BDS Western Schiessen

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Bezeichnungen für das Westernschiessen

Heute ist diese Disziplin unter folgenden Namen bekannt

BDS-Westernschiessen

Westernschiessen

CAS -- Cowboy Action Shooting

CWS -- Cowboy Western Shooting

Cowboy Shooting

Single Action Shooting

W3G -- Western 3 Gun

Fast Draw

Quick Draw

Was ist Westernschiessen?

Seit mehr als einem halben Jahrhundert wird mit alten Westernwaffen sportlich geschossen. Westernschiessen oder international “Cowboy Action Shooting” ist ein dynamischer Schießsport, gleichzeitig aber auch “living History”, denn es wird im historischem Outfit aus der Hochzeit der Cowboys im spähten 19ten Jahrhundert geschossen. Offizieller Schiessverband für das Western Schiessen ist in Deutschland der Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V., kurz BDS genannt Jeder Teilnehmer muß in einem vorgeschriebenen Ablauf Ziele in einem Parcours (Stage) auf Zeit beschiessen. Werden die Ziele nicht getroffen oder in einer falschen Reihenfolge beschossen erhält der Schütze eine Zeitstrafe, die zum Ergebnis addiert wird. Am Ende gewinnt derjenige, der die wenigsten Platzpunkte gesammelt hat (schnellste Gesamtzeit in einer Stage = ein Platzpunkt, zweitschnellste Zeit = zwei Platzpunkte usw.). Ein Match kann bis zu 16 verschiedene Stages umfassen und sich auf mehrere Tage verteilen. Jede dieser Stages hat ihren eigenen individuellen Ablauf, Ziele stehen in anderen Entfernungen und/oder werden in einer anderen Reihenfolge beschossen, auch die vier Waffen werden immer etwas anders eingesetzt, alles in allem sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll!

Geschossen wird in der Regel auf Stahlziele, die entweder als Klappfallziele durch Umfallen oder als stehende Ziele (sog. Gongs) durch ein lautes >Pling< den Treffer anzeigen. Ringzahlen oder Trefferzonen wie in anderen Schießdisziplinen gibt es beim CAS (Cowboy Action Shooting) nicht. Um das Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, muß jeder Schütze vor der Teilnahme an einem Match, einen “Sicherheits und Regeltest” (SuRT) absolvieren. In diesem Lehrgang werden dem angehenden “Cowboy” die Sicherheitsmaßnahmen vermittelt, die für eine Teilnahme an einem Match notwendig sind. Neuerungen in der Sportordnung müssen trotzdem vor jedem Match nachgelesen werden.

Benutzt werden zum CAS Waffen aus der amerikanischen Pionier-Zeit. Dem “Wilden Westen”, die Zeit zu Beginn der großen Viehtrecks um 1866 bis in die neunziger Jahre des 19ten Jahrhunderts. Jeder Schütze benötigt zur Teilnahme an einem CAS-Match zwei Single Action Revolver, einen Unterhebelrepetierer und eine Schrotflinte aus dieser Epoche. Die berühmtesten Waffen der Cowboys sind wohl unbestritten der Colt Revolver "Single Action Army" und das Winchester Gewehr 73. Beide Waffen haben es sogar zum heimlichen Star vieler Hollywood Filme gebracht und wurden dadurch weltberühmt.

Für “Greenhorns” ohne Waffen ist es kein Problem in die Welt der Cowboys einzusteigen, Leihwaffen können bei vielen Vereinen benutzt werden und stehen auf Anfrage auch bei größeren Veranstaltungen bereit. BDS-Vereine bei denen CAS ausprobiert und trainiert werden kann gibt es viele.

Cowboy Action Shooting wird in Deutschland in die Klassen 1870, 1880 und 1890 aufgeteilt, die sich u. A. in der Wahl der Waffen und der Kleidung unterscheiden. Je nach Klasse weichen hier die Vorschriften deutlich voneinander ab. Zum Einstieg reicht allerdings ein kariertes Hemd, ein Hut, Jeans und Stiefel. Eine Beschreibung der verschiedenen Klassen mit ihren Vorschriften zu den Waffen und Bekleidung gibt es auf den folgenden Seiten.

