Pistolenkarabiner

Aus WaffenWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Pistolenkarabiner bezeichnet man Revolver bzw. Pistolen die mit Hilfe eines Anschlagschaftes und eines verlängerten Laufes mit Handschutz wie ein normales Gewehr bzw. Karabiner geführt werden können. Bekannte Umbauten von Pistolen sind die Mauser C96 oder die Luger P08, die mit Hilfe eines festen Holzholsters als anbaubarer Anschlagschaft zu Pistolenkarabiner genutzt werden konnten. Vorteile sind z.B. eine gesteigerte Präzision und treffsicherheit durch den verlängerten Lauf und den Anschlagschaft, aber ein geringeres Gewicht im Vergleich zu regulären Gewehren. Solcherart pistolenkarabiner wurden von der deutschen armee im 1. Weltkrieg benutzt, da sich Langwaffen wie das Gewehr 98 als zu unhandlich in den Schützengräben heraus gestellt hatten. Pistolenkarabiner wurden von den aufkommenden Maschinenpistolen verdrängt und verloren militärisch an Bedeutung. Als Jagdwaffe benutzte Kaiser wikipedia:de:Wilhelm II. (Deutsches Reich) ein C96 Pistolenkarabiner, da er auf Grund seiner Behinderung keine regulären Jagdbüchsen benutzen konnte.