Benetzündung

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Bei diesem 1868 von Col. S. V. Benet patentierten Zündpatent befindet sich der Anzündsatz zentral zwischen dem Hülsenboden und einem eingelegten Näpfchen. Diese Art der Herstellung lässt nur eine zylindrische Hülsenform zu, weil nach Einsatz des Innenbodens mit der Anzündmasse ein Einziehen von Hülsenmund und -schulter nicht mehr möglich ist.

Der Hülsenboden ist äußerlich eben. Gehalten wird das eingelegte Näpfchen durch zwei die Patrone fast komplett umlaufende Einkerbungen. Das eingelegte Näpfchen ist gleichzeitig auch das Widerlager (Amboss) für den auslösenden Schlagbolzen und verfügt über zwei Zündkanäle, welche je seitlich der Zündmasse gegenüberliegend angelegt sind.

Anders als die modernen Zentralfeuerpatronen mit Boxer- oder Berdanzündung stellt dieses Patent eine Innenzündung dar, da die Zündmasse sich innerhalb des Hülsenkörpers befindet. Als Hülsenmaterial hat man Kupfer oder Messing unterschiedlicher Zusammensetzung gewählt, für das Näpfchen wurde Anfangs auch aus verzinntem Stahl verwendet. Gefertigt wurden Patronen dieses Typs bei Frankfort Arsenal in den USA. Munition mit diesem Zündsystem wurde aufgrund ihrer (verhältnismäßig) zuverlässigen Zündung und ihrer gasdichten Eigenschaft bis nach der Erfindung der Boxerzündung im Jahr 1878 bei der Armee eingeführt.