Bleigeschoss

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Bleiflachkopfgeschoss im Kaliber .357 Magnum mit Fettrille

Bleigeschosse werden gegossen oder auch gepresst. Sie sind oft mit einer Fettrille zur Schmierung des Geschosses versehen, um die Reibung im Lauf zu verringern und einer Verbleiung vorzubeugen.

Blei ist das klassische Material für Geschosse. Es wird verwendet, da es ein hohes spezifisches Gewicht hat, verhältnismäßig preisgünstig ist und relativ weich ist, so dass es beim Schuss gut an die Laufwandung und in die Züge gepresst werden kann. Das für Geschosse verwendet Blei ist meist mit Antimon legiert, um eine etwas höhere Härte als reines Blei zu erreichen. Bleigeschosse sind nur bis zu einer bestimmten Geschossgeschwindigkeit geeignet und werden daher vorwiegend bei Kurzwaffen eingesetzt.

Problematisch sind Bleigeschosse u. a. auch deshalb, da bei stärkeren Ladungen Gasschlupf entstehen kann. Dabei strömen die heissen Pulvergase am Geschoß vorbei und es entstehen Bleidämpfe. Dieses begünstigt auch die s.g. Verbleiung des Laufes. Bleigeschosse können d.h. mit einem so genannten Gascheck versehen werden, einem flachen Metallbecher, der den Geschoßboden verstärkt und den Gasschlupf verhindert.