SIG 210

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Daten
Hersteller: SIG
Modell: 210
Kaliber: 9x19, 7,65 Para, .22 L.R.
Länge: 215 mm
Gewicht: 900 g
Lauflänge: 120 mm
Kapazität Magazin: 8 Schuss
Anzahl Züge: 6
Drall: 250mm
Abzugswiderstand: verschieden
Visierung: Standvisier, Sportversionen Mikrometer
Produktion: 1949 bis heute
SIG 210-6 Sport HF

Die Pistole SIG 210 ist ein verzögerter Rückstosslader mit einer Verriegelung im Browning-Petter-System. Untypisch für eine für das Militär gefertigte Pistole ist die extrem präzise Fertigungstoleranz und die Fertigung durch Ausfräsen aus Vollmaterial. Dadurch ist sie bei Sportschützen sehr beliebt. Speziell die Versionen 210-5 HF und 210-6 HF wurden fast nur noch für sportliche Zwecke gefertigt. Die SIG 210 wurde ab Werk in den Kalibern 9x19, 7,65 Para und .22lr gefertigt.

Geschichte

Nach der Entwicklung der SACM (Pistole automatique modèle) 1935 durch den Schweizer Konstrukteurs Charles Petter erwarb SIG 1937 eine Lizenz für das Browning-Petter-System um eine neue Selbstladepistole zu entwickeln. Erst nach dem zweiten Weltkrieg auf Initiative des schweizerischen Armeekommandos, die die damalige Standardpistole P04 ersetzen wollten wurde die Entwicklung beendet. Nach Erprobung diverser Versuchsmodelle wurde die 210-1 als Standardmodell (ursprüngliche Bezeichnung SP47/8) erstmals 1947 an die Schweizer Armee ausgeliefert. Eine erste Serie wurde an schwedische Sportschützen und an die dänischen Armee geliefert. In der schweizerischen Armee wurde die Pistole als Modell M49 eingeführt. Die letzte größere Bestellung durch Behörden ging im Jahr 1951 an den deutschen Bundesgrenzschutz.

Versionen

  • SIG P210-1 Die zivile Version in 9x19 und .30 Luger, mit Holzgriffschalen, fester Visierung und polierter Brünierung.
  • SIG P210-2 Die Version der Schweizer Armee in 9x19 und .30 Luger, Mit Kunststoffgriffschalen, fester Visierung und gestrahlter Brünierung.
  • SIG P210-3 Die Version der Schweizer Polizeikräfte in 9x19 und .30 Luger, mit Holzgriffschalen, fester Visierung und gestrahlter Brünierung.
  • SIG P210-4 Die Bundesgrenzschutzausführung, in 9x19 eine abegänderte Version der P210-2 mit Kunssttoff- oder Holzgriffschalen, mit Ladeanzeiger ohne Fangriemenöse. Es gibt auch Nachbauten dieser Waffe iniziiert und Vertrieben durch die Fa. Frankonia. Der Nummernkreis dieser Nachbauten schließt an den Nummernkreis der originalen BGS 210-4 an.
  • SIG P210-5 Die Sportversionen mit längeren (150mm) Lauf in 9x19 und .30 Luger, Holzgriffschalen, einstellbarer Sportvisierung, verstellbarem Abzug und gestrahlter Brünierung.
  • SIG P210-6 Die Sportversionen in 9x19 und .30 Luger, Holz- oder Kunststoffgriffschalen, einstellbarer oder fester Visierung, verstellbarem Abzug und gestrahlter Brünierung auf einem Standard oder Heavy Frame.
  • SIG P210-6 Sport Eine Sportversion in 9x19 mit seitlichem Magazinauslöser, Holzgriffschalen, einstellbarem Abzug, einstellbarer Sportvisierung (tiefergelegt mit entsprechend kürzerem Korn), gecheckertem Griffstück, gestrahlt und brüniert, auch mit einem Heavy Frame Griffstück. Modifikationen gegenüber der SIG 210-6 wurden von der Firma Oschatz/Stuttgart für Hämmerli/Tiengen ausgeführt.
  • SIG P210-7 Die Ausführung in in .22LR Holz- oder Kunstoffgriffschalen, einstellbarer oder fester Visierung. Ein besonders gefertigter Schlitten, Lauf, Magazin und Federn sowie einem bearbeiten Hammer vervollständigen diese KK Ausführung.
  • SIG P210-8 Eine Sportversion in 9x19 mit seitlichen Magazinauslöser, Holzgriffschalen, einstellbarem Abzug, einstellbarer Sportvisierung (nicht die originale SIG-Kimme, sondern eine Mikrometer-Visierung aus dem Hause LPA) und gestrahlter Brünierung auf einem Heavy Frame. Die Arbeiten wurden von der Firma Léon Crottet für die SIG ausgeführt.
  • SAN P210-5LS Die erstmalig in 2003 vorgestellte Version in 9x19, welche über einen seitlichen Magazinauslöser, Holzgriffschalen, einstellbarer Sportvisierung, einer gestrahlten Brünierung und einem längeren Schlitten und Lauf (150mm) auf einem Heavy Frame verfügt. SAN ist ein Unternehmen, welches die Waffenherstellung der SIG gekauft hat. Diese Waffen haben weder die SIG-Pflaume (das SIG-Logo) auf dem Verschluß, noch dürfen sie sich SIG nennen. Die SAN-Waffen werden aber auf SIG-Maschinen von dem ehemals SIG-Personal gefertigt. SAN hat zwischenzeitlich die Produktion der Pistole eingestellt.
  • SIG M/49 Die Dänische Armeeausführung in 9x19 eine besonders gekennzeichnete Version der P210-1 oder der P210-2.

Weblinks

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Vergleiche den entsprechenden Artikel der Wikipedia: „Sig_210“.