Waffen

Single Action Revolver, Vorderlader Revolver, Derringer, Pistole 1911A1

Unterhebel-Repetierbüchse, Vorderschaft-Repetierbüchse, Falling Block und Rolling Block-Büchsen

Hahnlose Querflinten, Hahn-Querflinten, Vorderschaft-Repetierflinten


Doch keine Panik, es sind nicht nur "Orginale Waffen" sondern auch deren "Replikas" erlaubt.

Die Klassiker sind als Colt Peacemaker, Winchester 73 und abgesägte Kutscherflinte in tausenden von Westernfilmen bekannt geworden.

Sportkleidung

Im Gegensatz zu anderen Sportarten wird beim Westernschiessen nicht nur gesagt was verboten ist, nein es wird genau

vorgeschrieben was in den Wettkämpfen an Kleidung und Ausrüstung getragen werden kann.

Die Wettkämpfe werden in "authentischer Westerkleidung" geschossen, was bedeutet alle Keidungsstücke und Zubehör müssen dem

entsprechen, was in Nordamerika bis ca. 19oo getragen und benutzt wurde.

Genauere Beschreibungen findet ihr bei: "Die verschiedenen Wettkampfklassen"

Bild Starter in der 1880er Klasse [1]

Art der Wettkämpfe

Westernschiessen ist ein dynamisches Schiessen, dh. es wird aus verschiedenen, abwechselnden

Positionen, Entfernungen, Haltungen und Waffen geschossen.


Jeder Teilnehmer muß in einem vorgeschriebenen Ablauf Ziele in einem Parcours (Stage) auf Zeit beschiessen. Werden die Ziele nicht getroffen oder in einer falschen Reihenfolge beschossen erhält der Schütze eine Zeitstrafe, die zum Ergebnis addiert wird. Am Ende gewinnt derjenige, der die wenigsten Platzpunkte gesammelt hat (schnellste Gesamtzeit in einer Stage = ein Platzpunkt, zweitschnellste Zeit = zwei Platzpunkte usw.). Ein Match kann bis zu 16 verschiedene Stages umfassen und sich auf mehrere Tage verteilen. Jede dieser Stages hat ihren eigenen individuellen Ablauf, Ziele stehen in anderen Entfernungen und/oder werden in einer anderen Reihenfolge beschossen, auch die vier Waffen werden immer etwas anders eingesetzt, alles in allem sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll!

Ziele

Genauso unterschiedlich und veschieden sind die Ziele.

Es können Papierscheiben, Stahlgongs, Klappfallscheiben, Tontauben, Silouetten, Luftballons oder sonst was sein.

Entfernungen zum Ziel

In Deutschland liegen die Entfernungen zu den Zielen zwischen 5m und 300m


Die verschiedenen Wettkampfklassen

Beim Westernschiessen in Deutschland gibt es 4 Hauptklassen, die jeweils auch noch in Unterklassen eingeteilt werden können.

Diese Wettkampfklassen heissen: --1870-- --1880-- --1890-- --97/11-- (letztere bisher nur als Sidematch)


Die “1870er”

Diese Klasse ist etwas für echte Schwarzpulver Enthusiasten! Die 1870 ist ebenfalls eine authentische Klasse, jedoch kommen hier die wahren Revolver der amerikanischen Pionierzeit zum Einsatz - Perkussionsrevolver! Denn die wenigsten Cowboys im Amerika des 19ten Jahrhunderts hatten den für damalige Verhältnisse “modernen” Patronenrevolver, sondern luden ihre Waffen noch mit (losem) Pulver und Blei! Vor allem auch aus logistischen Gründen, denn Pulver war wesentlich einfacher zu bekommen als fertige Patronen im entsprechenden Kaliber! Zusätzlich zu den Anforderungen der anderen Klassen, was Schnelligkeit und Treffsicherheit betrifft, muß der Cowboy hier um so mehr auf die Funktionssicherheit seiner Waffen achten! Denn ein verklemmtes Zündhütchen kann unter Umständen zu fünf “Miss”, sprich 25 Sekunden Zeitstrafe führen! Wie jedoch die Ergebnisse einiger (jüngerer) Wettkämpfe zeigen, brauchen sich die Schützen dieser Klasse nicht vor denen mit Patronenrevolvern zu verstecken und können durchaus “vorne mitspielen”... Auch diese Klasse ist wie schon erwähnt authentisch, deshalb tragen einige der Cowboys hier Uniformen (beider Parteien) des amerikanischen “Civil-Wars”. Allerdings hier im friedlichen Miteinander, ganz im Gegenteil zur ursprünglichen Verwendung dieser teilweise sehr prachtvollen Uniformen in den Jahren 1861-65.

