Büchsenmachers Babylon

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Büchsenmachers Babylon oder auch Büchsenmacher-Babylon bezeichnet den Effekt, dass es in der deutschsprachigen Waffentechnik oft unterschiedliche Begriffe für identische Bauteile und Sachverhalte gibt oder das ein und das selbe Bauteil oder Sachverhalt mit mehreren Begrifft benannt wird.

Büchsenmachers Babylon ist das Resultante von einer starken Trennung der Fachbereiche Büchsenmacherei, Militärtechnik, Jagt, Sportschützenwesen, Militärhistorie und waffentechnischem Ingenieurwesen.

Das wohl bekannteste Beispiel ist die bei der Bundeswehr dominante Verwendung der Nomenklatur Rohr, wohingegen die anderen Fachbereiche durch Lauf dominiert werden.

Ein besonders extremes Beispiel sind die verschiedenen Nomanklaturen für den Vollautomatik-Unterbrecher:

  • Dauerfeuerhebel
  • Abzungsstange
  • Sperrhebel
  • Unterbrecher
  • Dauerfeuerhebel
  • Aubzugsstollen für Dauerfeuer
  • Seriefeuerklinke

Der umgekehrte Fall findet sich bei der Verschlusssperre. Mit diesem Begriff können folgende Bauteile gemeint sein.

  • Verschlussrückprall Schutz
  • Laufvorlaufunterbrecher oder Rohrunterbrecher bei Waffen mit lang zurückgleitendem Lauf
  • Mechanismen welche den Verschluss an einer Öffnungsbewegung hindern, bei schallgedämpften Pistolen wie KAC XM9, Mk.22 oder Mk.23

Besonders Extrem tritt das Phänomen bei Ladeprinzipen auf. So werden diese in der Fachliteratur unter anderem wie folgt verwendet:


{Begriff: | Rückdrucklader | Rückstoßlader }