Colt (Hersteller)

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Colt Defense LLC ist ein amerikanischer Waffenhersteller mit Sitz in Hartford, Connecticut. Die Firma produziert vor allem Sturmgewehre, Pistolen (darunter die berühmte M1911) und Revolver.

Geschichte

Gründung

Das Unternehmen wurde im Jahre 1847 von Samuel Colt als Colt's Manufacturing Company als Nachfolger seiner Bankrott gegangenen Patent Arms Manufactoring Company gegründet. Samuel Colt war der Erfinder des Trommelrevolver auf den er bereits 1836 ein Patent beantragt hatte. Der Hauptabnehmer der Produkte war von Anfang an die US Army.

Das Hauptprodukt von Colt war bis 1891 der Revolver, erst durch die Zusammenarbeit mit John Moses Browning wurde auch eine Entwicklung und Produktion von Maschinengewehren (Mod. 1895) und Pistolen begonnen. Daraus entstand unter anderem die Colt M1911 die von ihrem Produktionsbeginn 1911 bis 1985 die Standardpistole der US Army war.

1900–1955

Bis nach dem Koreakrieg konzentrierte sich Colt auf das Kerngeschäft mit Revolvern und Lizenzprodukten wie das BAR. Durch die umfangreichen Bestellungen in den beiden Weltkriegen konnte Colt bis 1955 Fabriken mit mehr als 15.000 Mitarbeitern bauen.

Nach dem Koreakrieg konnte Colt durch den Rückgang der Bestellungen und veraltete Produktionsmittel nicht mehr mithalten und musste sich neue Investoren suchen. Ab 1955 war Colt Teil der Penn-Texas Corporation von Leopold D. Silberstein. Im Jahr 1959 wurde das Unternehmen mit Pratt & Whitney zur Fairbanks Whitney zusammengeschlossen.

1955–2000

1955 brachte Colt das legendäre Revolvermodell Python auf den Markt.

Im Jahr 1960 konnte sich Colt mit dem Aufkauf der Rechte für die M16 von Eugene Stoners ArmaLite auch auf dem Markt für militärische Gewehre etablieren. Die M16 legte, nicht zuletzt durch den Vietnamkrieg, die Grundlage für Colts heute umfangreiches Sturmgewehr-Programm.

1964 wurden Colt und Pratt & Whitney wieder getrennt und die Colt's Inc. gegründet.

In den 80er Jahren konzentrierte sich die Firma zunehmend auf den militärischen Bereich, der Bereich der zivilen Faustfeuerwaffen litt unter dem Ablauf von Patentrechten und verschiedenen Fehlentscheidungen in der Modellpolitik. In diesem Bereich wurde Colt von Kennern und Fachjournalisten vielfach auch ein deutlicher Verlust an Fertigungsqualität bei alten und neuen Modellen vorgeworfen.

1988 verlor Colt die Ausschreibung der US Army um die weitere Produktion der M16 an FN, was zusammen mit dem Rückgang des Verkaufs von Handfeuerwaffen auf dem amerikanischen Markt beinahe zum Bankrott führte. Deshalb wurde die Firma 1990 an verschieden private Investoren, die United Auto Workers und den Staat Connecticut verkauft.

Danach konnte sich Colt durch die Entwicklung des M4 (Sturmgewehr) und neuer Pistolen neue Märkte erschließen.

Heute

Im Jahre 2002 wurde Colt in die Segmente „Military“, „Law enforcement“, „Private security/defence“ aufgeteilt.

Das Segment „Law enforcement“ bietet Waffen speziell für Polizei und zivile Sicherheitskräfte an. „Military“ bietet Waffensysteme für militärische Einheiten an, zum Beispiel das vom amerikanischen Militär vielfach genutzten Karabiner M4. Das letzte Segment „Private security/defence“ stellt ein Waffenprogramm für die zivile Anwendung, zum Beispiel Sport-Handwaffen wie den Colt M1911 a1/2 oder den Colt Python her.

Weblinks