Waffen, Ausrüstung & Outfit: 2 Perkussionsrevolver ab Kaliber .36

1 Lever oder Slide Action Rifle bis Modelljahr 1873 Beispiele: Henry Modell 1860, Winchester 1866 oder 1873, Magazinkapazität min. 10 Patronen.

1 Querflinte mit Doppelabzug und (echten) Hähnen

Kaliber:

Minimum Kaliber .40 und Einführungsjahr der Patrone vor 1880, es sind nur Kurzwaffenkaliber zugelassen (keine 30-30 o. ähnl.)

Zugelassene Kaliber: .38-40 (38WCF), .41 Long Colt, .44-40 (44WCF), .44Colt, .44Russian, .45Schofield, .45Colt Schrotpatronen: Minimum Kaliber 16.

Holster: Originalgetreu im Western-Style vor 1900, „Buscadero“ oder andere tiefhängende Holster sind nicht zulässig (Hierzu als Hilfsmittel: Ein Teil des Griffes der getragenen Revolver muß über die Oberkante des Gürtels herausragen, welcher das Holster trägt!) In der Disziplin 1880 dürfen nur Schrotpatronengurte mit Einzelschlaufen verwendet werden.

Outfit: Das Outfit ist ein wesentlicher Bestandteil der Disziplin 1870 Zusätzlich zu den allgemeinen Bekleidungsvorschriften müssen mindestens fünf der nachfolgend aufgelisteten Gegenstände oder Bekleidungsstücke während des gesamten Matches getragen werden:

Die Cowboys: Chaps, Sporen, Cuffs, Krawatte oder Halstuch locker um den Hals geschlungen oder mit Scarfslide getragen, Weste, Taschenuhr mit langer Kette (nicht nur mit „Watch-fob“), Jacke, Ärmelschoner oder -bänder, Messer sichtbar am Gürtel getragen, Botas, Leggings, Hosenträger.

Die Cowgirls: Sie können Ihr Outfit zusätzlich zu den o. g. Teilen durch folgende zeitgenössische Kleidung und Ausrüstung ergänzen: Uhr, geteilten Reitrock, Korsett, Korsage, Reifrock, Bustel, Victorianischen Hut (Strohhut ist hier zulässig), Haarschmuck und/oder andere Schmuckstücke, Handtasche, geschnürte Stiefel(etten), historisch orientierte Unterbekleidung wie Bloomers und Camisole, Netzstrümpfe, Federboa, Capes.

Zusätzliche: zu der aufgelisteten zivilen Bekleidung und Ausrüstung können in den Disziplinen 1870 und 1880 dem Zeitrahmen entsprechende Militärische Uniformen und Ausrüstungsgegenstände getragen werden. In der Disziplin 1870 kann auch das zeitgenössische Outfit von Bürgerkriegsveteranen, Büffeljägern, Indian Scouts, Goldsuchern, Grenzbanditen und anderen Frontier Originalen dargestellt werden.

Schuhwerk: Alle Stiefel müssen in traditionellem Stil gefertigt sein und eine Leder- oder dünne unprofilerte Gummisohle besitzen. Hüte und Kopfbedeckungen müssen während des gesamten Matches getragen werden!

