Kaliber (Lauf)

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Mit Laufkaliber bezeichnet man den Rohr- oder Laufdurchmesser.

Das Laufkaliber orientiert sich an dem Mittelwert von Felddurchmesser und Zugdurchmesser oder bei Polygonläufen von größtem und kleinstem Durchmesser. Beispiel: Das Kaliber 9 mm Para hat nominell 9 mm, der Felddurchmesser beträgt 8,82 mm und der Zugdurchmesser berträgt 9,02 mm.

Das Kaliber von Flintenläufen gibt an, wieviele Kugeln mit dem entsprechenden Laufdurchmesser man aus einem engl. Pfund (453,6 g) Blei gießen könnte. Dadurch werden die Zahlen zu größeren Kalibern hin immer kleiner. Man kann weniger Kugeln größeren als kleineren Querschnitts gießen. Beispiel: Kaliber 16: Es können 16 Kugeln mit dem Laufdurchmesser aus einem engl. Pfund Blei gegossen werden (Laufdurchmesser = 16,8 mm), Kaliber 12 mit 12 Kugeln aber 18,2 mm Laufdurchmesser.

Für welche Munition eine Waffe eingerichtet ist, richtet sich nicht nur nach dem Laufkaliber, sondern nach dem Kaliber der Munition, welches nähere Angaben zur Hülse und Energie (bspw. Magnum) macht.