AR-15

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Daten
Hersteller: Armalite
Modell: AR-15
Kaliber: .222 Rem,
später .223 Rem
Länge: 991 mm
Gewicht: 2970 g
Lauflänge: 508 mm
Kapazität Magazin: 10, 25 Schuss
Anzahl Züge:
Drall: 1:7
Abzugswiderstand: ?
Visierung: Lochkimme und Stabkorn
Produktion: 1959

Beim AR-15 handelt es sich um ein besonders leichtes Sturmgewehr der Firma ArmaLite. Es ist der direkte Nachfolger des AR-10 Schnellfeuergewehr der Firma. Ziel war es dem einzelnen Soldaten mehr Feuerkraft zugeben. Dieser sollte in der Lage sein, nicht nur mehr Munition mit sich herum zu tragen, sondern auch den Feind durch gezieltes Dauerfeuer niederzuhalten oder zu vernichte. Dies was mit der bis dahin von US Truppen getragenen Hauptordonanz Waffe, dem M14 Schnellfeuergewehr, nicht möglich, da dieses bei vollautomatischen Feuer nicht kontrollierbar war. Das niedrigere Gewicht erlangt das AR-15 durch die Verwendung von extrovertiert Aluminium für das Waffengehäuse. Die Möglichkeit mehr Munition für das selbe Gewicht tragen zu können, durch die Verwendung einer inneren Mittelpatrone (Intermediate cartridge). Die ersten AR-15 Sturmgewehre wurden noch im Jagtkaliber .222 Remington gefertigt, später wurde auf die, für die Massenproduktion optimierte, .223 Remington (metisch 5,56x45mm) gewechselt. Seine gute Stabilität erlangt das Sturmgewehr durch den niedrigeren Rückstoß des kleineren Kaliber und die Position des Schaftes in einer Linie mit der Laufseele.


Eigenschaften

  • Leicht, das Gehäuse aus Aluminium
  • Mehr Munition, durch kleine Patronen
  • Gute Stabilität im Dauerfeuer, durch Mittelpatronen und Direktgassystem


Funktion

Die Waffe arbeitet auf dem Prinzip des aufschießenden, luftgekühlten Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss. Dabei wird ein Direktgas System, ähnlich dem des schwedischen Ljungman M/42 Selbstladegewehrs, verwendet welches Pulvergase aus dem Lauf abzapft und durch ein Gasröhrchen direkt an den Verschluss weiterleitet. Vorteil dieses System sind weniger bewegliche Teile, dieses verringert den Wartungsaufwand, macht das verlieren von Teilen während des Feldmäßigen Zerlegens unwahrscheinlicher und reduziert auch die Zahl der Ersatzteile in der Logistik. Zudem werden dadurch die Vibrationen und die Verschiebung von Masse bei der Schussabgabe minimiert, was zusätzlich die Stabilität bei Dauerfeuer erhöht. Jedoch werden, im Vergleich zum Ljungman M/42, die Gase nicht auf den Verschluss, sondern in den Verschluss geleitet, wo diese Verschlusskopf und Verschlussträger auseinander drücken und den Drehkopfverschluss mit 8 Verriegelungswarzen aus dem Schildzapfen heraus drehen, welcher beim AR-15 Teil des Laufes ist. Durch den direkten Gasimpuls wird der Rücklauf des Verschlusses gegen die Verschlussfeder sanfter eingeleitet, als bei indirekten Gasdruckladern, was der Dauerfeuerstabilität weiter zu gut kommt.


Gesichte / Militär

Lange bemühten sich ArmaLite und der Hauptentwickler Eugene Stoner vergeblich um Abnehmer ihres leichten Sturmgewehrs. Erst als die USA begannen die Süd-Vietnamesische Armee mit M14 Schnellfeuergewehr auszurüsten und diese mit diesem Modell Probleme aufgrund ihrer Statur hatten, wurde das Interesse am AR-15 geweckt. Die ersten Bestellungen erfolgten jedoch von seiten der US Airforce, diese sah im AR-15 die ideale Waffe für die Wachsoldaten ihrer Flugplätze in Vietnam. Da ArmaLite nur über geringe eigene Produktionskapazität verfügte, ging die Produktion an Colt, welche das AR-15 weiter verbesserte und als Colt Modell 601 an die US Airforce lieferte, welche dieses als US Airforce M16 einführte. Später bekundete auch die US Armee ihr Interesse und testete da Colt Model 602 als M16 und führe Später das weiter verbesserte Colt Modell 604 als US M16 Rifle offiziell ein.


Gesichte / Zivilmarkt

Das AR-15 wurde nie auf dem zivilen Markt angeboten, jedoch schuf Colt mit dem R6000 eine halb automatische Version des M16 und vermarktete diese Selbstladebüchse als Colt AR-15 Sporter SP-1. Später folgten weitere Modelle mit unterschiedlichen Lauflängen und in anderen Kalibern. Auch wurden immer wieder die am M16 vorgenommene Verbesserungen wie die des M16 in die Colt AR-15 Modelle übernommen so zb. in das R6500 vermarktet als AR-15A2 Sporter II. Diese ebenfalls AR-15 genannten Selbstladebüchsen dürfen jedoch nicht mit dem AR-15 Sturmgewehr von ArmaLite verwechselt werden.


AR-15 Type Selbstladebüchsen


Eine AR-15 Style Selbstladebüchse mit Bull-Barrel

Nach dem Ablauf der Lizenzrechte begannt eine breite Masse an Waffenherstellern in den USA selbst mit der Fertigung von Teilen oder ganzes Waffen grob nach Muster des AR-15 oder spezieller nach Muster des damals aktuellen M16A2. Dies führte auf Dauer zu einer schier un überblickbaren Masse an Modellen, welche sich Teilweise selbst als AR-15 bezeichnen zb. Schmeisser AR-15 oder aber der Einfachheit halber "AR-15" Style Waffen genannt werden. Dabei dürfen jedoch auch diese Dritthersteller Selbstladebüchsen nicht mit dem historischen AR-15 Sturmgewehr gleich gesetzt werden.


Magazine

Das ursprüngliche Magazin des AR-15 fasste 20 Schuss, die geraden 25 Schuss Magazine hatte Problem mit der Zuführung der leicht konischen Patronen und wurden deswegen nur in geringer Stückzahl produziert. Für das M16 wird Colt später ein leicht gekrümmtes 30 Schuss Magazin fertigen, sowie 5 und 10 Schuss Magazine für die Colt R6000 / Colt AR-15 Sporter (SP-1).


Literatur

Black Rifle M16 Retrospertive von R. Blacke Stevens & Edward C. Ezell erschienen bei Collectore Grade Publications in Ontario, Canada