Nicht zugelassene Bekleidung und Ausrüstung: Strohhüte sind nicht zulässig Ausrüstungsgegenstände aus Nylon, Plastik, etc. Moderne Schießhandschuhe Kurzärmelige Hemden, T-Shirts Moderne oder mit Federbändern geschmückte Hüte Designer Jeans Baseball Mützen Tennis-, Lauf-, Jogging-, Aerobic- und Wanderschuhe Kleidung mit Werbeaufdrucken, Logos, Stickern etc. Armbanduhren


Die “1880er”

Wer es periodisch korrekt möchte ist hier richtig aufgehoben. Waffen und Outfit müssen weitestgehend dem Original entsprechen. Die Vorschriften beziehen sich nicht nur auf die verwendeten Waffen, ebenfalls gibt es eine Bekleidungsliste aus der fünf Gegenstände ständig getragen werden müssen. In der 1880 sind die Verschiedensten “Gestalten” zu finden, angefangen vom “Working Cowboy” über den US-Sergeant der “Indian Wars” oder dem “Gambler” der gerade beim Falschspiel erwischt wurde und aus der Stadt gejagt wurde... auch die ein oder andere “Rothaut” wurde bereits gesehen!

Das Schießen mit Black-Powder hat einen ganz besonderen Flair, der beim Schuß entstehende Qualm verdeckt sehr oft das nächste Ziel, so daß der Cowboy entweder gezwungen ist eine halbe Sekunde länger zu warten bevor er den nächsten Schuß abgibt oder in Gefahr läuft einen “Miss” zu “kassieren”. Vielen erscheint diese Wartezeit wie eine halbe Ewigkeit... Auch der Geruch des verbrannten Pulvers hat durchaus seinen Charme, sorgt aber nicht selten für “Stänkereien” unter den Cowboys, die natürlich nicht ernst gemeint sind! Die Cowboys in dieser Klasse liefern sich untereinander ebenfalls einen “heißen Kampf” um die ersten Plätze, auch hier kann eine Sekunde über Sieg oder “Niederlage” entscheiden. Allerdings eine richtige Niederlage gibt es beim Cowboy Action Shooting nicht. Der Spaß an der Sache steht immer im Vordergrund, jeder Teilnehmer hat also schon gewonnen...

Die 1880 kann noch einmal in Schwarz- und Nitropulver unterschieden werden. Der Anschlag mit den Revolvern ist hier stilecht: Einhändig, ebenso werden hier in der Regel “Full Loads” in den drei Waffenarten verwendet.

Unterklassen: --1880 Black Powder-- --1880 Nitro--

Waffen, Ausrüstung & Outfit: 2 Single Action Revolver bis Modelljahr 1890. Beispiele: Colt SAA, Smith & Wesson American, Schofield, Remington Modell `75 oder `90, Bisley`s oder deren Repliken.

1 Lever oder Slide Action Rifle bis Modelljahr 1884 Beispiele: Henry Modell 1860, Winchester 1866 oder 1873, Colt Lightning, Magazinkapazität min. 10 Patronen.

1 Querflinte mit Doppelabzug und (echten) Hähnen oder 1 Repetierflinte bis Modelljahr 1887 (Winchester Modell 1887)

Kaliber: Kugelpatronen, Minimum Kaliber .40 und Einführungsjahr der Patrone vor 1890, es sind nur Kurzwaffenkaliber zugelassen (keine 30-30 o. ähnl.) Zugelassene Kaliber: .38-40 (38WCF), .41 Long Colt, .44-40 (44WCF), .44Colt, .44Russian, .45Schofield, .45Colt Schrotpatronen: Minimum Kaliber 16. In der “1880 Nitro” ist die Munition mit Nitropulver, in der “1880 Black Powder” mit Schwarzpulver oder Schwarzpulverersatz zu laden.

Holster: Originalgetreu im Western-Style vor 1900, „Buscadero“ oder andere tiefhängende Holster sind nicht zulässig (Hierzu als Hilfsmittel: Ein Teil des Griffes der getragenen Revolver muß über die Oberkante des Gürtels herausragen, welcher das Holster trägt!) In der Disziplin 1880 dürfen nur Schrotpatronengurte mit Einzelschlaufen verwendet werden.

