Rückstoßlader

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Bei einem Rückstoßlader wird die beim Schuss auftretende Bewegungsenergie der gegen den Stoßboden zurückdrückenden Patronenhülse für den Auswurf der abgefeuerten Patronenhülse und den Nachladevorgang genutzt und wirkt nicht wie beim Gasdrucklader über eine Bohrung im Lauf.

Der Gasdruck, welcher sich gleichmäßig in alle Richtungen zugleich ausbreitet, treibt zum einen das Geschoss durch den Lauf und entriegelt zum anderen den Verschluss. Dieser wandert im Verschlussgehäuse nach hinten; über den Auswurfmechanismus wird die abgeschossenen Patronenhülse ausgeworfen und eine neue Patrone zugeführt.

Derartige Selbstlader gelten als sehr störungsunanfällig und wenig munitionsfühlig. Dennoch gibt es Nachteile: Bedingt durch den Cohäsionseffekt der durch den Schuss ausgedehnten Hülse im Patronenlager, könnte der Verschluss in den meisten Fällen nicht sicher entriegeln.

Häufig sind aus diesem Grunde die Patronenlager von Rückstossladern mit Längsrillen versehen. Beim Schuss strömen so Pulvergase an der Hülse vorbei in Richtung Verschlusskopf und verhindern ein Festbacken der Hülse im Lager. Dies führt zu starker Verschmutzung und Verkrustung der Waffe im Verschlussgehäuse. Im Gegensatz zu den Gasdruckladern sind Rückstoßlader sehr Reinigungsintensiv!

Typische Rückstoßlader sind:

HK G 3, HK 33 und HK G 41 MG 3