende Verschluss schiebt eine Patrone in den nach wie vor in hinterer Position stehenden Lauf. Beim Vorlauf werden die Blöcke in die Schlittenaussparungen gedrückt und die Waffe damit verriegelt.

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