Outfit: Das Outfit ist ein wesentlicher Bestandteil der Disziplin 1880 Zusätzlich zu den allgemeinen Bekleidungsvorschriften müssen mindestens fünf der nachfolgend aufgelisteten Gegenstände oder Bekleidungsstücke während des gesamten Matches getragen werden:

Die Cowboys: Chaps, Sporen, Cuffs, Krawatte oder Halstuch locker um den Hals geschlungen oder mit Scarfslide getragen, Weste, Taschenuhr mit langer Kette (nicht nur mit „Watch-fob“), Jacke, Ärmelschoner oder -bänder, Messer sichtbar am Gürtel getragen, Botas, Leggings, Hosenträger.

Die Cowgirls: Sie können Ihr Outfit zusätzlich zu den o. g. Teilen durch folgende zeitgenössische Kleidung und Ausrüstung ergänzen: Uhr, geteilten Reitrock, Korsett, Korsage, Reifrock, Bustel, Victorianischen Hut (Strohhut ist hier zulässig), Haarschmuck und/oder andere Schmuckstücke, Handtasche, geschnürte Stiefel(etten), historisch orientierte Unterbekleidung wie Bloomers und Camisole, Netzstrümpfe, Federboa, Capes.

Zusätzlich: zu der aufgelisteten zivilen Bekleidung und Ausrüstung können in den Disziplinen 1870 und 1880 dem Zeitrahmen entsprechende Militärische Uniformen und Ausrüstungsgegenstände getragen werden. In der Disziplin 1870 kann auch das zeitgenössische Outfit von Bürgerkriegsveteranen, Büffeljägern, Indian Scouts, Goldsuchern, Grenzbanditen und anderen Frontier Originalen dargestellt werden.

Schuhwerk: Alle Stiefel müssen in traditionellem Stil gefertigt sein und eine Leder- oder dünne unprofilerte Gummisohle besitzen. Hüte und Kopfbedeckungen müssen während des gesamten Matches getragen werden!

Nicht zugelassene Bekleidung und Ausrüstung: Strohhüte sind nicht zulässig! Ausrüstungsgegenstände aus Nylon, Plastik, etc. Moderne Schießhandschuhe Kurzärmelige Hemden, T-Shirts Moderne oder mit Federbändern geschmückte Hüte Designer Jeans Baseball Mützen Tennis-, Lauf-, Jogging-, Aerobic- und Wanderschuhe Kleidung mit Werbeaufdrucken, Logos, Stickern etc. Armbanduhren

Nicht zugelassene Revolver: Freedom Arms in allen Ausführungen Magnum Research BFR Brünner ZK Ruger Super Blackhawk Ruger Blackhawk Ruger Vaquero Ruger New Vaquero Ruger Bisley Vaquero Beretta Stampede Taurus Gaucho



Die “1890er”

Die 1890 ist die größte Kategorie im CAS, sie gilt als die “Einsteigerklasse”, hier kann das “Greenhorn” Erfahrungen sammeln verschiedene Schießtechniken ausprobieren, sowie seine Ausrüstung und Waffen vervollständigen. Denn es gibt in der 1890er die geringsten Einschränkungen in Sachen Waffen, Ausrüstung und Outfit.

Wer am Anfang noch nicht alles zusammen hat, kein Problem, es findet sich immer eine helfende Hand die mit Ausrüstung, Waffen oder Munition weiterhilft...

Gleichzeitig ist die “1890” die Heimat der “Speedys” oder “Gamer”, was nichts anderes bedeutet als sehr ambitionierte Schützen, die in der Regel um den Gesamtsieg des Matches kämpfen. Mittlerweile liegen die Top-Leute sehr eng beieinander, so daß schon ein Fehlschuß (Miss) den Sieg kosten kann. Also eine sehr spannende Sache...

Nur in der Klasse 1890 wird nach Altersklassen unterschieden, um den biologischen Vorsprung jüngerer Schützen auszugleichen. Außerdem gibt es eine getrennte Wertung für Damen und Herren. Veranstalter können eine gesonderte Wertung für die Teilnehmer/innen anbieten, die mit dem Revolver einhändig schiessen (Duelist) oder die beide Revolver gleichzeitg ziehen und damit im Wechsel schiessen (Double Duelist). Weiterhin kann nach den Ladungen der Patronen mit Nitro- und Scharzpulver(ersatz) unterschieden werden.

