FX-Patrone

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Diese aus Kanada stammende Markierungsmunition (auch Simunition genannt) kann nur mit speziellen Waffen gezielt verschossen werden. Revolverpatronen haben einteilige Hülsen aus schwarzem Plastik, Aluminium oder Messing. Dabei ist das Geschoss nicht unterkalibrig. Die Hülsen dieser Munition, die für Selbstladewaffen konzipiert sind, bestehen dagegen aus zwei Teilen. Der hintere Teil ist dann aus Messing, der vordere Teil bei den 9 mm Patronen ist aus Plastik. Den Durchmesser von 9 mm der 9 mm Luger Patronen haben nur die Hülsen, die Geschosse haben einen Durchmesser von 7,62 mm.

Patronen des Kalibers 5,56x45 bestehen ebenfalls im hinteren Bereich aus Messing, der vordere Teil, auch Stempel genannt, ist aus Aluminium. Der Stempel wird beim Abschuss ein Stück nach vorne geschoben. Das ist nötig um die Waffe mit unverriegeltem Verschluss zu repetieren. Der Rückstoßimpuls des gerade mal 6 Grain schweren Geschosses (9 mm) reicht dafür nicht aus. Beim Aufprall des Geschosses wird es zerdrückt und an den Sollbruchstellen quillt die Farbe sternfürmig auf das Ziel. Hauptsächlich wird diese Munition von Behörden und Sicherheitsdiensten für Gefechtsübungen, bei denen die Teilnehmer Schutzkleidung tragen müssen, verwendet. Im Allgemeinen liegt die Mündungsenergie dieser Patronen bei 5-7 Joule und ihre Haltbarkeit bei ca. einem Jahr, da die Farbe mit der Zeit eindickt.

Neben den Farben rot, orange, blau, grün, gelb und weiß gibt es auch Patronen dieser Sorte mit einem schwarzen Plastikgeschoss. Letztere werden nicht für den gegenseitigen Beschuss, sondern auch z.B. für nachgestellte Szenarien außerhalb abgenommener Schießstätten verwendet. Sie werden als CQT (Close Quarters Target) bezeichnet. Diese gilt als lethale Munition.