So kann jeder Cowboy/jedes Cowgirl seine/ihre Vorstellung vom Westernschiessen ausleben und misst sich dabei mit Gleichgesinnten.


Altersklassen:

Traditionel, bis 48 Jahre

49er, 49 - 59 Jahre

Senior, 60 - 69 Jahre

Elder Statesmen, ab 70 Jahre

Ladies

in den diesen Klassen ist der Anschlag mit den Revolvern beidhändig, Treibmittel ist Nitropulver.


Unterklassen: Duelist = Einhändiger Anschlag mit den Revolvern

Double Duelist Einhändiger Anschlag mit den Revolvern. Ein Revolver wird mit der rechten, der andere mit der linken Hand geschossen. Es darf nur mit einem Revolver zur gleichen Zeit geschossen werden, Cross-Draw-Holster sind nicht zulässig! -

Black Powder Beidhändiger Anschlag, Treibmittel ist Schwarzpulver oder -ersatz.

Black Powder Duelist Einhändiger Anschlag, Treibmittel ist Schwarzpulver oder -ersatz.


Waffen, Ausrüstung & Outfit: 2 Single Action Revolver mit werksmäßig starrer Visierung. Beispiele: Colt SAA, Ruger Vaquero, Smith & Wesson American, Schofield, Remington Modell `75 oder `90, Bisley`s oder deren Repliken.

1 Lever oder Slide Action Rifle Beispiele: Henry Modell 1860, Winchester 1866, 1873, 1892 & 1894, Marlin, Colt Lightning usw., Magazinkapazität min. 10 Patronen.

1 Querflinte mit Doppelabzug, mit oder ohne Hähne oder 1 Repetierflinte bis Modelljahr 1897 (Winchester Modell 1887 & Modell 1897)

Kaliber: Kugelpatronen, Minimum Kaliber .38 Spezial, es sind nur Kurzwaffenkaliber zugelassen (keine 30-30 o. ähnl.) Schrotpatronen: Minimum Kaliber 20 (16 bei der Repetierflinte) nur Fabrikmunition, Manipulation der Patronen verboten.

Holster: Im Western-Style ohne Anspruch auf Authentizität, tiefhängende “Hollywood-Holster” sind erlaubt.

Outfit: Im Western-Style ohne Anspruch auf Authentizität, mindestens jedoch Hut, kariertes Hemd, Jeans und Stiefel.

Nicht zugelassene Bekleidung und Ausrüstung: Ausrüstungsgegenstände aus Nylon, Plastik, etc. Moderne Schießhandschuhe Kurzärmelige Hemden, T-Shirts Moderne oder mit Federbändern geschmückte Hüte Designer Jeans Baseball Mützen Tennis-, Lauf-, Jogging-, Aerobic- und Wanderschuhe Kleidung mit Werbeaufdrucken, Logos, Stickern etc.



Das Sidematch 97-11

Der geschichtliche Rahmen des Sidematch 97-11 ist die Zeit der mexikanischen Revolution von 1910 bis 1920 und die erfolglose Jagd amerikanischer Truppen unter General Pershing nach dem Banditen und Revolutionär Pancho Villa im Jahr 1916/17. Die Sicherung der amerikanischen Grenze durch die US National Garde. Die abenteuerlichen Einsätze von Texas- und Arizona Rangern entlang und jenseits der mexikanischen Grenze. Die große Zeit der Abenteurer, die sich nur aus Spaß oder für Geld den mexikanischen Revolutionären „South of the Border“ anschlossen. Ein wildes, aufregendes aber weniger bekanntes Kapitel der amerikanischen Geschichte.

Geschossen wird in der Regel auf die gleichen Stahlziele wie beim CAS, jedoch kommt hier die bekannteste der halbautomatischen Pistolen zum Einsatz; die Colt Gouvernement 1911, zusätzlich die Repetierflinte Winchester M1897.

Wie beim CAS geht es beim 97-11 ebenfalls um Geschwindigkeit und Treffsicherheit in Kombination, denn Fehlschüsse werden wieder mit 5 Sekunden Zeitstrafe geahndet.

Mittlerweile haben sich in Deutschland bereits mehrere Matches etabliert in denen nur 97-11 geschossen wird, das zeugt vom erheblichen Potential dieses “Sidematches”. Im US-amerikanischen Raum geht die Entwicklung ebenfalls in diese Richtung, dort nennt sich die Kategorie “Wild Bunch Match”, hier waren die deutschen Cowboy um einige Jahre schneller..!

Waffen Pistole vom Typ Colt U.S. Army Model of 1911 und 1911A1 im Kaliber .45 ACP oder Kopien hiervon die in Abmessung, Optik und Technik dem Original entsprechen.

Pistolen die technisch nicht dem Original entsprechen wie z. B. Star, Llama, Obreogon, Ballester Molina usw. sind nicht zugelassen. Technische Änderungen wie z. B. Triggerstop, Verstellvisier, farbig markierte Visiere, Federführungsstange, Beavertail usw. sind nicht zugelassen. Nylon Schockbuffer der Firma Wilson oder ähnliche sind zur Schonung der Waffe zugelassen.

Repetierflinte vom Typ Winchester Mod. 1897 Take Down und Solid Frame im Kaliber 12 sowie Kopien hiervon die in Abmessung, Optik und Technik dem Original entsprechen. Das Anbringen von optischen oder mechanischen Visieren ist nicht zugelassen. Das Kürzen oder Verlängern des Hinterschaftes und das Anbringen eines Rückstoßminderers sind zugelassen.

Ausrüstung Zusätzlich zu dem in der Pistole befindlichen Magazin werden zwei Standard Reservemagazine benötigt. Tuning-Teile wie spezielle Magazinzubringer, Magazinverlängerungen, Jet Funnel usw. sind nicht zulässig. Ein Gürtelholster zivilen oder militärischen Ursprungs passend zum Zeitraum von 1911 bis ca.1930. Das Holster muss eine Vorrichtung besitzen, welche die Pistole gegen Verlust sichert. Diese Vorrichtung ist vor dem Start zu aktivieren. Eine Doppel- oder zwei Einzelmagazintaschen mit Sicherungsklappe(n) die vor dem Start geschlossen sein muss. Ein zu Holster und Magazintaschen passender Gürtel der um die Hüften getragen wird. Die Trageweise des Holsters in „Cross Draw“ ist unter Beachtung der Sicherheitsregel im BDS-Sporthandbuch-Western zulässig. Zum Mitführen der Schrotmunition werden wahlweise ein Schrotpatronengürtel mit Einzelschlaufen, eine Gürteltasche mit Verschlussklappe oder aufschiebbare Patronenträger benötigt. Gürteltaschen wie sie zum sportlichem Skeet- oder Trapschiessen sind nicht zulässig. Ausrüstungsgegenstände aus Nylon, Plastik oder anderen Kunsstoffen sind verboten.

Outfit / Bekleidung Das Outfit sollte sich an dem Erscheinungsbild von Soldaten, Polizisten oder Zivilpersonen aus der Zeit von 1900 bis ca. 1920 orientieren.

Munition Pistolenpatronen .45 ACP, handelsübliche und wiedergeladene Patronen mit Bleigeschoss. Bei entsprechender Zulassung von Schießstand und Scheibenmaterial, können auch Voll- oder Teilmantelgeschosse benutzt werden. Schrotpatronen 12/70, handelsübliche oder wiedergeladene Schrotpatronen gemäß BDS-Western-Schießen. Bei entsprechender Zulassung von Schießstand und Scheibenmaterial, kann auch Munition mit Flintenlaufgeschossen verwendet werden.

Ablauf Der Anschlag mit der Pistole ist einhändig, die Nichtschusshand darf nur zum Laden, Entladen, Sichern, Holstern usw. benutzt werden. Die Pistolenmagazine werden am Ladetisch mit der geforderten Anzahl Patronen geladen. Ein Nachladen der Magazine während des Schießablaufes ist nicht vorgesehen. Die Pistole ist stets unterladen und mit entspanntem Hahn zu führen.

Erst auf den vorgegebenen Schießpositionen wird die Waffe durchgeladen. Nach dem Abfeuern wird das leere Magazin entfernt, der Verschluss nach vorne gelassen und anschließend der Hahn entspannt. Vor dem Verlassen der Feuerposition wird ein volles Magazin in die Waffe eingeführt und diese anschließend geholstert. Bei Erreichen der nächsten Feuerposition, Waffe ziehen, durchladen, abfeuern, entladen, entspannen, unterladen, holstern usw. Auf der letzten Feuerposition für die Pistole wird diese selbstverständlich nicht mehr unterladen!

Die Flinte wird am Ladetisch mit der vorgeschriebenen Patronenzahl unterladen. Hierbei ist der Verschluss geschlossen und der Hahn entspannt. Erst auf der vorgeschriebenen Feuerposition wird die Waffe durchgeladen. Nach dem letzten Schuss bleibt die Flinte offen wird abgestellt, gelegt oder wenn gefordert, mit nach oben gerichteter Mündung zur nächsten Feuerposition mitgenommen. Bei Erreichen der nächsten Feuerposition, Verschluss schließen, Magazin mit der vorgeschriebenen Patronenzahl laden, durchladen, abfeuern und anschließend den Verschluss offen lassen.

Schusszahl Eine Stage sollte mindestens 14 Schuss Pistole und 10 Schuss Flinte beinhalten. Maximal 21 Schuss Pistole (2 Magazinwechsel) und 20 Schuss Flinte. Mit der Flinte kann auch die Abgabe einer oder mehrerer „Quick Two“ Doubletten gefordert werden. Hierbei wird die erste Patrone in den geöffneten Verschluss geworfen und nach dem Schließen des Selben wird die zweite Patrone in das Magazin eingeführt. Feuern, repetieren, feuern und fertig.

Hinweise Grundsätzlich gelten für die Disziplin 97-11 die Allgemeinen Regeln des BDS-Western-Schießen!

Strafen In Ergänzung der Strafen im BDS-Western-Schießen, sind diese „Besonderen Regeln“ zu beachten:

Das Fallenlassen eines leeren Magazins wird mit 5 Strafsekunden belegt. Das Fallenlassen eines vollen Magazins wird mit der Wertung von Fehlschüssen a’ 5 Sekunden entsprechend der im Magazin befindlichen Anzahl von Patronen belegt. Ein fallen gelassenes Magazin darf erst nach Beendigung der Stage aufgehoben werden.

Bilder vom Westernschiessen

http://www.schuhhaus-luersen.de/pixlie/pixlie.php?action=start

http://picasaweb.google.de/schweizer63

Links

Verbände und Organisationen

http://www.bdsnet.de

http://www.bds-western-schiessen.de

http://www.bdsnet.de/pdf/sporthandbuch/bds_western_2006.pdf

http://www.dwsa.nl/

http://www.honkytonkrebels.eu/

http://www.owss.it/

http://www.cowboyloveszet.hu/

http://www.sass-austria.at/

http://www.lunashooters.at/

http://awsczech.ketnet.cz/

http://www.cowboy-shooting.cz/

http://www.owsss.ch/

http://www.sortkrudt.dk/

http://www.sassnorway.com/

http://www.bwss.org.uk/

http://www.swsnet.org/

http://www.wikom.pl/

http://www.sass-slovakia.eu/

http://www.cowboy-action-shooting.eu

http://www.cows.fi/


Waffen, Kleidung und Zubehör

http://www.blackbeaver.de/index.html

http://www.ballistic-steel.de/

http://www.wildwest-guns.de/

http://www.shotgunboogie.de/

http://www.spiritoftheoldwest.de/

http://www.wm-bullets.de/

http://www.jjrv-waffen.de/

http://www.shooters-store.de/

http://www.owss.de/

http://www.der-kleine-westernladen.de/

http://www.frankonia.de/shop/index.html

http://www.uberti.com/

http://waffen-hege.de/

http://www.ubertireplicas.com/

http://www.theduke.de/


geschrieben von Long John bin für jede Hilfe und Kritik dankbar weitere infos folgen